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Während der Kanzler energiepolitisch von der
Hand in den Mund lebt, müssen Investoren weiter denken.
Im Gegensatz zur Politik, deren weitester Horizont die nächste Wahl ist, müssen Investoren die Zukunft im Blick haben. In ihr liegen Chancen, aber auch Risiken. Blicken wir also auf … den Winter 2023/24.
Gerade noch sagte Bundeskanzler Olaf Scholz: „Es wird die gesetzliche Grundlage geschaffen, um den Leistungsbetrieb der Kernkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 sowie Emsland bis längstens zum 15.4.2023 zu ermöglichen.“
- Für die Solaranlagen auf den Hausdächern wird im April 2023 die Sonne nachts noch immer nicht scheinen.
- Der Wind für die Windmühlen wird manchmal wehen und manchmal auch nicht.
- Industrietaugliche Batteriespeicher werden bis dahin nicht erfunden sein.
- Nirgendwo wird ein großtechnisch funktionierendes Wasserstoffkraftwerk grundlastfähigen Strom in Netze einspeisen.
- Es werden nicht genügend Überlandstromkabel verlegt sein.
- Gas wird knapp und teuer bleiben
- Fracking in Norddeutschland wird auch weiter verboten sein.
Ergo wird der Kanzler am 15.4.2023 vor der gleichen Knapp-und-teuer-Energielage stehen wie heute. Zwar wird er auch im April 2023 sechs einsatzklare Kernkraftwerke haben, die er aber dann, dank seines „Machtworts“ nicht mehr benutzen wird. Kleine Korrektur: Die er nicht mehr benutzen kann, weil keine neuen Brennstäbe bestellt werden. Die dunkle Jahreszeit, die Heizsaison 2023/24 wird dann ganze sechs Monate entfernt liegen …
Im Gegensatz zum Kanzler bedenken Investoren heute schon dieses Szenario und sehen die Risiken. Denn zukunftsorientierte Menschen finden sich nicht nur an der Börse, sondern auch in den Unternehmen. Und dort wird mit spitzem Bleistift gerechnet. Immer häufiger lautet das Ergebnis: Betriebsschließung, Insolvenz oder Abwanderung. Deutschland droht die Deindustrialisierung und damit massive Wohlstandsverluste. Natürlich gibt es in einem solchen Szenario auch Chancen – außerhalb Deutschlands: Frankreich, Tschechien und Schweden setzen verstärkt auf Kernkraft. Weltweit sind 57 neue Kernkraftwerke im Bau. 436 Kernkraftwerke sind in Betrieb, und die benötigen Brennstäbe – beispielsweise vom kanadischen Uranproduzenten Cameco.
Cameco (WKN: 882017) ist der größte Uranproduzent der westlichen Welt – und das Unternehmen will weiter wachsen. Zusammen mit Brookfield Renewable Partner plant Cameco, den Reaktor-Servicedienstleister Westinghouse Electric zu kaufen. Das ist das Unternehmen, welches der Bundesregierung schon im Frühjahr anbot, noch bis zum Jahresende Brennstäbe zu liefern, da in Deutschland wegen des Russland-Ukraine-Kriegs absehbar grundlastfähige Energie knapp werde.
Sobald Cameco Westinghouse Electric geschluckt haben wird, sind die Kanadier nicht länger nur Uran-Minenbetreiber. Sie werden zum Energieriesen, der auch Brennstäbe herstellt und die Servicebetreuung von Atomkraftwerken übernimmt. Um das Kapital für die Übernahme aufbringen zu können, will Cameco allerdings für 650 Mio. USD neue Aktien ausgeben. Bei den Altaktionären kam das letzte Woche nicht gut an. Sie sehen vor allem die Verwässerung ihrer Unternehmensbeteiligung. Der Cameco-Kurs gab über 16% nach. Doch das kann für Neuinteressenten eine Einstiegschance sein. In den vergangenen Jahren war der kalte November häufig ein guter Monat für den Cameco-Kurs. Die Wachstumsaussichten bleiben hervorragend. Die Kernkraft steht vor einer Renaissance – nicht in Deutschland, wohl aber im Rest der Welt.
