Brexit: Wo ist eigentlich das Problem?

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neuester Beitrag:  25.04.21 09:51
eröffnet am: 26.06.16 11:43 von: Karlchen_V Anzahl Beiträge: 229
neuester Beitrag: 25.04.21 09:51 von: Utagmysa Leser gesamt: 20121
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26.06.16 11:43 #1 Brexit: Wo ist eigentlich das Problem?
Aktienkurse? Nö. Der Dax steht jetzt da, wo er vor zwei Wochen war. Dann kam ein gewisser Hype, weil all die Oberschlauen überzeugt waren, dass es nicht zum Brexit kommen würde. Kann man vergessen.

All die düsteren Szenarien gehen im Kern von einem Punkt aus: der Kapitalflucht aus UK. Dadurch würde dann das Pfund abwerten, die Preise in UK steigen usw. Aber warum sollte es zu einer Kapitalflucht kommen? Mir fällt da nix Fundamentales ein - lediglich Psychologie. Da ist viel eher der Euro ein Abwertungskandidat, da nun noch deutlicher wird, dass die EU ziemlich auf Sand gebaut ist.

Handel? Eigentlich auch kein Problem. Man kann fix bilaterale Handelsverträge schließen und dann hat sich die Sache. Eigentlich. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass es ne ganze Menge EU-Fuzzies gibt, die das torperdieren wollen: um UK zu bestrafen und um ein abschreckendes Beispiel in die Welt zu setzen. Das würde zwar die anderen europäischen Länder schädigen, aber das wäre wohl den Technokraten. Das eigentliche Problem liegt mal wieder da, wo es immer liegt: in Brüssel. Da kann man nur hoffen, dass so exportabhängige Länder wie D den Spielchen nicht folgen.

Man wird sehen, ob man nun in der Lage ist, rational zu handeln oder ob von interessierter Seite richtig Sand ins Getriebe geworfen wird. Eine Leute sind in dieser Hinsicht ja schon vorgeprescht, wie unser unsäglicher Martin Schulz.


 
26.06.16 12:23 #2 #1 -
ich kann es mir ebenso gut vorstellen, dass man jetzt anfängt England ganz "schön" madig zu machen. Darin ist die EU gut geübt (siehe aktuelle politische Auseinandersetzungen).
Dem M Schulz habe gestern kurz bei seine Stellungnahme zugehört. Das war an Überheblichkeit und Arroganz kaum mehr steigerungsfähig. EU wird sich verändern?! ... wers glaubt ...  
26.06.16 12:35 #3 Der M.Schulz hat doch allen Grund
zu Überheblichkeit und Arroganz. Wenn so ein dreister, schmarotzender und einfältiger Mensch Präsident des EU Parlaments werden kann, muss er etwas einzigartiges haben.

Oder Eintein hat Recht. Unendlich sei lediglich das Weltall und die menschliche Dummheit, wobei er sich mit dem Weltall nicht sicher sei!

Ahoi BL
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Quod licet Iovi non licet bovi...
26.06.16 12:38 #4 #1 mal abwarten. Meiner Meinung nach werden
die Auswirkungen - ob politischer oder wirtschaftlicher Natur - deutlich unterschätzt.  
26.06.16 12:46 #5 London leaves UK and goes with EU
26.06.16 12:54 #6 Es gibt hier
ein Paar wenige, die die EU in höchsten Tönen loben - wg. Umgang mit Russland. Mal schön beobachten, wie diese reagieren, wenn die Propaganda-Maschinerie jetzt gegen England einsetzt  
26.06.16 12:54 #7 für karlchen ist es eigentlich immer ganz einfach
...das finde ich so beruhigend...  
26.06.16 13:08 #8 #1 Da liegst du auf der Linie von Flassbeck
Der Brexit und ein schwarzer Freitag – in Deutschland

Von Heiner Flassbeck

Der 24. Juni 2016 wird in die Geschichte eingehen als schwarzer Freitag. Doch schwarz werden ließ diesen Freitag weniger die politische Entscheidung einer Mehrheit der britischen Wähler, die EU zu verlassen. Schwarz war der Tag aufgrund der politischen und medialen Reaktionen in Deutschland.

Der 24. Juni 2016 wird wohl in die Geschichte eingehen als der schwarze Freitag der europäischen Entwicklung. Doch wie oft in solchen Fällen verharrt die Geschichtsschreibung an der Oberfläche, statt so tief wie nötig in die Ereignisse einzutauchen, um sie wirklich verstehen zu können. Schwarz werden ließ diesen Freitag jedoch nicht die politische Entscheidung einer Mehrheit der britischen Wähler, die EU zu verlassen. Schwarz anmalen müssen wir diesen Tag wegen der politischen und medialen Reaktionen in Kontinentaleuropa und vor allem in Deutschland auf diese Entscheidung.
https://makroskop.eu/2016/06/...nd-ein-schwarzer-freitag-deutschland/

Ob kiiwii dagegen was sagt, oder eine Mücke pinkelt, ist egal. 

