Aurora Cannabis - Kanada & die Legalisierung

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neuester Beitrag:  15.04.26 18:23
eröffnet am: 29.04.16 09:48 von: Woodstore Anzahl Beiträge: 5048
neuester Beitrag: 15.04.26 18:23 von: MrTrillion3 Leser gesamt: 2532369
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30.09.25 10:36 #5026 Wie geht es weiter?
Ist es nachhaltig (der Anstieg) oder nur Strohfeuer (Zockerei)?  
18.11.25 12:40 #5027 Strohfeuer
was soll den bei so einem Unternehmen, das Geld verbrennt nachhaltig sein?  
15.12.25 13:23 #5028 Aktien quasi geklaut....
Hallo,
nachdem es offenbar einen Aktiensplit bei Aurora und Tilray gegeben hat, bin ich nun um mein Geld gebracht worden.....
Von Aurora hatte ich 200 Stück, bzw. von Tilray 100 Stück.
Nun habe ich über Nacht nur noch 20, bzw 10 Stück, allerdings ohne entsprechenden Wertausgleich.
Damit habe ich quasi auf einem mal ca. 90 % Verlust gemacht. Obwohl ich bei beiden Aktien plus/minus null war und verkaufen wollte.
Kann mir irgendjemand sagen wie das kommt und ob das überhaupt mit rechten Dingen zugeht  ?
 
15.12.25 14:15 #5029 Man
Man, ..und sowas ist an der Börse. Du solltest Dir ein Sparbuch anlegen  ...  
15.12.25 14:47 #5030 Sehr witzig....
Spar dir deine Weisheiten !
Ich würde mich über Infos diesbezüglich freuen....  
17.12.25 19:49 #5031 na dann.....
Präsident Donald Trump wird voraussichtlich am Donnerstag eine Exekutivanordnung unterzeichnen, die Marihuana in eine niedrigere Drogenklassifizierung verlegt https://www.cnn.com/2025/12/16/politics/...ling-executive-order-trump  
19.12.25 15:25 #5032 Aurora Cannabis
Die Aurora Cannabis-Aktie schwankt aktuell extrem hin und her. Das steckt hinter den deutlichen Kursbewegungen und diese Chancen ergeben sich plötzlich für Anleger.
https://www.finanznachrichten.de/...tie-kaufchance-dank-trump-486.htm  
27.01.26 21:25 #5033 Aurora Cannabis
Pass auf, sonst wirst du übernommen. Leuna grüßt!    
03.02.26 05:39 #5034 Guten Morgen
Guten Morgen  
Morgen kommen die Zahlen  
03.02.26 05:40 #5035 Sollten
Müssten eigentlich gut sein
Konkurrenz überraschte mit guten  Zahlen  
03.02.26 08:14 #5036 Shortys
Shortys sind wieder aktiv
 Könnte  Mega Überraschung  geben  
Leider keine Call Schein gefunden
 
04.02.26 07:38 #5037 Guten Morgen
Guten Morgen  
Heute vor dem USA Börsen Start  kommen Q 3 Zahlen
     
04.02.26 08:18 #5038 Bum
Letztes Jahr  hat es nach den Q3 Zahlen    Eine Rally gegeben  
04.02.26 14:32 #5040 Super
Zahlen sind sehr gut  
04.02.26 15:06 #5041 Kapitalmaßnahme
Wie ist eure Meinung zur Kapitalmaßnahme?

"... that allows the Company to issue and sell up to U.S.$100 million of common shares in the capital of the Company (the "Common Shares") from treasury to the public, from time to time, at the Company's discretion."  
04.02.26 16:28 #5042 @ timtom
auf die Zahlen bezogen. Sehe ich ein kleines Licht am ende des Tunnel.
Warum schmiert dann die Aktie 30 cent ab. Was erwartet der Markt noch...... bin seit 2022 dabei und habe alles erlebt......wirklich alles.  
04.02.26 19:00 #5043 seit 2022 dabei
du hast aber Nerven ;-)33589762  
04.02.26 19:39 #5044 seit 2022 dabei
Nerven.....Glauben.... nach wie vor Glaube ich an das Gewächs für die Medizin.
Ich bin im Hype rein und  seit dem nicht mehr verlassen.