Das Metaverse ist Facebooks Vision der virtuellen Welt von morgen. Das Metaverse könnte jedoch heute schon von gestern sein. Das lassen aktuelle Zahlen befürchten. Meta-Aktionäre sind alarmiert. Das Metaversum lässt sich nur mit und in einer Spezialbrille sehen, und man kann es nur als Avatar betreten. Ein Avatar ist eine Fantasiefigur, welche die eigene Person im Metaversum symbolisiert. Der Metaversum-Avatar sieht zumeist aus wie eine Mischung aus einer Comicfigur und einer Computeranimation. Meta Platforms (kurz Meta und vormals Facebook, WKN A1JWVX) setzte sich ursprünglich das Ziel, bis zum Jahresende monatlich 500.000 aktive Horizon Worlds-Besucher zu erreichen. Horizon Worlds nennt Meta die aktuelle Version seines Metaversums. In den letzten Wochen schauten allerdings nur 280.000 Besucher in die Horizon Worlds herein. Das geht aus einem internen Meta-Dokument hervor, das dem Wall Street Journal zugespielt wurde.
Schlimmer noch als die enttäuschende Besucherzahl ist eine weitere Beobachtung: Die meisten Erstbesucher kehren nach einem Kennenlernmonat nicht mehr in die Horizon Worlds zurück. Die virtuellen Attraktionen, Städte und Partys bleiben zumeist unbesucht. Laut interner Statistik sind nur 9% der virtuell aufgebauten Orte von mehr als 50 Avataren besucht worden, die meisten Orte bleiben komplett unbeachtet, kein Avatar lässt sich sehen. „Eine leere Welt ist eine traurige Welt”, lautet das Fazit der vertraulichen Analyse.
Sollte sich das ebenso ambitionierte wie teure Metaverse-Projekt von Facebook tatsächlich zu einem Flop entwickeln, dürfte der Trend bei der Meta-Aktie weiterhin abwärts zeigen. Sogar der Namenswechsel von der zwar umstrittenen, jedoch gut eingeführten Marke Facebook zu Meta könnte sich dann als Hypothek erweisen.
Das Metaverse hat übrigens eine Vorlage, die wenig Hoffnung macht. Second Life startete 2003 als virtuelle Welt und löste zunächst Begeisterung aus – allerdings vor allem bei Investoren, die viel Geld in die Software-Entwicklung der damaligen virtuellen Welt steckten. Konzerne konnten sich virtuelle Läden kaufen und virtuelle Veranstaltungen starten. Jedoch blieben die virtuellen Besucher aus. Nutzer fanden das echte Leben spannender als das Second Life. Die Second-Life-Plattform existiert zwar heute noch in abgewandelter Form, sie spielt in der breiten Öffentlichkeit aber keine Rolle mehr.
Die Aktien des großen Software- und Cloudanbieters Microsoft (WKN 870747) sind in diesem Jahr um satte 30% gefallen. Jetzt wird bekannt: Der US-Konzern will Personal abbauen, rund 1% der 200.000 Beschäftigten sollen betroffen sein, die genaue Zahl der Entlassungen aber bleibt ungenannt. Ein Microsoft-Sprecher erklärte: „Wir machen strukturelle Anpassungen.”
Die scheinen auch nötig zu sein, denn Microsoft verzeichnete zuletzt das geringste Gewinnwachstum der letzten zwei Jahre. Das Cloud-Geschäft ging stark zurück, auch die Sparte Videospiel läuft schlechter als gedacht. Anders als Meta/Facebook, das sich nach unserer aktuellen Einschätzung in virtuellen Welten zu verlieren droht, sehen wir bei Microsoft eher eine nur temporäre Formschwäche, welche sich in der Rückschau als Investitionschance herausstellen dürfte. Der Konzern verbessert seine Produkte kontinuierlich. Er stattet Industrie, Schulen und Verwaltungen aus; er ist für die amerikanische Wirtschaft und amerikanische Interessen zentral. Da die USA zunehmend China als Rivalen auf den Weltmärkten begreifen, werden fortschrittliche Softwareprodukte zur strategischen Ressource: Anlegern mit langem Atem braucht es um die Zukunft von Microsoft also nicht bange zu sein.
