Shell hat turbulente Tage hinter sich. Nach einem durchwachsenen Update für das vierte Quartal geriet der Titel zuletzt unter Druck, belastet durch Warnungen vor schwachen Ergebnissen in der Handelssparte. Doch zum Wochenstart sendet der Energie-Riese ein operatives Lebenszeichen aus Südamerika, das den Fokus der Anleger wieder auf das Kerngeschäft lenken soll.
Expansion in Brasilien
Am Montag bestätigte der Konzern die Vergabe eines bedeutenden Liefervertrags an den französischen Hersteller Vallourec für das Orca-Projekt in Brasilien. Der Auftrag umfasst die Lieferung von nahtlosen Stahlrohren und speziellen Verbindungen, die für die Erschließung des Tiefsee-Feldes kritisch sind.
Auch wenn Shell keine finanziellen Details nannte, passt der Deal zur übergeordneten Strategie: Der Fokus liegt weiterhin auf hochprofitablen Upstream-Projekten. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist kein Zufall, da das Management erst kürzlich steigende Produktionsvolumina für das letzte Quartal 2025 in Aussicht gestellt hatte.
Licht und Schatten im vierten Quartal
Die Nachricht über den Ausbau in Brasilien dient als willkommenes Gegengewicht zur jüngsten Skepsis am Markt. Das Ende letzter Woche veröffentlichte Update für das vierte Quartal 2025 zeichnete ein gespaltenes Bild der operativen Lage:
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- Stärke im Kerngeschäft: Die Upstream-Produktion soll auf 1,84 bis 1,94 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag steigen. Auch das Flüssigerdgas-Geschäft (LNG) zeigt sich mit prognostizierten 7,5 bis 7,9 Millionen Tonnen robust.
- Schwäche im Handel: Im Gegensatz dazu warnte Shell vor „signifikant niedrigeren“ Ergebnissen im Handelsbereich (Trading) und einem deutlichen Verlust in der Chemiesparte, verursacht durch steuerliche Anpassungen.
Diese Diskrepanz belastete den Kurs, der aktuell bei 30,50 Euro notiert und auf Wochensicht rund 4,5 Prozent verlor. Analysten werten den neuen Auftrag nun als Bestätigung, dass die fundamentalen Wachstumstreiber im Öl- und Gasgeschäft intakt sind, auch wenn die volatilen Handelsgewinne aktuell ausbleiben.
Aktienrückkäufe als Stütze
Trotz des Gegenwinds in der Chemie- und Handelssparte hält Shell an seiner aktionärsfreundlichen Kapitalallokation fest. Daten vom vergangenen Freitag belegen, dass das Unternehmen im Rahmen seines laufenden Programms erneut über zwei Millionen eigene Aktien zurückgekauft hat. Diese konsequenten Rückkäufe fungieren in Phasen operativer Gemengelage oft als stabilisierender Faktor für den Aktienkurs.
Konkreter Ausblick
Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich nun auf den 5. Februar 2026. An diesem Tag wird Shell die finalen Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Entscheidend wird dabei sein, ob die Volumensteigerungen im Upstream- und Gasgeschäft ausreichen, um die Rückgänge im Trading und die Verluste im Chemiebereich rechnerisch zu kompensieren.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 37,245 € | 38,83 € | -1,585 € | -4,08% | 17.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| GB00BP6MXD84 | A3C99G | 41,32 € | 28,20 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
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37,245 € | -4,08% | 17.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 45,55 $ | +2,31% | 17.04.26 |
| München | 36,785 € | -3,26% | 17.04.26 |
| Stuttgart | 37,37 € | -3,61% | 17.04.26 |
| Frankfurt | 37,305 € | -4,28% | 17.04.26 |
| Hamburg | 37,02 € | -4,85% | 17.04.26 |
| Düsseldorf | 36,89 € | -4,96% | 17.04.26 |
| Hannover | 36,75 € | -5,39% | 17.04.26 |
| Xetra | 36,71 € | -5,48% | 17.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 360 | Die "neue" SHELL | 16.04.26 |
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| Löschung | 19.04.22 |










