Das schlaue Geld fließt dorthin, wo Kundenwünsche geweckt und befriedigt werden. Das gelingt trotz aller Unkenrufe den Amerikanern immer noch am besten, und der heißeste Trend in Übersee ist nach wie vor AI: bisher übersetzt als „Artificial Intelligence“. Nach Tim Cooks gelungenem Developers-Conference-Auftritt heißt AI vielleicht bald „Apple Intelligence“? Ja, auch im Marketing sind die Amis Weltklasse. Klingeln gehört zum Geschäft und ist nicht verwerflich. Genauso wenig ist es verwerflich, dem bestehenden (AI-)Trend zu folgen. Denn weder muss ein Anleger die Finanzwelt neu erfinden, noch ständig nach unentdeckten Perlen suchen. Sein einziges „Muss“ ist der Gewinn. Das ist egoistisch und dient doch der Allgemeinheit, da es Kapital dorthin lenkt, wo es mit Wahrscheinlichkeit am sinnvollsten verwendet wird. Der VanEck Semiconductor ETF (WKN: A2QC5J) ist hier ein wunderbarer Hinweisgeber. Seit Jahresbeginn legte er bislang um satte 50% zu. Der Aufgalopp startete pünktlich im Januar und dauerte bis März. Der Halbleiter-ETF legte bis Mitte April eine Verschnaufpause ein, setzt dann zum Parforceritt an. Die größten Positionen im ETF: Nvidia, TSMC, Broadcom, ASML, AMD, Qualcomm, Texas Instruments, AMD, Intel. Es sind die üblichen Verdächtigen aus den USA, Taiwan und den Niederlanden. Aber wie gesagt, nicht das Aufspüren unentdeckter Anlageperlen ist die vornehmste Pflicht smarter Investoren, sondern das Erzielen von Börsengewinnen. Derzeit werden die dort gemacht, wo fortschrittlichste Technologien für die Konsumenten der Welt entwickelt und produziert werden.
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