 
26.06.16 13:30 #9 Glam Metal, bist du hier der Sprecher vom
Bundeskanzleramt?

Für dich zum Mitsingen:
https://www.youtube.com/watch?v=xHpsqaAsg4o  
26.06.16 13:33 #10 Taschentuch?
26.06.16 13:36 #11 Nee, beim Lachen brauch ich doch keins.
26.06.16 13:38 #12 #11-nur plump provozieren, was anderes hatte e.
26.06.16 13:40 #13 stimmt
26.06.16 13:45 #14 stimmt:
 

Angehängte Grafik:
das_problem_der_welt.jpg
das_problem_der_welt.jpg
26.06.16 14:15 #15 Weltklasse.....
Das kannte ich noch gar nicht!
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Quod licet Iovi non licet bovi...
26.06.16 14:29 #16 #8 -- die "deutsche Reaktion" an zwei SPD-Ty.
festzumachen, ist ja nun mal Blödsinn. Die SPD hat grad noch 20 % der deutschen Wähler hinter sich.

Da aber Flassbeck  es immer noch nicht verwinden kann, daß sein 'Bruder im Geiste'  Oskar Lafontaine in dieser Republik politisch eine Nullnummer war und ist... muß man den alten Reflexen gehorchen und auf die olle SPD einprügeln.

Nur mit Deutschland hat das halt überhaupt nichts zu tun.


Und was Martin Wolf in der FT schrieb, ist ebenfalls falsch; ohne Deutschlands Stärke wäre weder eine Rettung Griechenlnads noch ein Aufbau aller östlichen EU-Staaten übehaupt denkbar. Als größter Nettozahler liefert D das Geld, das dort ausgegeben wird.

An der Griechenland-Aktion war UK als nicht Euro-Land nicht einmal beteiligt. Da ist es billig, Deutschland zu kritisieren.  Besser wäre es, all diese Kritiker würden mal vor ihrer eigenen Haustür kehren und ihre Volkswirtschaften und vor allem ihre Staatshaushalte in Ordnung bringen.
Das englische HH-Defizit beträgt 4,5 %; da ist ziemlich schnell und leicht erkennbar, daß das Wachstum der letzten Jahre von rd 2,2 % p.a.  nur  defizit-finanziert war.
Aber darüber äussert sich Herr Wolf nicht.
 
26.06.16 14:29 #17 Ein lesenswerter Kommentar aus der Schweiz
Das ist ein guter Tag für Grossbritannien, für Europa – und für die Schweiz. Wir erleben Epochales. Nach dem Fall der Berliner Mauer, als die Befreiung Osteuropas vom Kommunismus besiegelt wurde, hat sich in Europa kaum Bedeutenderes ereignet. Am 24. Juni 2016, dem Tag, nachdem sich die Briten mit einer eindeutigen Mehrheit gegen die EU gewandt haben, ist Europa nicht mehr der gleiche Kontinent wie zuvor, er wird es nie mehr sein. Wir erwachen aus einem technokratischen Albtraum.
...
Eliten, das zeigt die Geschichte, sind nötig, aber nur in geringen Dosen zu ertragen. Man muss sie kontrollieren und vor ihren eigenen Visionen, Träumen und Rechthabereien schützen. Demokratie ist entstanden, weil der Bürger den eigenen Eliten misstraute, zu Recht misstraute
...
Wenn aber jemand für den Brexit verantwortlich ist, dann Angela Merkel, die deutsche Bundeskanzlerin und am allermeisten überschätzte Politikerin unserer Zeit
http://bazonline.ch/ausland/goetterdaemmerung/story/16664517  
26.06.16 14:37 #18 Wohltuend
26.06.16 14:40 #19 ...und was die Basler Zeitung kommentiert, ist
ebenfalls falsch und im übrigen eine Einzelmeinung .
Cameron hat große Zugeständnisse in der Zuwanderungbegrenzung erhalten, wobei die Zuwanderung in UK nicht mal primär aus den islamischen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens kam, sondern aus Polen: über zwei Mio . Polen arbeiten in UK, weil sie in Polen nicht genug Arbeitsplätze vorfinden, aber mobil deshalb  nach UK gezogen sind (...andere hinwiedrum haben Deutschland gewählt...)  
26.06.16 14:40 #20 18 .. aber falsch
siehe #19  
26.06.16 14:43 #21 in der NZZ ist das doch deutlich realistischer
26.06.16 14:48 #22 Ordnung muss sein !
Jetzt achtet mal nicht auf den gepflegten Lack!

 

Angehängte Grafik:
brexit.jpg (verkleinert auf 62%) vergrößern
brexit.jpg
26.06.16 14:51 #23 Rotenburg/Wümme...
...da wundert einen eh nix mehr...  
26.06.16 14:54 #24 Nö, Hurricane läuft in Rendsburg, kiiwii
26.06.16 15:06 #25 Wow, man kann die Coolpix & meine Finger
erkennen. Leute, soll ich euch meinen Wachs verraten?  
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