An den Märkten gehen die Wechselbäder weiter, wenn auch derzeit mit einem leicht positiven Unterton. Exemplarisch zeigt dies die Entwicklung im NASDAQ-100 während der Berichtswoche: Nachdem schon das alte Bewegungstief vom 16.6.2022 in den Vortagen unterboten wurde, eröffnete der Markt am vergangenen Donnerstag mit einem massiven Abwärts-Gap. Dies wäre eigentlich eine Bestätigung für den seit Mitte August laufenden Abwärtstrend an der US-Technologiebörse. Doch dieser Donnerstag hatte es in sich, denn der Markt schloss am Ende mit einer großen grünen Kerze und starken Umsätzen satte 2,3% im Plus – praktisch punktgenau auf dem Juni-Tief. Ein solcher Umkehrtag wird in der Regel positiv bewertet. Entsprechend eröffnete der Markt am Freitag mit einem kleinen Aufwärts-Gap – oberhalb des Juni-Tiefs –, zeigte im Sitzungsverlauf jedoch ein gegengenteiliges Kursverhalten. Der Index sackte mit einer langen roten Kerze um 3,10% in die Tiefe und lag damit wieder unter der Juni-Marke. Denkbar schlechte Vorgaben für den Folgetag also. Doch gegenüber dem Vortagesschluss sprang der NASDAQ 100 bereits zur Eröffnung um +275 Punkte nach oben und konnte im Sitzungsverlauf weiter leicht zulegen. Gestern dann der scheinbare Befreiungsschlag. Zur Eröffnung ein Sprung um weitere +306 Punkte, von denen dann aber nur +85 Punkte übrig blieben. Und heute? Richtig, da geht es wieder kräftig bergab.
Das Fazit aus dem ganzen Geschaukel ist, dass sich die Märkte im Moment schwertun, eine Vorzugsrichtung zu finden. Schon aus den makroökonomischen Daten, der Geld- und Fiskalpolitik sowie den geopolitischen Spannungen kommen ständig neue und oft widersprüchliche Impulse. Zudem ist in den USA bereits die Berichtssaison angelaufen, heute unter anderem mit den Zahlen der Schwergewichte Tesla, Procter & Gamble und IBM. Da die Quartalszahlen jeweils außerhalb der Handelszeiten veröffentlicht werden, ist auch weiter mit größeren Kursschwankungen zum Handelsbeginn zu rechnen. In welche Richtung diese gehen, ist dabei kaum zu prognostizieren. Allenfalls kann man aus der unmittelbar vorangegangenen Kursbewegung etwas über die Markterwartung und damit das positive bzw. negative Überraschungspotenzial ableiten. Wenn also beispielsweise die Kurse in Erwartung guter Zahlen im Vorfeld der Veröffentlichung bereits angestiegen sind, ist auch der Raum für Enttäuschungen größer, das verbliebene Potenzial aber kleiner geworden.
In der Rubrik Musterdepots & wikifolio berichten wir heute über unsere Musterdepots und über die Entwicklung in unserem wikifolio „Smart Investor – Momentum“. Sie können sich dort durch einfaches Blättern einen schnellen Überblick über die Transaktionen der letzten Wochen verschaffen. Um diesen Bereich lesen zu können, müssen Sie Abonnent des Smart Investor Magazins sein und sich auf der Smart-Investor-Website einloggen. Sollten Sie Ihr Passwort vergessen haben, fordern Sie bitte ein neues bei abo@smartinvestor.de an.
Der Kanzler sprach ein „Machtwort“ dessen Halbwertszeit bei genau sechs Monaten liegt. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die Energiepolitik des Landes auf der Basis von Ideologie oder Vernunft weitergeführt wird.
