Ölpreis und Pilotenstreik – Lufthansa trifft heute gleich zwei Hiobsb… — zwei Belastungen auf einmal. Die Aktie rutschte im vorbörslichen Handel um knapp fünf Prozent auf rund 7,63 Euro ab und nähert sich damit wieder dem Niveau von vor dem kurzzeitigen Iran-Waffenstillstand.
Kerosin treibt die Kosten
Der Ausgangspunkt: Die US-Iran-Friedensgespräche sind am Wochenende gescheitert. Als Reaktion kündigte Washington eine Seeblockade in der Straße von Hormus an – eine Route, über die ein erheblicher Teil des weltweiten Öltransports läuft. WTI-Rohöl sprang daraufhin auf über 103 Dollar je Barrel, ein Plus von mehr als sieben Prozent. Für Airlines bedeutet das direkt steigende Kerosinkosten.
Analyst Alex Irving von Bernstein Research hat sein Kursziel für Lufthansa infolgedessen gesenkt. Sein Urteil ist knapp: „Kerosinkosten verbrennen die Gewinne." Zwar sichern sich die Fluggesellschaften über Hedging-Instrumente gegen kurzfristige Preisausschläge ab – ein dauerhaft hohes Ölpreisniveau würde diesen Schutz jedoch mittelfristig aushebeln.
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Vierte Streikwelle in diesem Jahr
Gleichzeitig läuft die bereits vierte Streikwelle der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit in 2026. Der Ausstand begann kurz nach Mitternacht und betrifft die Kernmarke Deutsche Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline bis Dienstagabend. Bei Eurowings sind heute alle Abflüge von deutschen Flughäfen betroffen. Hunderte Flüge fallen aus.
Personalvorstand Michael Niggemann stellte klar, dass jeder Streik die betroffene Fluggesellschaft strukturell schwäche. Die Kerngesellschaft „Lufthansa Classic" sei auf vielen Strecken ohnehin kaum noch wettbewerbsfähig – weiterer Kostendruck sei schlicht nicht tragbar. Die Konsequenz: Flugzeuge werden verstärkt zu profitableren Konzerngesellschaften wie Lufthansa City Airlines verlagert.
Die Auseinandersetzung dreht sich um die betriebliche Altersversorgung und die Vergütung bei der Regionaltochter Cityline. Für Passagiere in den betroffenen Krisenregionen des Nahen Ostens gilt eine Ausnahme – diese Verbindungen bleiben vom Streik ausgenommen.
Der Kurs spiegelt die Gemengelage wider: Mit dem Rückfall auf unter 7,70 Euro sind die Kursgewinne aus der Iran-Waffenstillstandsphase nahezu vollständig aufgezehrt.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 8,07 € | 7,552 € | 0,518 € | +6,86% | 17.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008232125 | 823212 | 9,59 € | 6,08 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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8,002 € | +5,07% | 17.04.26 |
| Xetra | 8,07 € | +6,86% | 17.04.26 |
| Hannover | 8,098 € | +6,38% | 17.04.26 |
| München | 8,038 € | +5,90% | 17.04.26 |
| Frankfurt | 8,046 € | +5,76% | 17.04.26 |
| Düsseldorf | 8,00 € | +5,49% | 17.04.26 |
| Hamburg | 7,96 € | +5,21% | 17.04.26 |
| Stuttgart | 7,974 € | +5,17% | 17.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 9,09 $ | +1,22% | 26.03.26 |
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