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Meta Aktie: Mehrfrontenkrieg




27.03.26 22:30
Börse Global

Meta Aktie: Mehrfrontenkrieg

Drei Fronten gleichzeitig — das ist die Lage, mit der sich Meta-Aktionäre heute auseinandersetzen müssen. Juristische Belastungen, explodierende Investitionskosten und ein allgemein gedrücktes Marktumfeld drücken den Titel am Freitag erneut ins Minus.


Gestern war es mit rund acht Prozent Kursverlust der schlimmste Tag seit einem Jahr. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf etwa 17 Prozent — ein deutlicher Abstand zum Rekordhoch bei 796 Dollar, das noch nicht allzu lange zurückliegt.


Rechenzentren und Rechtssäle

Auf der Kostenseite macht Meta weiter Schlagzeilen. In NordostLouisiana weitet das Unternehmen ein bereits bestehendes Abkommen mit dem Energieversorger Entergy erheblich aus. Meta finanziert dabei neue Energieinfrastruktur — von Erzeugungsanlagen über rund 390 Kilometer Übertragungsleitungen bis hin zu Batteriespeichern. Zusätzlich fließen 120 Millionen Dollar in ein Förderprogramm für einkommensschwache Haushalte und 140 Millionen Dollar in Energieeffizienzmaßnahmen. Insgesamt soll das Projekt den Kunden des Versorgers über 20 Jahre rund 2,65 Milliarden Dollar einsparen — Meta trägt die vollen Servicekosten.

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Für Anleger stellt sich zunehmend die Frage, ob und wann sich diese massiven KI-Infrastrukturausgaben tatsächlich auszahlen werden. Bislang bleibt eine klare Antwort aus — und genau das nagt an der Stimmung.


Datenpanne mit langer Nachwirkung

Parallel dazu brodelt es vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg. Im Verfahren rund um den Facebook-Datenskandal aus den Jahren 2018 und 2019 — bei dem Daten von mehr als 530 Millionen Nutzern in kriminelle Hände gerieten und 2021 im Darknet auftauchten — prüfen beide Seiten nun sechs Wochen lang einen möglichen Vergleich. Der Vorsitzende Richter regte dabei eine Zahlung von 200 Euro je Betroffenem an. Bei den aktuell 27.000 eingetragenen Klägern käme das auf rund 5,4 Millionen Euro — für Meta eine überschaubare Summe. Deutlich unangenehmer wäre ein Scheitern des Vergleichs: Dann könnten Tausende Einzelklagen vor Amtsgerichten folgen, mit entsprechendem Aufwand und Reputationsschaden.


Dazu kommt ein weiteres laufendes Verfahren in den USA, in dem Meta gemeinsam mit Alphabet wegen suchtfördernder Plattformgestaltung und psychischer Schäden verurteilt wurde. Beide Konzerne haben Berufung angekündigt.


Auf dem breiteren Markt drückt der eskalierende Iran-Konflikt zusätzlich auf die Stimmung. Steigende Ölpreise und wachsende Inflationssorgen belasten Tech-Werte generell — Meta trifft das in einer ohnehin angespannten Phase doppelt hart.


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