Frank Sauerland, Ralph Malisch
Renaissance der Kernkraft
Im Gegensatz zur Politik, deren weitester Horizont die nächste Wahl ist, müssen Investoren die Zukunft im Blick haben. In ihr liegen Chancen, aber auch Risiken. Blicken wir also auf … den Winter 2023/24.
Gerade noch sagte Bundeskanzler Olaf Scholz: „Es wird die gesetzliche Grundlage geschaffen, um den Leistungsbetrieb der Kernkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 sowie Emsland bis längstens zum 15.4.2023 zu ermöglichen.“
Was aber wird sich bis zum 15.4.2023 so
entscheidend geändert haben an der aktuell desaströsen Energielage
des Industriestandorts Deutschland? Gut, man wird dann durch den
Winter 2022/23 gestolpert sein. Und sonst? Wir wagen eine
Vorhersage:
- Für die Solaranlagen auf den Hausdächern wird im April 2023 die Sonne nachts noch immer nicht scheinen.
- Der Wind für die Windmühlen wird manchmal wehen und manchmal auch nicht.
- Industrietaugliche Batteriespeicher werden bis dahin nicht erfunden sein.
- Nirgendwo wird ein großtechnisch funktionierendes Wasserstoffkraftwerk grundlastfähigen Strom in Netze einspeisen.
- Es werden nicht genügend Überlandstromkabel verlegt sein.
- Gas wird knapp und teuer bleiben
- Fracking in Norddeutschland wird auch weiter verboten sein.
Ergo wird der Kanzler am 15.4.2023 vor der gleichen Knapp-und-teuer-Energielage stehen wie heute. Zwar wird er auch im April 2023 sechs einsatzklare Kernkraftwerke haben, die er aber dann, dank seines „Machtworts“ nicht mehr benutzen wird. Kleine Korrektur: Die er nicht mehr benutzen kann, weil keine neuen Brennstäbe bestellt werden. Die dunkle Jahreszeit, die Heizsaison 2023/24 wird dann ganze sechs Monate entfernt liegen …
Im Gegensatz zum Kanzler bedenken Investoren heute schon dieses Szenario und sehen die Risiken. Denn zukunftsorientierte Menschen finden sich nicht nur an der Börse, sondern auch in den Unternehmen. Und dort wird mit spitzem Bleistift gerechnet. Immer häufiger lautet das Ergebnis: Betriebsschließung, Insolvenz oder Abwanderung. Deutschland droht die Deindustrialisierung und damit massive Wohlstandsverluste. Natürlich gibt es in einem solchen Szenario auch Chancen – außerhalb Deutschlands: Frankreich, Tschechien und Schweden setzen verstärkt auf Kernkraft. Weltweit sind 57 neue Kernkraftwerke im Bau. 436 Kernkraftwerke sind in Betrieb, und die benötigen Brennstäbe – beispielsweise vom kanadischen Uranproduzenten Cameco.

Neuer Energie-Riese entsteht
Cameco (WKN: 882017) ist der größte Uranproduzent der westlichen Welt – und das Unternehmen will weiter wachsen. Zusammen mit Brookfield Renewable Partner plant Cameco, den Reaktor-Servicedienstleister Westinghouse Electric zu kaufen. Das ist das Unternehmen, welches der Bundesregierung schon im Frühjahr anbot, noch bis zum Jahresende Brennstäbe zu liefern, da in Deutschland wegen des Russland-Ukraine-Kriegs absehbar grundlastfähige Energie knapp werde.
