es gilt doch sinnvollerweise zu unterscheiden zwischen der börsenrelevanten Oberfläche der Kapitalbewegungen, die immer und notwendig einer Story folgen und den fundamentalen zyklischen Bewegungen makro. Der Glaube, eine düstere Sicht auf Fundamentals müsse sich in Kursbewegungen wiederspiegeln, dürfte Dich bereits viel Geld gekostet hben....
Geld, das aus anderen Märkten abgezogen wird, muss ja irgendwo andocken. Indizien wie zB die Flows deuten an, dass die Eurozone Kapital anzieht, die letzte Performance von Dax und Euro daher in diesem Zusammenhang. Dafür braucht es eine Erzählung mit Zugkraft und das eben kann nur die 'Recovery' sein...
Grundsätzlich: Es braucht es keine politischen 'Reformen', um zyklische Bewegungen zu initieren. Diesen Job erledigt der Markt. So erzeugt Deleveraging von ganz allein den nächsten Aufschwung, weil verbliebenes Kapital um so renditestärker wird, je weniger es davon gibt. Genau dies ereignet sich den ideologischen Zerrbildern zum Trotz bei den Piigs. Aufgrund der prozyklischen, krisenverschärfenden Fiscalpolitik von einem tiefen Level aus, als es umgekehrt nötig gewesen wäre. Was dem Aufschwung eine längere Strecke sichert und insofern auch die Story reizvoller macht - nur aus Kapitalsicht natürlich..
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