Hier gibt es noch viele mit starken Nerven  :-)
Das wird schon.... genau so wie mit dem Wasserstoff.

Die Zeit wird kommen !!!!33590005  
04.02.26 20:54 #5045 Gute Zahlen
Also wenn ihr die Zahlen als so gut beschreibt, dann liegt der heutige Kursabsturz doch maßgeblich an der angekündigten Kapitalmaßnahme???  
05.02.26 07:20 #5046 Grund
Grund Shortys  
20.02.26 07:52 #5047 Ergebnis
habe jetzt nach Jahren der Abwesenheit aufgrund der langfristigen Ergebnisentwicklung wieder eine  Position aufgebaut. Somit drücke ich hier allen , wie mir selber , die Daumen, dass diese langfristig doch positive Entwicklung sich dieses Jahr  auf den Kurs auswirken wird.  
15.04.26 18:23 #5048 CA05156X8504 - Aurora Cannabis

Aurora Cannabis ist am 15. April 2026 kein klassischer „Cannabis-Hype“-Titel mehr, sondern ein deutlich fokussierterer Spezialwert für globales Medizinalcannabis. Die Aktie notiert heute bei rund 3,70 US-Dollar. Operativ ist das Unternehmen viel besser aufgestellt als noch in den Jahren des Sektorrauschs, aber an der Börse bleibt es ein Hochrisikowert. Der Grund ist einfach: Aurora hat zwar den Turnaround im Kerngeschäft weit vorangetrieben, trägt aber immer noch die Altlasten einer Branche, die jahrelang Kapital verbrannt, zu viel Kapazität aufgebaut und Aktionäre massiv verwässert hat. (PR Newswire)

Zur Geschichte: Aurora wurde ursprünglich 2006 als „Milk Capital Corp.“ gegründet und firmiert seit Oktober 2014 als Aurora Cannabis. In der großen Cannabis-Euphorie wuchs das Unternehmen aggressiv über Übernahmen, vor allem mit CanniMed und MedReleaf im Jahr 2018. Diese Expansionsphase machte Aurora zwar zu einem der bekanntesten Namen der Branche, sie war aber finanziell destruktiv: zu viele Projekte, zu hohe Kapazitäten, zu wenig disziplinierte Kapitalallokation. 2024 folgte dann die 1-zu-10-Aktienzusammenlegung, ein klares Zeichen dafür, wie stark die Altaktionäre zuvor verwässert worden waren. Genau deshalb muss man die Aktie heute nüchtern betrachten: Aurora ist kein sauberer Qualitätswert, sondern ein saniertes Problemkind mit inzwischen klar besserem Profil. (CTFAssets)

Der entscheidende Strategiewechsel ist gelungen: Aurora priorisiert heute nicht mehr den margenschwachen Freizeitmarkt, sondern den regulierten medizinischen Markt. Das sieht man in den Zahlen sehr deutlich. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Aurora ein Rekordniveau beim globalen Medizinalcannabis-Umsatz von 244,4 Mio. CAD, ein bereinigtes EBITDA von 49,7 Mio. CAD und einen positiven Free Cashflow von 9,9 Mio. CAD; zum Jahresende lagen rund 185,3 Mio. CAD an Cash vor, während das Cannabis-Kerngeschäft schuldenfrei war. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz auf 94,2 Mio. CAD, davon 76,2 Mio. CAD im Medizinalcannabis, mit 18,5 Mio. CAD bereinigtem EBITDA und 15,5 Mio. CAD Free Cashflow. Das ist für einen Cannabiswert eine echte Verbesserung und kein kosmetischer Fortschritt.