Sobald Cameco Westinghouse Electric geschluckt haben wird, sind die Kanadier nicht länger nur Uran-Minenbetreiber. Sie werden zum Energieriesen, der auch Brennstäbe herstellt und die Servicebetreuung von Atomkraftwerken übernimmt. Um das Kapital für die Übernahme aufbringen zu können, will Cameco allerdings für 650 Mio. USD neue Aktien ausgeben. Bei den Altaktionären kam das letzte Woche nicht gut an. Sie sehen vor allem die Verwässerung ihrer Unternehmensbeteiligung. Der Cameco-Kurs gab über 16% nach. Doch das kann für Neuinteressenten eine Einstiegschance sein. In den vergangenen Jahren war der kalte November häufig ein guter Monat für den Cameco-Kurs. Die Wachstumsaussichten bleiben hervorragend. Die Kernkraft steht vor einer Renaissance – nicht in Deutschland, wohl aber im Rest der Welt.

„Facebooks“ Flop
Das Metaverse ist Facebooks Vision der virtuellen Welt von morgen. Das Metaverse könnte jedoch heute schon von gestern sein. Das lassen aktuelle Zahlen befürchten. Meta-Aktionäre sind alarmiert. Das Metaversum lässt sich nur mit und in einer Spezialbrille sehen, und man kann es nur als Avatar betreten. Ein Avatar ist eine Fantasiefigur, welche die eigene Person im Metaversum symbolisiert. Der Metaversum-Avatar sieht zumeist aus wie eine Mischung aus einer Comicfigur und einer Computeranimation. Meta Platforms (kurz Meta und vormals Facebook, WKN A1JWVX) setzte sich ursprünglich das Ziel, bis zum Jahresende monatlich 500.000 aktive Horizon Worlds-Besucher zu erreichen. Horizon Worlds nennt Meta die aktuelle Version seines Metaversums. In den letzten Wochen schauten allerdings nur 280.000 Besucher in die Horizon Worlds herein. Das geht aus einem internen Meta-Dokument hervor, das dem Wall Street Journal zugespielt wurde.
Schlimmer noch als die enttäuschende Besucherzahl ist eine weitere Beobachtung: Die meisten Erstbesucher kehren nach einem Kennenlernmonat nicht mehr in die Horizon Worlds zurück. Die virtuellen Attraktionen, Städte und Partys bleiben zumeist unbesucht. Laut interner Statistik sind nur 9% der virtuell aufgebauten Orte von mehr als 50 Avataren besucht worden, die meisten Orte bleiben komplett unbeachtet, kein Avatar lässt sich sehen. „Eine leere Welt ist eine traurige Welt”, lautet das Fazit der vertraulichen Analyse.
Sollte sich das ebenso ambitionierte wie teure Metaverse-Projekt von Facebook tatsächlich zu einem Flop entwickeln, dürfte der Trend bei der Meta-Aktie weiterhin abwärts zeigen. Sogar der Namenswechsel von der zwar umstrittenen, jedoch gut eingeführten Marke Facebook zu Meta könnte sich dann als Hypothek erweisen.
Das Metaverse hat übrigens eine Vorlage, die wenig Hoffnung macht. Second Life startete 2003 als virtuelle Welt und löste zunächst Begeisterung aus – allerdings vor allem bei Investoren, die viel Geld in die Software-Entwicklung der damaligen virtuellen Welt steckten. Konzerne konnten sich virtuelle Läden kaufen und virtuelle Veranstaltungen starten. Jedoch blieben die virtuellen Besucher aus. Nutzer fanden das echte Leben spannender als das Second Life. Die Second-Life-Plattform existiert zwar heute noch in abgewandelter Form, sie spielt in der breiten Öffentlichkeit aber keine Rolle mehr.

Microsofts Zukunft
Die Aktien des großen Software- und Cloudanbieters Microsoft (WKN 870747) sind in diesem Jahr um satte 30% gefallen. Jetzt wird bekannt: Der US-Konzern will Personal abbauen, rund 1% der 200.000 Beschäftigten sollen betroffen sein, die genaue Zahl der Entlassungen aber bleibt ungenannt. Ein Microsoft-Sprecher erklärte: „Wir machen strukturelle Anpassungen.”
