Der österreichische Faserhersteller Lenzing greift zur Axt: 600 Arbeitsplätze sollen in den kommenden Jahren gestrichen werden - allein 250 davon noch bis Jahresende. Eine dramatische Kehrtwende für ein Unternehmen, das noch vor wenigen Jahren als Innovationstreiber galt. Doch was steckt hinter dem radikalen Sparkurs?
Die Antwort liegt in einem perfekten Sturm aus Handelskonflikten, explodierenden Kosten und erbitterten Preiskämpfen mit asiatischen Konkurrenten. Lenzing kämpft ums Überleben - und setzt dabei auf eine riskante Strategie.
Drastischer Kahlschlag: 300 Verwaltungsjobs weg
Das Ausmaß der geplanten Einschnitte ist beispiellos. Von den 600 gestrichenen Stellen entfallen 300 allein auf die Verwaltung - ein klares Signal dafür, dass Lenzing seine Strukturen von Grund auf neu denkt.
Die restlichen 300 Arbeitsplätze fallen einer verstärkten Internationalisierung zum Opfer. Eine bittere Ironie: Während das Unternehmen Arbeitsplätze ins Ausland verlagert, steht gleichzeitig der indonesische Produktionsstandort auf dem Prüfstand.
Indonesia-Verkauf könnte 100 Millionen kosten
Die strategische Überprüfung der Produktionsstätte in Indonesien könnte Lenzing teuer zu stehen kommen. Ein möglicher Verkauf würde eine Wertminderung von bis zu 100 Millionen Euro bedeuten - ein Schlag, der sowohl Betriebsergebnis als auch Jahresüberschuss erheblich belasten würde.
Paradox: Während das Management international zurückrudert, investiert es parallel über 100 Millionen Euro in die heimischen Standorte Lenzing und Heiligenkreuz. Eine Gratwanderung zwischen Kostendruck und Zukunftsinvestition.
Ehrgeizige Ziele trotz Krisenmodus
Trotz des harten Sparkurses bleibt das Management optimistisch:
- EBITDA 2025: Soll über dem schwachen Vorjahreswert liegen
- Mittelfristziel 2027: Ambitionierte 550 Millionen Euro EBITDA angepeilt
- Investitionsfokus: Konzentration auf margenstarke Hochleistungsfasern
- Standortsicherung: 100 Millionen Euro für österreichische Produktionsstandorte
Die Rechnung ist simpel: Weniger Personal, höhere Margen, stabilere Erträge. Doch kann diese Strategie aufgehen, wenn sich das Marktumfeld weiter verschlechtert?
Aktionäre haben bereits kapituliert
Die Börse hat das Vertrauen längst verloren. Aus 1.000 Euro Lenzing-Investment vor fünf Jahren sind heute nur noch 493 Euro geworden - ein Totaldesaster von über 50 Prozent. Allein im vergangenen Jahr brach der Kurs um mehr als ein Viertel ein.
Der radikale Umbau ist Lenzings letzte Chance, das Ruder herumzureißen. Ob der schmerzhafte Kahlschlag tatsächlich die Wende bringt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 23,15 € | 23,50 € | -0,35 € | -1,49% | 27.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| AT0000644505 | 852927 | 30,00 € | 19,40 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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23,15 € | -1,49% | 27.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 27,50 $ | +13,05% | 22.04.26 |
| München | 23,45 € | 0,00% | 27.04.26 |
| Hamburg | 23,10 € | -1,28% | 27.04.26 |
| Hannover | 23,10 € | -1,28% | 27.04.26 |
| Stuttgart | 23,10 € | -1,28% | 27.04.26 |
| Düsseldorf | 22,75 € | -2,36% | 27.04.26 |
| Frankfurt | 23,40 € | -2,50% | 27.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 573 | Gewinne bei Lenzing mitnehmen. | 04.02.26 |
| 6 | Mit Anlauf nach oben! | 04.11.21 |








