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FLOWPROMOTE-Studie: Plaquevolumen sinkt mit zwei Wirkstoffen um 21,1 Prozent

Bei stabiler KHK reduzierte Rosuvastatin mit Ezetimib das Plaquevolumen stärker als Atorvastatin allein; Auswirkungen auf Ereignisraten bleiben ungeklärt.

FLOWPROMOTE-Studie: Plaquevolumen sinkt mit zwei Wirkstoffen um 21,1 Prozent

Eine intensive Senkung des Cholesterinspiegels kann Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen messbar zurückbilden. Das zeigt eine Ende Oktober 2026 in der Fachzeitschrift JAMA Cardiology veröffentlichte Untersuchung des FLOWPROMOTE-Studienteams aus Dänemark.

Die randomisierte Studie verglich zwei medikamentöse Behandlungsansätze bei Patientinnen und Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit (KHK) und dokumentierte eine signifikante Verringerung des Gesamtplaquevolumens durch eine Kombinationstherapie.

Stärkere Senkung des LDL-Cholesterins im Kombinationsarm

An der Untersuchung unter Federführung des Aarhus University Hospital und der Aarhus University nahmen 104 zuvor statinnaive Erwachsene mit stabiler KHK teil. Bei den Teilnehmenden lag eine Gefäßverengung von über 50 Prozent sowie ein FFR-CT-Wert von 0,80 oder darunter vor. Das Durchschnittsalter der Gruppe betrug 64 Jahre, der Männeranteil lag bei 79 Prozent.

Die Probanden wurden in zwei Behandlungsgruppen aufgeteilt: Ein Arm erhielt täglich eine Kombination aus 40 mg Rosuvastatin und 10 mg Ezetimib, während der Vergleichsarm mit einer Monotherapie von täglich 40 mg Atorvastatin behandelt wurde.

Unter der Kombinationstherapie sank das LDL-Cholesterin um 65 Prozent von durchschnittlich 127,4 auf 42,5 mg/dL. In der Atorvastatin-Gruppe verringerte sich der Wert um 38 Prozent von 119,7 auf 69,5 mg/dL. Die bildgebende Kontrolle mittels CT-Angiographie erfolgte zu Beginn der Behandlung sowie nach 9 und 18 Monaten.

Signifikanter Rückgang des Gesamtplaquevolumens

Die stärkere Lipidsenkung spiegelte sich direkt im Zustand der Herzkranzgefäße wider. Das Gesamtplaquevolumen ging in der Kombinationsgruppe um 21,1 Prozent zurück, verglichen mit einem Rückgang von 13,6 Prozent unter der Monotherapie (p=0,02). Dies entspricht einer Differenz von 7,5 Prozentpunkten beziehungsweise relativ rund 55 Prozent mehr Plaquereduktion. In absoluten Werten belief sich der Rückgang auf -69,8 mm³ gegenüber -39,0 mm³, was einer Differenz von -30,9 mm³ entspricht.

Eine Plaqueregression wurde bei 47 von 52 Teilnehmenden (rund 90 Prozent) im Rosuvastatin-Ezetimib-Arm festgestellt, verglichen mit 38 von 51 Personen (rund 75 Prozent) im Atorvastatin-Arm. Die Auswertung zeigte zudem, dass niedrigere LDL-C-Werte linear mit einer ausgeprägteren Plaqueregression verknüpft waren.

Besonders deutlich fiel der Effekt bei nicht-kalzifizierten Plaques aus. Hier verzeichnete die Kombinationstherapie ein Minus von 28,2 Prozent (-82,3 mm³), während die Monotherapie einen Rückgang um 20,0 Prozent (-53,5 mm³) erzielte.

Ein Rückgang dieser Plaquetypen trat bei 98 Prozent der Patienten unter der Kombination auf, verglichen mit 77 Prozent im Kontrollarm. Kalzifizierte Plaques nahmen hingegen in beiden Studienarmen in ähnlichem, geringem Maße zu.

Einordnung der Studienergebnisse

Frühere bildgebende Studien zur Plaquereduktion hatten meist nur Regressionen zwischen 1 und 5 Prozent verzeichnet. Zu den früheren Vergleichsarbeiten zählen die PRECISE-IVUS-Studie aus dem Jahr 2015 mit 202 Patienten, die Regressionsraten von 78 Prozent gegenüber 58 Prozent erfasste, sowie die PACMAN-AMI-Studie an 300 Patienten unter Einsatz von Alirocumab über 52 Wochen.

Das dänische Studienteam wies darauf hin, dass eine intensive LDL-Senkung Atherosklerose zwar teilweise zurückbilden könne, dies jedoch keine vollständige Heilung der Erkrankung bedeute.

Da die Stichprobengröße mit 104 Teilnehmenden relativ klein war und der Nachbeobachtungszeitraum 18 Monate betrug, lässt die FLOWPROMOTE-Studie keine Aussagen über die Auswirkungen auf Herzinfarkt-, Schlaganfall- oder Sterberaten zu.

Ob die stärkere morphologische Plaqueregression das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse tatsächlich senkt, bleibt Gegenstand weiterer klinischer Abklärungen.

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