Die scheinen auch nötig zu sein, denn Microsoft verzeichnete zuletzt das geringste Gewinnwachstum der letzten zwei Jahre. Das Cloud-Geschäft ging stark zurück, auch die Sparte Videospiel läuft schlechter als gedacht. Anders als Meta/Facebook, das sich nach unserer aktuellen Einschätzung in virtuellen Welten zu verlieren droht, sehen wir bei Microsoft eher eine nur temporäre Formschwäche, welche sich in der Rückschau als Investitionschance herausstellen dürfte. Der Konzern verbessert seine Produkte kontinuierlich. Er stattet Industrie, Schulen und Verwaltungen aus; er ist für die amerikanische Wirtschaft und amerikanische Interessen zentral. Da die USA zunehmend China als Rivalen auf den Weltmärkten begreifen, werden fortschrittliche Softwareprodukte zur strategischen Ressource: Anlegern mit langem Atem braucht es um die Zukunft von Microsoft also nicht bange zu sein.
Zu den Märkten
An den Märkten gehen die Wechselbäder weiter, wenn auch derzeit mit einem leicht positiven Unterton. Exemplarisch zeigt dies die Entwicklung im NASDAQ-100 während der Berichtswoche: Nachdem schon das alte Bewegungstief vom 16.6.2022 in den Vortagen unterboten wurde, eröffnete der Markt am vergangenen Donnerstag mit einem massiven Abwärts-Gap. Dies wäre eigentlich eine Bestätigung für den seit Mitte August laufenden Abwärtstrend an der US-Technologiebörse. Doch dieser Donnerstag hatte es in sich, denn der Markt schloss am Ende mit einer großen grünen Kerze und starken Umsätzen satte 2,3% im Plus – praktisch punktgenau auf dem Juni-Tief. Ein solcher Umkehrtag wird in der Regel positiv bewertet. Entsprechend eröffnete der Markt am Freitag mit einem kleinen Aufwärts-Gap – oberhalb des Juni-Tiefs –, zeigte im Sitzungsverlauf jedoch ein gegengenteiliges Kursverhalten. Der Index sackte mit einer langen roten Kerze um 3,10% in die Tiefe und lag damit wieder unter der Juni-Marke. Denkbar schlechte Vorgaben für den Folgetag also. Doch gegenüber dem Vortagesschluss sprang der NASDAQ 100 bereits zur Eröffnung um +275 Punkte nach oben und konnte im Sitzungsverlauf weiter leicht zulegen. Gestern dann der scheinbare Befreiungsschlag. Zur Eröffnung ein Sprung um weitere +306 Punkte, von denen dann aber nur +85 Punkte übrig blieben. Und heute? Richtig, da geht es wieder kräftig bergab.
Das Fazit aus dem ganzen Geschaukel ist, dass sich die Märkte im Moment schwertun, eine Vorzugsrichtung zu finden. Schon aus den makroökonomischen Daten, der Geld- und Fiskalpolitik sowie den geopolitischen Spannungen kommen ständig neue und oft widersprüchliche Impulse. Zudem ist in den USA bereits die Berichtssaison angelaufen, heute unter anderem mit den Zahlen der Schwergewichte Tesla, Procter & Gamble und IBM. Da die Quartalszahlen jeweils außerhalb der Handelszeiten veröffentlicht werden, ist auch weiter mit größeren Kursschwankungen zum Handelsbeginn zu rechnen. In welche Richtung diese gehen, ist dabei kaum zu prognostizieren. Allenfalls kann man aus der unmittelbar vorangegangenen Kursbewegung etwas über die Markterwartung und damit das positive bzw. negative Überraschungspotenzial ableiten. Wenn also beispielsweise die Kurse in Erwartung guter Zahlen im Vorfeld der Veröffentlichung bereits angestiegen sind, ist auch der Raum für Enttäuschungen größer, das verbliebene Potenzial aber kleiner geworden.
