Eine Einigung, die langfristig zählt — und ein Streik, der es nicht tut. Die Lufthansa-Aktie schloss die vergangene Handelswoche mit einem kleinen Plus ab, obwohl am Freitag erneut Flugbegleiter die Arbeit niederlegten. Der Markt schaute offenbar weiter als bis zum nächsten Abfluggate.
Tarifvertrag bei City Airlines schafft Planungssicherheit
Der eigentliche Kurstreiber kam aus dem Hinterhaus des Konzerns: Lufthansa und ver.di einigten sich auf den ersten Kollektivvertrag für die Cockpit- und Kabinenbesatzungen der Tochter City Airlines. Die Gehaltserhöhungen fallen mit 20 bis 35 Prozent je nach Bereich erheblich aus, der Vertrag läuft bis Ende März 2029.
Für den Konzern hat dieser Abschluss strategisches Gewicht. City Airlines soll den europäischen Zubringerverkehr an den Drehkreuzen Frankfurt und München übernehmen — ein zentrales Puzzlestück im Netzwerk. Mit der Tarifierung der rund 500 Beschäftigten ist der operative Hochlauf dieser Einheit nun auf solidem Fundament.
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UFO-Streik trifft, Anleger zucken kaum
Gleichzeitig rief die Flugbegleitergewerkschaft UFO am Freitag zu einem eintägigen Warnstreik auf. Hamburg, Frankfurt und München waren besonders betroffen — in Hamburg fielen nahezu alle Frankfurt-Verbindungen aus. Ein erheblicher operativer Einschnitt, der am Kapitalmarkt jedoch kaum Spuren hinterließ.
Analysten werteten die Belastung als kurzfristig und begrenzt. Die langfristige Planungssicherheit durch den City-Airlines-Abschluss wog schwerer.
Ölpreis-Effekt gibt zusätzlichen Rückenwind
Bereits zur Wochenmitte hatte die Aktie einen Sprung von rund zehn Prozent verzeichnet. Auslöser war die Meldung über eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, die die Ölpreise spürbar drückte. Da Kerosin zu den größten Kostenblöcken im Luftverkehr zählt, verbessern sinkende Treibstoffpreise die Margenerwartungen direkt. Die Aktie entfernte sich damit deutlich von ihrem April-Tief bei 6,01 Euro.
Quartalszahlen und Hauptversammlung im Mai
Zwei Termine stehen nun im Kalender: Am 6. Mai legt Lufthansa die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor — Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von rund 1,12 Euro. Eine Woche später, am 12. Mai, findet die ordentliche Hauptversammlung in Frankfurt statt. Dort steht auch die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 zur Abstimmung, die Marktbeobachter auf 0,33 Euro je Aktie schätzen. Am 13. Mai wird die Aktie voraussichtlich ex Dividende gehandelt.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 7,308 € | 7,25 € | 0,058 € | +0,80% | 27.04./09:06 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008232125 | 823212 | 9,59 € | 6,13 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
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7,276 € | -1,49% | 09:20 |
| Nasdaq OTC Other | 8,82 $ | +1,72% | 24.04.26 |
| Xetra | 7,308 € | +0,80% | 09:06 |
| Hannover | 7,30 € | +0,44% | 08:16 |
| Hamburg | 7,30 € | +0,03% | 08:16 |
| München | 7,358 € | -0,14% | 08:01 |
| Düsseldorf | 7,31 € | -0,46% | 09:06 |
| Frankfurt | 7,368 € | -0,57% | 08:12 |
| Stuttgart | 7,316 € | -0,81% | 09:05 |
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