Ein Raketenangriff auf die weltgrößte Gasverflüssigungsanlage in Katar hat die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzt. Mittendrin befindet sich Shell, dessen Pearl-GTL-Anlage bei den jüngsten Eskalationen am Golf direkt getroffen wurde. Während die physischen Schäden einen schweren operativen Rückschlag bedeuten, treiben die stark steigenden Gaspreise paradoxerweise den Wert der restlichen Unternehmenswerte in die Höhe.
Am Mittwochabend wurde die Industrieebene Ras Laffan Ziel eines iranischen Angriffs. In der von Shell und QatarEnergy betriebenen Pearl-GTL-Anlage brach daraufhin ein Feuer aus, das zügig gelöscht werden konnte. Alle Mitarbeiter blieben unversehrt. Die Tragweite des Vorfalls reicht jedoch weit über die direkten Brandschäden hinaus. Ras Laffan ist für rund 20 Prozent des weltweiten LNG-Angebots verantwortlich. Laut Angaben von QatarEnergy wurden zwei Produktionslinien schwer beschädigt. Die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen und jährlich 12,8 Millionen Tonnen LNG vom Markt nehmen.
Doppelschneidiges Schwert für Investoren
Die Reaktion der Rohstoffmärkte folgte prompt. Britische Erdgaspreise schossen in der Spitze um über 20 Prozent nach oben, während die Sorte Brent zeitweise die Marke von 115 US-Dollar pro Barrel durchbrach. Für Shell ergibt sich daraus eine komplexe Lage. Einerseits drohen durch den Ausfall der Milliardeninvestition am Golf erhebliche Einbußen bei den kurzfristigen Gewinnen. Andererseits wertet der sprunghafte Anstieg der globalen Energiepreise das Portfolio außerhalb Katars auf. An der Börse zeigt sich der Titel mit einem aktuellen Kurs von 39,69 Euro und einem Plus von über 23 Prozent seit Jahresbeginn weiterhin robust, während der breite Londoner Aktienmarkt am Donnerstag deutliche Verluste verbuchte.
Dividende fließt trotz Krise
Ungeachtet der geopolitischen Turbulenzen hält der Energiekonzern an seiner Ausschüttungspolitik fest. Das laufende Aktienrückkaufprogramm wird planmäßig fortgesetzt. Allein am Donnerstag erwarb das Unternehmen knapp 1,6 Millionen eigene Papiere über verschiedene Handelsplätze. Auch die anstehende Gewinnausschüttung für das vierte Quartal 2025 bleibt von den Ereignissen unberührt:
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- Auszahlungsdatum: 30. März 2026
- Dividende pro Aktie: 0,372 US-Dollar
- Entsprechender Euro-Betrag: 0,3227 Euro
Die langfristigen Folgen für den globalen Energiemarkt sind gravierend. Da QatarEnergy bereits die höhere Gewalt ("Force Majeure") für die gesamte LNG-Produktion ausgerufen hat und ein Neustart laut Unternehmensführung erst nach einem Ende der Feindseligkeiten möglich ist, steuert der Markt auf ein strukturelles Defizit zu. Shell wird in den kommenden Tagen weitere Updates zu den genauen Schadensbewertungen an der Pearl-GTL-Anlage veröffentlichen.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 37,415 € | 37,28 € | 0,135 € | +0,36% | 20.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| GB00BP6MXD84 | A3C99G | 41,32 € | 28,20 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
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37,415 € | +0,36% | 20.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 45,062 $ | +3,83% | 20.04.26 |
| Xetra | 37,595 € | +2,41% | 20.04.26 |
| Hannover | 37,545 € | +2,16% | 20.04.26 |
| München | 37,44 € | +1,78% | 20.04.26 |
| Düsseldorf | 37,525 € | +1,72% | 20.04.26 |
| Frankfurt | 37,885 € | +1,55% | 20.04.26 |
| Hamburg | 37,545 € | +1,42% | 20.04.26 |
| Stuttgart | 37,31 € | -0,16% | 20.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
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