Ich fange heute mit einem P.S. und einem Zitat von Martin Sellner zu den Vorgängen im Thüringer Landtag an: "Die Altparteien werden die Demokratiesimulation einfach abdrehen, wenn einmal nicht mehr herauskommt, was sie vorgegeben haben."
Immer, wenn ich von so etwas erfahre, denke ich an mein altes Doppelalbum der Doors "Weird Scenes Inside The Goldmine". Also: Merkwürdige Vorgänge in der Goldmine.
Denn so eine Wahl ist natürlich eine Goldmine für die Parteien, die gewinnen. Und deshalb passieren in Wahlen wie in Brandenburg auch Dinge, die es in normalen demokratischen Wahlen nicht gibt.
Da verkündet zum Beispiel der Spitzenkandidat der SPD in einem Moment seinen Sieg, in dem seine Partei in den Hochrechnungen noch deutlich auf dem zweiten Platz liegt.
Und ich frage mich natürlich: Woher wusste er das denn nur?
Und warum hat die SPD ihre Stimmen gegenüber den Voraussagen von vor ein paar Wochen so deutlich gesteigert? Und seit der Europawahl sogar fast verdoppelt?
Ich habe keine Ahnung, ich weiß jedoch, dass selbst der größte Widersacher der SPD, die CDU, dazu aufgerufen hat, die SPD zu wählen, um eine Mehrheit der AfD zu verhindern. Eben Demokraten unter sich.
Und ich weiß auch, dass die Siegerpartei SPD in allen Altersgruppen unter 60 Jahre nicht gewonnen hat. Sie hat das nur aufgrund der Alten und Superalten. Doch wer hat für die das Kreuz gemacht? Eben Schelme unter sich, die sich nichts Böses dabei denken. Es geht ja um unsere Demokratie.
Auch ist es sehr merkwürdig ist, dass die AfD einen deutlich geringeren Briefwähleranteil als alle anderen Parteien hat. Das kann natürlich daran liegen, dass diese Wähler mit Betrug rechnen und deswegen weitgehend von der Briefwahl absehen. Es kann aber auch etwas anderes bedeuten.
Eindeutig sind dagegen die Millionen oder gar Milliarden an Steuergeldern, die über NGOs und andere Organisation ausgegeben worden sind, um die Wähler zu beeinflussen, eine bestimmte Partei nicht zu wählen. So etwas haben damals nicht einmal die Nationalsozialisten gemacht.
Was ich aber am besten finde an dem Wahlergebnis in Brandenburg, das ist, dass jetzt das U-Boot "Bündnis Sahra Wagenknecht" auftauchen muss und deren Insassen zeigen müssen, wessen Geistes Kind sie sind.
So dachte ich kurz nach der Wahl. Jetzt jedoch, als sich der Thüringer Landtag durch Störaktionen vor allem der CDU und des BSW nicht konstituieren konnte, ist es klar, dass das BSW wirklich nur eine Tarnorganisation der Altparteien ist.
Damit ist die Entscheidung für zukünftige Wahlen klar, besonders in Hinsicht auf die Bundestagswahl 2025: Das BSW kann weg!
Falls diese Wahl denn überhaupt stattfindet. Denn wenn jetzt mit unserer Hilfe Ziele in Russland bombardiert werden, wird ja aus dem Angriffsfall auch ein Verteidigungsfall, der Wahlen obsolet macht.
Was bleibt dem Bürger da noch, der selbst nicht zum Faschisten und Betrüger werden will, um nicht auch noch verrückt zu werden wie unsere kriegslüsternen Führer und Führerinnen?
In meinem Fall ist es der Humor. Und der hat auch etwas mit Brandenburg zu tun.
Gerade diese Woche war ich nämlich ganz früh in meinem Rewe Markt einkaufen und traf dort auf den netten Mitarbeiter, den ich jetzt schon sicherlich 20 Jahre kenne.
"Was machen Sie denn hier so früh?", fragt er mich. Ich zeige ihm ein Glas der eingelegten Gurken vom Spreewaldhof in Golßen in Brandenburg aus meinem Einkaufswagen und sage: "Ich bin heute süchtig nach diesen Dingern?"
"Sind Sie schwanger?", flachst er mich daraufhin, und ich merke, wie in diesem Moment in Sekundenbruchteilen die gesamte Geschichte unseres Landes in den letzten Monaten in mir abläuft. Und antworte daher: "Wer weiß? Heute soll das ja alles möglich sein."
Später dann überlege ich mir: Die ganzen vergangenen Jahrhunderte hindurch war es die größte Furcht der Menschen bei diesem Thema, dadurch in wirtschaftliche Not zu geraten und ausgegrenzt zu werden.
Heute hingegen besteht die größte Angst darin, wenn man in diesem Kontext etwas vermeintlich Falsches sagt, eine Hausdurchsuchung zu bekommen und eingesperrt zu werden.
Doch das habe ich ja gar nicht getan. Deshalb hoch die Gurke auf die beste Demokratie aller Zeiten!
Bernd Niquet









