Während der norwegische Energieriese Equinor strategische Meilensteine bei Großprojekten feiert, schlagen die Analysten von Morgan Stanley Alarm. Die Investmentbank stuft den Titel heute überraschend auf "Underweight" herab – und warnt vor einer gefährlichen Abhängigkeit vom Ölpreis. Droht dem Konzern trotz voller Orderbücher eine Liquiditätsklemme?
Machtpoker um die Dividende
Der Kern der Kritik: Equinors hohe Sensitivität gegenüber den Öl- und Gaspreisen. Morgan Stanley fürchtet bei einem Brent-Preis von 60 Dollar im Jahr 2026 einen dramatischen Einbruch der freien Cashflows auf nur noch 2,7 Milliarden Dollar. Das Problem: Nach Leasingzahlungen bliebe kaum noch Spielraum für die übliche Jahresdividende von 4 Milliarden Dollar – von Aktienrückkäufen ganz zu schweigen.
Diese düstere Prognose trifft den Konzern in einer Phase strategischer Ambitionen. Gleichzeitig mit der Herabstufung verkündete Equinor heute zwei wichtige Projekt-Fortschritte: eine Schlüsselvereinbarung für die FPSO-Einheit des Bay du Nord Tiefsee-Projekts vor Kanada und einen neuen Wartungsvertrag für Offshore-Anlagen.
Großprojekte vs. Analystenskepsis
Das Bay du Nord Projekt unterstreicht Equinors langfristige Ausrichtung. In Partnerschaft mit BP soll die Anlage bis zu 160.000 Barrel Öl täglich fördern – geschätzte 400 Millionen Barrel förderbares Leichtöl machen es zu einem Schwergewicht im Portfolio. Die Front-End-Engineering-Design-Phase soll Anfang 2026 starten.
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Doch diese Investitionen kollidieren mit der analystenseitigen Skepsis. Morgan Stanley senkte nicht nur das Rating, sondern auch das Kursziel von 24,80 auf 23,00 Dollar. Sie folgen damit einem Trend: Auch JPMorgan, HSBC, UBS und andere Häuser haben Equinor in den letzten Monaten herabgestuft.
Zwischen den Fronten
Equinor navigiert derzeit zwischen konträren Anforderungen: Einerseits treibt der Konzern traditionelle Öl- und Gasprojekte voran, andererseits hält er an seinen Ambitionen im Offshore-Windgeschäft fest. Trotz einer Abschreibung von 955 Millionen Dollar im zweiten Quartal 2025 due to regulatorischer Änderungen beteiligte sich Equinor gerade erst an einer Kapitalerhöhung von Ørsted mit bis zu 939 Millionen Dollar.
Die Quartalszahlen zeigten zuletzt gemischte Signale: Während der bereinigte Gewinn je Aktie leicht unter den Erwartungen blieb, übertraf der Umsatz von 25,12 Milliarden Dollar die Prognosen deutlich. Die US-Onshore-Förderung stieg um 28 Prozent – getrieben von höheren Gaspreisen.
Kann Equinor seinen Balanceakt zwischen strategischen Investitionen und Analystenerwartungen meistern? Die Antwort könnte davon abhängen, ob die Ölpreise mitspielen – oder ob die düsteren Cashflow-Prognosen von Morgan Stanley Wirklichkeit werden.
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