Der Stahlriese ArcelorMittal steckt in der Zwickmühle. Während das Unternehmen einerseits Milliarden für die grüne Transformation verspricht, stoppt es gleichzeitig wichtige Öko-Projekte in Europa. Die Diskrepanz zwischen Ankündigung und Realität könnte Investoren teuer zu stehen kommen – und wirft die Frage auf: Verliert der Konzern den Anschluss im Wettlauf um nachhaltigen Stahl?
Grüne Projekte gestoppt – Lobbyarbeit läuft
In einer überraschenden Wende hat ArcelorMittal mehrere bedeutende Öko-Stahl-Projekte in Deutschland, Frankreich und Belgien gestoppt oder massiv verzögert. Als Grund nennt der Konzern ein "nicht unterstützendes politisches Umfeld" der EU. Doch während sich das Unternehmen öffentlich zu Klimazielen bekennt, läuft hinter den Kulissen intensive Lobbyarbeit gegen zentrale EU-Klimapolitiken.
Die Organisation InfluenceMap bewertet ArcelorMittal mit lediglich "C–" für sein Klima-Engagement. Der Konzern soll gegen den CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) und das Industrie-Dekarbonisierungsgesetz lobbyieren. Noch deutlicher wird das Bild beim Blick auf die Zahlen: Im ersten Halbjahr 2025 gab ArcelorMittal nur etwa 100 Millionen US-Dollar für Dekarbonisierung aus – bei einem Jahresbudget von 300-400 Millionen US-Dollar.
Investitionen in Polen – Probleme in Afrika
Während in Westeuropa die Öko-Projekte stocken, fließen in Polen Millionen. ArcelorMittal investiert 100 Millionen Złoty in Umwelt- und Technologie-Upgrades im Werk Dąbrowa Górnicza. Modernisierte Staubabsauganlagen und reparierte Schlackengranulationssysteme sollen Emissionen reduzieren und die Produktionssicherheit erhöhen.
Doch andere Regionen bereiten massive Kopfschmerzen:
- In Südafrika meldet ArcelorMittal Africa (AMSA) zwar geringere Verluste, aber sinkende Umsätze (-16,5%) und Absatzmengen (-11%)
- Das Long-Stahl-Geschäft soll bis 30. September 2025 eingestellt werden
- In der Ukraine operiert das Werk Kryvyi Rih nur noch mit halber Kapazität und verzeichnet allein in den ersten fünf Monaten 2025 einen Nettoverlust von 3,8 Milliarden Hrywnja
Wende oder Abwärtsspirale?
Die Aktie zeigt sich mit einem Plus von über 49 Prozent seit Jahresbeginn erstaunlich robust. Doch kann diese Performance angesichts der fundamentalen Widersprüche Bestand haben? Der Stahlriese muss beweisen, dass er den Spagat zwischen kurzfristiger Profitabilität und langfristiger Nachhaltigkeit meistert – bevor Investoren die Geduld verlieren.
Arcelormittal-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Arcelormittal-Analyse vom 25. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Arcelormittal-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Arcelormittal-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Arcelormittal: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 50,36 € | 50,46 € | -0,10 € | -0,20% | 27.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU1598757687 | A2DRTZ | 57,34 € | 24,69 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
50,52 € | -0,94% | 21:14 |
| Hamburg | 50,78 € | +0,32% | 08:03 |
| Xetra | 50,36 € | -0,20% | 17:35 |
| Hannover | 50,34 € | -0,51% | 17:25 |
| Stuttgart | 50,30 € | -1,30% | 21:56 |
| Düsseldorf | 51,14 € | -1,46% | 24.04.26 |
| Frankfurt | 50,30 € | -1,64% | 21:47 |
| München | 50,44 € | -1,68% | 18:52 |
|
| Antw. | Thema | Zeit |
| 2109 | Arcelor Mittal S.A. (WKN: A0. | 05.02.26 |
| 45 | Kaufen, wenn die Kanonen don. | 27.08.13 |
| 5 | Blaues Hufeisen liebt Arcelormi. | 03.07.12 |
| 203 | ThyssenKrupp | 11.01.09 |








