Global Fashion Group AG - Thread!

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eröffnet am: 20.06.19 23:11 von: BorsaMetin Anzahl Beiträge: 7441
neuester Beitrag: 20.04.26 09:36 von: Zwiebelritter Leser gesamt: 3516117
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17.04.26 09:29 #7426 Xetra Orderbuch
ist nur sehr wenig los. Ob durch das ARP die letzten zittrigen aufgekauft wurden?
Scheinbar ist der Weg zu 0,60€ eher frei.  
17.04.26 09:41 #7427 Alles eine Frage der Zeit
Meiner Meinung nach, will die Aktie sehr bald wieder über den Euro gehen.
Das wird auch das erste kurzfristige Ziel werden.  
17.04.26 11:57 #7428 Frage an die Langzeit-Investierten:
War von euch eigentlich schon einmal auf der HV bzw plant in diesem Jahr dorthin zu gehen?
Antwort gerne auch als Boardmail.  
17.04.26 12:43 #7429 Scansoft und Goethe
Räumen doch dieses Jahr auf der HV sowieso auf!!?  
17.04.26 22:47 #7430 Grafik zum Wochenende von Klaus (alias Cla.
Die Grafik zeigt die vier bekannten, börsennotierten Fashion-E-Commerce-Unternehmen nebeneinander mit zehn Kennzahlen in der Tabelle, dem EV/EBITDA-Multiple-Vergleich als Balkendiagramm und einem Plot, der die Positionierung nach EBITDA-Marge vs. EV/Revenue-Bewertung zeigt (Blasengröße = Revenue).

Der auffälligste Fakt (der ja bereits hinlänglich bekannt ist):
- GFG ist das einzige Unternehmen mit negativem Enterprise Value.
- ASOS hat wesentlich höhere Schulden (~€550M Net Debt vs. GFGs €143M Net Cash) und wird trotzdem mit positivem EV bewertet.
- Boozt hat ein fast identisches Umsatzniveau (€727M vs. €680M) bei höherer Marge und wird mit EV/EBITDA 12,6× bewertet.

Das Rechenbeispiel im Fazit-Kasten macht den Bewertungsabstand greifbar: Wenn GFG nur mit einem bescheidenen 5× EV/EBITDA auf das 2026-EBITDA der Guidance-Mitte (€20M) bewertet würde, ergäbe sich ein Equity Value von €243M. Bei 8× (wie Zalando) wären es sogar €303M.

Schönes Wochenende  

Angehängte Grafik:
gfg_peer_vergleich_fashion_ecommerce.jpg (verkleinert auf 33%) vergrößern
gfg_peer_vergleich_fashion_ecommerce.jpg
18.04.26 00:50 #7431 im Prinzip
im Prinzip hatte ich das hier, oder war es auf wallstreet online im GFG Forum vor 1-2 Wochen ja schon mal sogar ohne KI vorgerechnet, dass eine Asos viel höher als die GFG bewertet wird,
obwohl Asos hohe Schulden und die GFG eine hohe Netto Cash Position hat,

das ist hier eigentlich der springende Punkt und sowas hab ich echt noch nie gesehen,
dass ein operatives Kerngeschäft wie bei der GFG, auf 3 Kontinenten tätig, mit 1. Milliarde Handelsvolumen und rund 700 Mio. Jahresumsatz negativ bewertet wird,

schon gar nicht ist das irgendwie verständlich wo doch nun die größte Tochter in Australien/Neuseeland die für 50% des Umsatzes der GFG steht im Jahr 2025 einen Lupenreinen Turnaround hingelegt hat,
mit Umsatzwachstum, Kundenwachstum und einem kleinen Nettogewinn..............

