Auch die strebsamen Anzugträger von der Wallstreet, die Bilanzen zum Frühstück und Kurse zum Kaffee einnehmen, „verschnabulieren“ in schwachen Minuten – wenn sie glauben, keiner merke es – gern mal einen süßen, ach was, einen geradezu schlüpfrigen Info-Snack …
Die Macher des stockseriösen Wall Street Journals, dem Leib-und-Magenblatt der Geldstreber von Manhattan, wissen das natürlich — und servieren. Zum Beispiel den Info-Snack von Elon Musk, dem Ausnahmeunternehmer, welcher mit Tesla und PayPal zum reichsten Mann der Erde wurde. Der frönt jetzt ebenso öffentlich wie hemmungslos seiner Vorliebe für Raketen, je länger und dicker sie sind, je höher sie schießen, umso besser. Falcon Super Heavy ist die derzeit höchste und dickste Evolutionsstufe. Doch Musk scheint das alles nicht zu reichen, nun bringt er auch noch seine höchstpersönliche „Rakete“ ins Spiel. Letzten Sonntag twitterte er laut Wall Street Journal: „I propose a literal dick measuring contest.”
Wir lassen das hier lieber unübersetzt … Es dreht sich um einen … also um einen Raketenvergleich … sozusagen; und zwar mit seinem, also Musks, liebstem Fehdefreund Mark Zuckerberg. Auch der ist ein ziemlich reicher Mann, Gründer und Betreiber von Facebook, an der Börse als Meta notiert, die aktuell die Nase vorn hat. Genüsslich berichtet das Wall Street Journal – da man schon einmal dabei ist – weitere schlüpfrige Witze und derbe Sprüche, die sich Musk in den vergangenen Jahren leistete. Die sorgten zuverlässig für Empörung oder Begeisterung, je nachdem, wo man steht: Endlich ein Firmenlenker, der sich in der aalglatten US-Business-Welt noch traut, authentisch aufzutreten und zu reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, während die meisten CEOs mit schmalgepressten Lippen durchs firmenöffentliche Leben huschen und höchstens mal Verlautbarungen verlesen, die von mindestens drei Juristen gegengezeichnet wurden.
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