Kurz vorweg: Die Gewinnmarge von VW allein am Passat festmachen zu wollen ist genauso daneben wie der Vergleich der Gewinnmarge des Premiumherstellers Porsche mit einem Massenhersteller wie VW. Gruß Talisker
Porsche-Arbeiter wollen ein Zehntel mehr Lohn 19. Jan 10:08
In Kürze stehen die Tarifverhandlungen der Metallbranche an. Bei DaimlerChrysler und Porsche könnten sie besonders schwierig werden: Ein Teil der Belegschaft schließt auch einen Streik nicht aus.
Beschäftigte bei DaimlerChrysler |DCX Chart für daimlerchrysler ag 49,52 1,43%| werden in den anstehenden Tarifverhandlungen Lohnerhöhungen von acht Prozent fordern. Beschäftigte bei Porsche |POR3 Chart für porsche ag vzo 1043,04 1,96%| wollten 9,5 Prozent mehr Lohn haben, berichtete die «Stuttgarter Zeitung». Demnach hat die Vertrauensleute- Versammlung des DaimlerChrysler-Standortes Untertürkheim der Tarifkommission am Donnerstag empfohlen, eine entsprechende Entgeltforderung aufzustellen.
Wie die Zeitung weiter schreibt, haben die IG-Metall-Vertreter an den Porsche-Standorten Zuffenhausen, Ludwigsburg und Weissach eine Resolution verabschiedet. «Diese Forderung gefährdet unserer Standorte in keiner Weise», zitierte das Blatt aus dem Papier.
Bereitschaft «zu kämpfen»
Man unterscheide dabei sehr wohl zwischen der Situation bei Porsche und in anderen Betrieben. Doch würden die Erfolge derzeit auch in der Fläche erwirtschaftet. Zudem verlangten die Metaller, dass keine weiteren Themen außer Lohn und Gehalt verhandelt werden. Die Belegschaft von Porsche sei «bereit zu kämpfen und falls erforderlich auch zu streiken».
Der IG-Metall-Vorstand beschließt sein Vorgehen für die kommende Lohnrunde am 6. Februar. Die Gewerkschaft hatte aber schon im Dezember signalisiert, sie sehe angesichts der «hervorragenden wirtschaftlichen Ausgangslage» und der sehr guten Aussichten der Branche einen verteilungsneutralen Spielraum für Lohnerhöhungen von über vier Prozent.
Mit dem Tarifabschluss von April 2006 haben die knapp 3,5 Millionen Metall-Beschäftigten drei Prozent mehr Lohn sowie eine variable Einmalzahlung von im Regelfall 310 Euro erhalten. Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben bereits angedeutet, die Einkommenserhöhungen in diesem Jahr wieder unter die Marke von drei Prozent drücken zu wollen. (nz)
http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/503747.html |