sieht man sich dann noch die Neuigkeiten zu Dafiti in Brasilien zuletzt an, wo eine Lacoste als Kunde gewonnen werden konnte und bis Ende 2026 die Anzahl der Partnerfirmen von 100 auf rund 200 verdoppelt werden soll, ist das ganze noch unverständlicher,

so lange man die Asien Tochter weiter stark gesund schrumpft können wir die gerne noch mit Null bewerten, aber Asien steht auch nur noch für 20% des Gesamtumsatzes,
die restlichen 80% des Umsatzes weist Wachstum und gute Perspektiven auf,
dass ganze operative Geschäft deshalb mit Minus 0,2 Euro je Aktie zu bewerten ist wirklich völlig absurd,

ich mein es gibt ja genug andere Firmen an der Börse die seit Jahren Verluste schreiben und oft auch noch verschuldet wird, aber selbst dort wird das operative Geschäft eigentlich immer noch mit einem positiven Wert bewertet,

wir haben hier mittlerweile wirklich eine völlige Fehlbepreisung des Markets, aber das beginnt sich ja langsam aufzulösen,  
18.04.26 00:57 #7432 folgendes
folgendes hatte ich dazu im März geschrieben,

asos der online Modehändler aus UK wird an der Börse aktuell so bewertet, dass die GFG bei 1,50 Euro je Aktie stehen müsste damit beide in etwa die gleiche Bewertung hätten,
( hinzu kommt hier sogar noch, dass asos 180 Mio. Schulden hat und nirgends klarer Marktführer ist, während die GFG 150 Mio. Cash hat und in Australien-Neuseeland der klare Marktführer bei online Markenmode ist )
noch deutlicher wir es wenn man die GFG mal mit der About You Übernahme durch Zalando im letzten Jahr bewertet,
Fairer Übernahmepreis für die GFG (analog About You Deal):
2,7 € – 3,2 € je GFG-Aktie ( das rechnet Euch jede KI so im Detail gut aus )

und der Unterschied ist halt auch,
Asos ist einer von mehreren großen Playern in UK, Asos ist nicht unbedingt die Zalando von UK,
aber TheIconic der GFG ist sehr wohl die Zalando in Australien mit einer klar besseren Markstellung als eine Asos,

wie gesagt,
alleine da Asos hoch verschuldet ist, während die GFG eine sehr hohe Nettocash Position hat, und der besseren Markstellung bei der wichtigsten Tochter, müsste die GFG allermindestens auf dem Bewertungsniveau von Asos bewertet werden, und das wären rund 1,5 Euro je GFG Aktie.........  
18.04.26 15:02 #7433 Was Boozt anders macht
und GFG lernen könnte:

Boozt (ähnliches Umsatzniveau: €727M vs. GFG €680M) hat 2025 ein Dual Listing an der Nasdaq Copenhagen durchgeführt, um die Investorenbasis zu verbreitern.

Ergebnis: über 50% institutionelle Aktionäre, 5+ Analysten, aktives ARP über SEK 800M in drei Jahren (ca. €70M).

Boozt wird mit EV/EBITDA 12,6× bewertet, GFG mit negativem EV. Gleiche Branche, ähnlicher Umsatz, komplett andere Marktwahrnehmung, da Boozt die Kapitalmarkt-Infrastruktur aktiv aufgebaut hat.