Musterdepots & wikifolio
In der Rubrik Musterdepots & wikifolio berichten wir heute über unsere Musterdepots und über die Entwicklung in unserem wikifolio „Smart Investor – Momentum“. Sie können sich dort durch einfaches Blättern einen schnellen Überblick über die Transaktionen der letzten Wochen verschaffen. Um diesen Bereich lesen zu können, müssen Sie Abonnent des Smart Investor Magazins sein und sich auf der Smart-Investor-Website einloggen. Sollten Sie Ihr Passwort vergessen haben, fordern Sie bitte ein neues bei abo@smartinvestor.de an.
Fazit
Der Kanzler sprach ein „Machtwort“ dessen Halbwertszeit bei genau sechs Monaten liegt. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die Energiepolitik des Landes auf der Basis von Ideologie oder Vernunft weitergeführt wird.
Frank Sauerland, Ralph Malisch
04.12.24
, Ralf Flierl
Zwanzigtausend Punkte
28.11.24
, Ralf Flierl
Schlechte Presse …
21.11.24
, Ralf Flierl
World of Trump
13.11.24
, Ralf Flierl
Karten neu gemischt
07.11.24
, Ralf Flierl
And the winner is …
31.10.24
, Ralf Flierl
Die Woche der Wahrheit
24.10.24
, Ralf Flierl
Anleger, hört die Signale!
17.10.24
, Ralf Flierl
Bruchlandung
09.10.24
, Ralf Flierl
Hü und hott
03.10.24
, Ralf Flierl
Völlig losgelöst
26.09.24
, Ralf Flierl
Abwärtsspirale
19.09.24
, Ralf Flierl
High Noon
12.09.24
, Ralf Flierl
"Fait accompli"
05.09.24
, Ralf Flierl
Es ist September …
29.08.24
, Ralf Flierl
Die Stimmung sinkt .. [...]
22.08.24
, Ralf Flierl
Lernen von den Großen
15.08.24
, Ralf Flierl
Nach dem Crash …
08.08.24
, Ralf Flierl
Powells Power …
01.08.24
, Ralf Flierl
"Hitten" Champions
25.07.24
, Ralf Flierl
Verlierer Varta …
18.07.24
, Ralf Flierl
Gold glänzt …
11.07.24
, Ralf Flierl
Rechts angetäuscht …
04.07.24
, Ralf Flierl
Das Superwahljahr …
27.06.24
, Ralf Flierl
Schöner wird’s „nie wiedia“
20.06.24
, Ralf Flierl
Schlaues Geld …
13.06.24
, Ralf Flierl
Nach der Wahl …
06.06.24
, Ralf Flierl
Kriegstrommeln werden lauter
30.05.24
, Ralf Flierl
Strom fürs Depot
23.05.24
, Ralf Flierl
Strategische Vorbereitungen
16.05.24
, Ralf Flierl
Wenn es plötzlich drückt
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 585,20 € | 574,40 € | 10,80 € | +1,88% | 17.04./22:01 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| US30303M1027 | A1JWVX | 796,21 $ | 479,89 $ | |
Werte im Artikel
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
585,20 € | +1,88% | 17.04.26 |
| Hamburg | 585,20 € | +2,20% | 17.04.26 |
| Frankfurt | 585,00 € | +2,15% | 17.04.26 |
| Nasdaq | 688,67 $ | +1,75% | 17.04.26 |
| NYSE | 688,60 $ | +1,68% | 17.04.26 |
| Stuttgart | 584,20 € | +1,65% | 17.04.26 |
| AMEX | 688,10 $ | +1,63% | 17.04.26 |
| München | 580,40 € | +1,36% | 17.04.26 |
| Xetra | 580,40 € | +1,31% | 17.04.26 |
| Düsseldorf | 579,30 € | +1,15% | 17.04.26 |
| Hannover | 578,80 € | +1,10% | 17.04.26 |
= Realtime
Aktuell
|
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Aktuelle Diskussionen
| Antw. | Thema | Zeit |
| 8141 | Facebook der Anfang vom End. | 13.04.26 |
| Ibiden Zahlen und AMD CC | 03.05.24 | |
| 1730 | Wer ist bei Facebook eingestie. | 31.07.23 |
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