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VanEck Semiconductor ETF: RSI 31,3 nach 27 Prozent Minus

Der Fonds legte am Freitag zu; TSMC erhielt ein höheres Kursziel, während Nvidias Quartalsbericht noch aussteht.

VanEck Semiconductor ETF: RSI 31,3 nach 27 Prozent Minus

Der VanEck Semiconductor UCITS ETF schloss am Freitag mit einem Plus von 3,1 Prozent bei 76,18 Euro. Die Erholung fiel zusammen mit einer breiten Gegenbewegung an den US-Halbleitermärkten: Laut Reuters stieg der Philadelphia Semiconductor Index um 4,2 Prozent, nachdem Anleger zuvor wegen Sorgen über eine strengere KI-Regulierung unter demokratischer Kongressmehrheit und mögliche Verzögerungen beim Ausbau von Rechenzentren Chipaktien abgestoßen hatten.

Die Rückkäufe folgten auf eine Phase deutlicher Verunsicherung in der Branche. Zu den Belastungsfaktoren zählten auch unternehmensspezifische Nachrichten: Qualcomm meldete laut Reuters für das vierte Geschäftsquartal einen Rückgang der Umsätze mit Smartphone-Chips um 26 Prozent auf 5,14 Milliarden Dollar.

Die Nachrichtenagentur führte den schwachen Ausblick des Unternehmens sowie Sorgen über nachlassende Investitionen in KI-Infrastruktur als Gründe für den anschließenden Ausverkauf bei Halbleiterwerten an.

Nicht alle Unternehmenszahlen fielen schwach aus. Arm Holdings verzeichnete im zweiten Geschäftsquartal einen Umsatzanstieg von 27 Prozent auf 1,443 Milliarden Dollar, getrieben von der Nachfrage nach KI-bezogenen Recheneinheiten, wie Reuters berichtete. Das zeigt, dass die Branche trotz der jüngsten Verwerfungen von strukturellem Wachstum im KI-Segment profitiert – ein Muster, das sich auch im breit gestreuten Portfolio des VanEck-ETF widerspiegelt.

Blick auf Taiwan Semiconductor und anstehende Nvidia-Zahlen

Auch bei Taiwan Semiconductor Manufacturing, einer der größten Positionen in Halbleiter-ETFs, gab es zuletzt eine positive Einschätzung: Bernstein-Analyst Mark Li hob sein Kursziel für TSMC auf 600 von zuvor 554 Dollar an und bestätigte die Einstufung „Outperform“.

Die Anhebung erfolgte im Umfeld der jüngsten Branchenzahlen und unterstreicht das Vertrauen einzelner Analysten in die langfristige Nachfrage nach fortschrittlichen Chipfertigungskapazitäten.

Im Mittelpunkt der kommenden Handelswoche steht die Berichtssaison der großen Chipkonzerne: Nvidia soll seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal am 17. November vorlegen, wobei dieser Termin bislang nicht offiziell vom Unternehmen bestätigt wurde.

Anleger werten die Ergebnisse als wichtigen Gradmesser dafür, ob die KI-getriebene Nachfrage nach Halbleitern robust bleibt oder ob sich die zuletzt aufgekommenen Sorgen über eine Abkühlung bei Investitionen in Rechenzentren bestätigen.

Der Kursverlauf des ETF bleibt entsprechend volatil: Mit einem RSI von 31,3 signalisiert der Fonds technisch eine überverkaufte Lage, nachdem der Kurs binnen 30 Tagen um 27 Prozent nachgegeben hatte. Die Erholung vom Freitag deutet darauf hin, dass Anleger die jüngsten Kursverluste zumindest teilweise als übertrieben einordnen – die endgültige Richtung dürfte jedoch erst die anstehenden Quartalszahlen der großen Branchenvertreter klären.

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