Bei €0,50 ist GFG für >90% der institutionellen Investoren unsichtbar. Gute Zahlen allein ändern das nicht. Das Management muss die Aktie verkaufen, nicht nur das Geschäft.  
18.04.26 15:17 #7434 Da wird einem
ja schwindelig bei diesen möglichen Kursen. Nicht, dass ich durch GFG noch reich werde. ;-)
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Wie macht man an der Börse ein kleines Vermögen?
Ganz einfach: Indem man mit einem großen anfängt.
18.04.26 21:15 #7435 @Chris
Sehen wir es doch mal von der anderen Seite, die für uns Investierten durchaus sehr positiv sein kann- zumindest für diejenigen , die GFG nicht nur als kurz- bis mittelfristige Tradingposition sehen.
Warum sollten sie jetzt mehr Aufmerksamkeit auf die Aktie legen?
Der CEO Barchewitz war 7 Jahre bei Goldman Sachs im Investment Banking tätig. Danach direkt bei Kinnevik. Er wird genau wissen,  wie man am Finanzmarkt agiert.
GfG benötigt keine hohen Kurse, sie haben genug Cash. Kapital benötigen sie nicht über die Börse.
GFG hat die Wandelanleihe fast komplett unter Nennwert zurückgekauft.
Der nächste Schritt ist jetzt das ARP. Sie kaufen jetzt unter Nettocashwert zurück und können so relativ günstig die Mitarbeiterprogramme bedienen und Aktien einziehen. Sie müssen das behutsam machen, sonst würden sie den Kurs antreiben und dadurch nicht den maximal möglichen positiven Effekt erzielen.
Wenn GFG gleich ein ARP im Umfang von 15 Mio€ angekündigt hätte, dann hätten sie jetzt bestimmt nicht schon 500000 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 44 Cent zurückkaufen können.
Je mehr Aktien GFG günstig aufkaufen kann und dann einzieht, desto besser ist es! Der Anteil an der Firma steigt dadurch für die Restaktionäre- also auch Kinnevik und RI.
Barchewitz optimiert die 3 Plattformen zur Profitabilität bis dann irgendwann ein äußerst attraktiver Exit für Kinnevik und RI möglich ist.
 
19.04.26 00:28 #7436 Ich weiß nicht ob ein NASDAQ Listing jetzt.
Sinn ergibt.

Die würden sich ja an der Bewertung in Deutschland orientieren.

Wenn man hier bei 2 € notieren würde und dann durch ein Dual Listing mehr Kapital und Investoren bekäme, dann okay. Aber solange man so stark unterbewertet ist, wäre ich dagegen.

Ich wäre eher dafür, dass sich entweder Kinnevik oder die Samwers verabschieden. Das würde wahrscheinlich auch eine Neubewertung bringen.
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the harder we fight the higher the wall
19.04.26 03:58 #7437 Kurse / Ziele / Erwartungen
Immer lustig zu sehen wie Leute hier Kommentare als lächerlich empfinden wenn man Erwartungen hat die weit mehr als 10-50% Kurssteigerungen enthalten. Komplette Neubewertung ist gerade erst im Anlauf. Das große Geld kommt mit Fonds / Banken und anderen ETF  / sonstigen Investoren zurück. Alles Peanuts soweit.  
19.04.26 14:26 #7438 Hallo Börsentrader,
ich finde die Kursziele nicht lächerlich. Ganz im Gegenteil, ich würde mich sehr darüber freuen. Habe mich wegen der guten Aussichten fett eingekauft.
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19.04.26 23:44 #7439 in
in der Diskussion ist sicherlich gar nichts lächerlich,
wie ich es eben auf wallstreet online geschrieben habe,

ich hab sowas halt in meiner bisherigen Börsenhistorie von über 25 Jahren so noch nicht gesehen,
dass eine Firma, klar die viel Geld verbrannt hat, aber die nun klar auf einem Weg des Turnarounds ist derart absurd bewertet wird,
auch da wiederhole ich mich gerne, die größte Tochter in Australien/Neuseeland wächst, gewinnt Markanteile und schriebt einen kleinen Nettogewinn in 2025,
vor 1-2 Jahren war auch diese Tochter noch hoch defizitär,
die GFG kann Turnaround das haben sie in Australien wirklich eindrucksvoll bewiesen, deshalb sollte man den Aussagen des Managements auch einen gewissen glauben schenken dass das auch in Südamerika oder Brasilien möglich ist,

