
Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwochabend den Leitzins wie erwartet in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Fed-Chef Jerome Powell betonte auf der Pressekonferenz die anhaltende Unsicherheit: „Die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten auf die US-Wirtschaft sind ungewiss." Die aktuell bereits erhöhten Inflationswerte führte Powell vor allem auf den Gütersektor zurück, der durch die Auswirkungen von Zöllen angetrieben werde. Zugleich würden steigende Energiepreise die Gesamtinflation kurzfristig zusätzlich nach oben treiben – Umfang und Dauer der Auswirkungen auf die Wirtschaft seien jedoch noch nicht absehbar. Laut übereinstimmenden Medienberichten kündigte Powell auf der Pressekonferenz zudem an, über seine reguläre Amtszeit hinaus als kommissarischer Fed-Vorsitzender zu amtieren, sollte sein designierter Nachfolger Kevin Warsh bis dahin nicht vom Senat bestätigt sein.
Die aktualisierten Projektionen der Fed-Mitglieder zeichnen ein verändertes Bild gegenüber Dezember: Die US-Inflationsprognose für 2026 stieg von 2,4 auf 2,7 Prozent, die Kernrate von 2,5 auf 2,7 Prozent. Im Mittel erwarten die Notenbanker den Leitzins zum
Jahresende weiterhin bei 3,4 Prozent. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, ordnet ein: „Ein Abwägen zwischen Inflations- und Konjunkturrisiken ist gegenwärtig nur schwer möglich, deshalb ist eine unveränderte Geldpolitik zunächst die beste Strategie."
Eine baldige Zinssenkung zeichne sich nach Einschätzung Gitzels nicht ab. Die Bank of Japan und die Schweizerische Nationalbank (SNB) haben ihre Leitzinsen ebenfalls unverändert gelassen. Am heutigen Donnerstag folgen mit der EZB und der Bank of England noch
weitere Notenbanken mit ihren Zinsentscheiden.
Am europäischen Rentenmarkt zeigt sich das Bild weitgehend stabil.
Der Bund-Future notiert bei 125,89 Punkten nach 125,81 in der Vorwoche. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt bei 2,88 Prozent (Vorwoche: 2,89 Prozent), 30-jährige Bundesanleihen rentieren bei 3,45 Prozent (Vorwoche: 3,48 Prozent). An den Aktienmärkten hinterließen neben der Fed-Sitzung auch israelische Angriffe auf Förderanlagen am South-Pars-Gasfeld im Persischen Golf deutliche Spuren: Der Dow Jones schloss 1,63 Prozent tiefer, der DAX notiert am Donnerstagmorgen rund 2 Prozent im Minus. Der Brent-Ölpreis legt heute wieder deutlich zu und lag zuletzt bei rund 116 Dollar je Barrel.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
| Bundesbank | 2,70 % | +42,11% | 31.03.26 |
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