Super Micro Computer Aktie: Unverhoffte Stolpersteine?




06.08.25 23:30
Börse Global

Super Micro Computer Aktie

Die Aktie von Super Micro Computer ist nach der Vorlage der Quartalszahlen unter Druck geraten. Das Unternehmen verfehlte sowohl bei den Erträgen als auch beim Umsatz die Erwartungen der Analysten. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,41 Dollar und damit unter der Prognose von 0,44 Dollar. Auch der Umsatz von 5,8 Milliarden Dollar blieb hinter den erwarteten 5,96 Milliarden Dollar zurück.


Besonders bitter für die Anleger: Die Guidance für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 fiel ebenfalls schwächer aus als erhofft. Das Management prognostiziert Erträge zwischen 0,40 und 0,52 Dollar je Aktie sowie Erlöse von 6 bis 7 Milliarden Dollar. Die Wall Street hatte mit 0,59 Dollar je Aktie und 6,59 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet.


Margen bleiben problematisch


Ein weiterer Schwachpunkt zeigt sich bei den Bruttomargen. Diese sollen im ersten Quartal bei etwa 9,5 Prozent verharren - genau wie im abgelaufenen Quartal. Analysten hatten jedoch mit 10 Prozent gerechnet. Das Margenproblem ist hausgemacht: Kapitalengpässe hatten die Produktion begrenzt, während Spezifikationsänderungen eines Großkunden zu Verzögerungen bei der Umsatzrealisierung führten.


Die negativen Nachrichten ließen die Aktie im vorbörslichen Handel um über 16 Prozent abstürzen. Dennoch gibt es auch positive Signale: Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatz von rund 33 Milliarden Dollar. Das läge deutlich über der Analystenschätzung von 30,1 Milliarden Dollar.


Barclays hebt Kursziel trotz Problemen an


Trotz der durchwachsenen Quartalsergebnisse zeigt sich Barclays optimistisch. Die Investmentbank hob ihr Kursziel von 29 auf 45 Dollar an, belässt die Aktie aber bei "Equalweight". Die Begründung: Die Kapitalengpässe seien inzwischen behoben, große Kundenaufträge würden in den kommenden Quartalen abgearbeitet.


Das Wachstum bleibt jedoch ungleichmäßig verteilt. Mit einer Prognose von 6,5 Milliarden Dollar für das erste Quartal gegenüber mindestens 33 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr wird deutlich, dass der Großteil der Erlöse erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet wird. Grund sind anhaltende Engpässe bei Chips und Ressourcen sowie wartende Kunden auf die neue GB300-Generation.


Das Unternehmen setzt auf seine neuen DCBBS-Lösungen, die nicht nur Cloud-Anbieter, sondern auch staatliche und Unternehmenskunden ansprechen sollen. Diese könnten langfristig die Margen verbessern - aktuell bleiben sie jedoch ein Schwachpunkt in der Wachstumsstory.


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