ich bleib dabei:
kriegen sie nur Australien dauerhaft gedreht Kursziel 1,20 - 1.50 Euro ( was aktuell schon Realität ist )
kommt Südamerika dazu, eher Kursziel 2-2.50 Euro,
Asien auch noch, dann definitiv 3 Euro oder so....................
aber das ganze dauert bestimmt noch 1-2 Jahre, das sollte jedem bewusst sein,  
20.04.26 08:23 #7440 Bei
all der nachzuvollziehenden Unterbewertung von GFG, bin ich dennoch in Sorge, dass durch den Irankrieg eine neue, komplette Inflationswelle über uns herein bricht.
Momentan wird "nur" vom Spritpreis und Kerosin berichtet. Aber in ein paar Wochen / Monaten werden es wieder die Lebensmittelpreise usw. sein. Laut Experten stehen wir vor der größten Ölkrise ever.
Wenn diese Szenarien so eintreten, dann werden auch die nächsten Jahre eher schwierig für Konsumgüteraktien.
Da werden auch meine geliebten Akteien, wie Westwing, GFG & Co. leiden, befürchte ich.
Ich habe mich jedenfalls schon wieder auf eine längere Haltezeit eingestellt.

Seht ihr das nicht als Gefahr, in den nächsten Jahren?
 
20.04.26 09:36 #7441 KAtjuscha
bezüglich Kinnevik und Samwers muss ich sagen, dass es mir tatsächlich auch ganz recht wäre, wenn die Samwers raus wären. Aber für mich wäre es ein absolutes Alarmsignal, wenn Kinnevik aussteigen würde und die Samwers noch als einzige Großaktionäre verbleiben würden. Ich glaube tatsächlich auch, dass es für einige große Institutionelle nach wie vor ein Minuspunkt bei der GFG-Aktie ist, dass die Samwers hier groß im Boot sind.

Man muss sich nur mal deren Historie anschauen: Da kann jeder selbst recherchieren oder manche haben das vielleicht auch schon am eigenen Leib erfahren.

Aktuell ist das für mich allerdings kein Problem, das hält sich gut die Waage. Kinnevik ist für mich ein top-seriöses Haus und die haben definitiv auch einen Ruf zu verlieren, sodass ich hier in der Zukunft von keiner krummen Nummer ausgehe, bei der irgendwelche Kleinaktionäre abgezockt werden.

Steile These, könnt ihr mal eure Meinung dazu sagen? Hat sich mal jemand Gedanken gemacht bezüglich den Aktienrückkaufprogrammen?

Wenn diese wie geplant alle ausgeführt werden – wohlgemerkt haben die eine Laufzeit von fünf Jahren, aber es kann ja manchmal auch schneller gehen als gedacht – dann reduziert das die Gesamtaktienzahl doch signifikant. Dadurch sinkt prozentual der Free Float, beziehungsweise steigen die Anteile der Großaktionäre.

Was ich damit sagen will: Es kann gut sein, dass zum Beispiel Kinnevik und die Samwers irgendwann zusammen sagen wir mal 70 % halten und es nur noch einen relativ kleinen Free Float gibt. Das wiederum wäre aus meiner Sicht ein Risiko für einen Squeeze-out. (ja 95% ist dann noch weit weg geht aber manchmal schnell ... habe ich schon erlebt ^^)

Aber eigentlich widerlegt sich meine These direkt, weil durch die Aktienrückkäufe ja auch die Kurse peu à peu steigen. Wenn jemand einen Squeeze-out plant, hat er eigentlich ein Rieseninteresse daran, den Kurs recht niedrig zu halten. Also auch hier wieder: Ich überlege die ganze Zeit, wo noch eine schwarze Wolke am Himmel zu sehen ist, aber so richtig finden kann ich keine.

Es deutet sogar alles aus meiner Sicht eher darauf hin, dass die Vorstände daran arbeiten, den Kurs wirklich nachhaltig nach oben zu treiben:

1. Zum einen natürlich aus Eigeninteresse, um ihre Optionen und Boni zu kassieren.
2. Zum anderen aber wahrscheinlich auch angetrieben durch die Großaktionäre, weil die vielleicht in ein paar Jahren zu Kursen über 3 Euro ihre Aktien veräußern wollen.

Das wäre natürlich für alle Beteiligten (also inklusive uns kleinen Aktionären) das wünschenswerteste Szenario.  
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