China kommt aus der Pandemie – und die Schwellenländer profitieren. Es ist also höchste Zeit, die eigene Watchlist aufzufrischen. Dafür gibt es einige überraschende Kandidaten, was wiederum gar nicht so überraschend ist. Denn es wäre äußerst ungewöhnlich, wenn die Kursgewinner von morgen schon heute in aller Munde wären. Zu Publikumslieblingen werden diese nämlich in aller Regel erst, nachdem sie bereits kräftig gestiegen sind.
Die Fakten: Der MSCI China hat seit Oktober letzten Jahres rund 40% gewonnen und hat dabei auch etliche Schwellenländer-Indizes mit nach oben gezogen. Selbst die zuletzt gut gelaufenen europäischen und amerikanischen Märkte konnten da nicht mithalten.
Nun muss Chinas Börse die schnellen Kursgewinne verdauen. Analyst Michael Howell von CrossBorder Capital lenkt die Aufmerksamkeit daher auf Schwellenländer wie Taiwan, Singapur, Brasilien und Südkorea, die vom Boom in Fernost ebenfalls profitieren. Vielen Anlegern sei zwar klar, dass sich dort jetzt Chancen ergeben, aber die Erkenntnis sei noch nicht in Taten umgesetzt worden. Das sind gute Nachrichten, denn es bedeutet, dass potenzielle Käufer vor einem Einstieg stehen könnten – eine wichtige Voraussetzung für mögliche künftige Kursgewinne.
Bei Investitionen in Fernost und in Schwellenländern bleibt für hiesige Anleger allerdings das Problem der kulturellen und sprachlichen Hürden. Empfehlenswert kann daher der Kauf eines Fonds sein, der das Thema abdeckt, oder eines entsprechenden ETFs. So lassen sich Risiken verteilen. Wer selbst die überraschenden Kandidaten finden möchte, dem sei der noch aktuelle Smart Investor 2/2023 empfohlen. Für die Titelstory „Schwellenländer – über China, Brasilien, Indonesien & Co.“ geben tief mit der Materie befasste Experten, die teilweise vor Ort sitzen, Rat aus erster Hand. Der neue Smart Investor 3/2023 erscheint übrigens zum Wochenende und wird sich intensiv mit Dividendenstrategien sowie attraktiven Dividendentiteln auseinandersetzen. Auch da sollte einiges für die Watchlist dabei sein.
|