Fundamental ist heute vor allem wichtig, woher die Erträge kommen. Aurora verdient sein Geld inzwischen vor allem mit medizinischem Cannabis in Kanada und im Export, nicht mit dem Freizeitgeschäft. Im Q3 FY26 kamen 81 % des Konzernumsatzes aus dem Medizinalcannabis, und dieses Segment lieferte 95 % des bereinigten Bruttogewinns. Die bereinigte Bruttomarge im Medizinalcannabis lag bei 69 %, also weit über dem Niveau, das man in vielen anderen Cannabis-Teilsegmenten sieht. Gleichzeitig wurde das schwächere Consumer-Geschäft bewusst zurückgefahren; Aurora kündigte Anfang 2026 sogar an, in Kanada aus bestimmten margenschwachen Konsumenten-Märkten auszusteigen, um Marge und EBITDA zu verbessern. Das ist operativ sinnvoll, auch wenn es kurzfristig Umsatz kosten kann. (PR Newswire)

Die regionale Wachstumsstory liegt klar im internationalen Medizinalmarkt. Laut Aurora ist das Unternehmen in Kanada im medizinischen Segment Marktführer und hält starke Positionen unter anderem in Deutschland, Polen, Australien, Neuseeland und dem Vereinigten Königreich. In der Investorenpräsentation zeigt das Unternehmen, dass die internationalen medizinischen Umsätze in den letzten zwei Jahren stark gewachsen sind und inzwischen die kanadischen medizinischen Umsätze überholt haben. Das ist der eigentliche Investment Case: Aurora will einer der wenigen global relevanten Lieferanten für regulierte, pharmaähnliche Cannabismärkte sein. (CTFAssets)

Besonders wichtig ist Deutschland. Der Markt ist seit der Entschärfung der Regulierung im April 2024 stark gewachsen. Reuters berichtete im Oktober 2025, dass die Bundesregierung wegen des Importbooms sogar Gegenmaßnahmen gegen Online-Verschreibungen und Versandmodelle beschlossen hat; allein im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Importe laut Regierung um mehr als 400 % gegenüber dem Vorjahr. Das ist einerseits ein Rückenwind für Aurora, weil Deutschland einer der wichtigsten Absatzmärkte für hochwertiges importiertes Medizinalcannabis ist. Andererseits zeigt genau diese Meldung auch das Risiko: Regulatorik kann Nachfragekanäle sehr schnell wieder einengen. Der Markt wächst, aber er ist politisch formbar und damit nie völlig planbar. (Reuters)

Aurora reagiert genau darauf mit Kapazitätsausbau. Heute, am 15. April 2026, hat das Unternehmen die Übernahme von Safari Flower Company bekanntgegeben. Der Kaufpreis liegt bei 26,5 Mio. CAD, teilweise in bar und teilweise in Aktien. Strategisch ist das nachvollziehbar: Safari bringt eine EU-GMP-zertifizierte Anlage mit 59.000 Quadratfuß Fläche, und Aurora will diese Kapazität für Deutschland, Australien, Polen und das Vereinigte Königreich nutzen. Das Management erwartet daraus bereits im Geschäftsjahr 2027 positive EBITDA-Beiträge, mit weiterem Nutzen ab 2028. Das ist wichtig, weil es zeigt, dass Aurora nicht nur auf Marktwachstum wartet, sondern aktiv Lieferfähigkeit aufbaut. Gleichzeitig bedeutet der Deal aber erneut Aktienausgabe und damit Verwässerung: 2.417.180 neue Aktien wurden als Teil der Gegenleistung ausgegeben. (PR Newswire)

Die Bilanz ist im Branchenvergleich ordentlich, aber nicht makellos. Zum 31. März 2025 wies Aurora 852,7 Mio. CAD an Vermögenswerten und 244,1 Mio. CAD an Verbindlichkeiten aus; das Eigenkapital lag bei 608,6 Mio. CAD. Reuters beziffert das aktuelle Kurs-Buchwert-Verhältnis auf etwa 0,50. Der Markt bewertet Aurora also trotz der operativen Verbesserung weiter klar unter Buchwert. Das kann ein Hinweis auf Unterbewertung sein, es kann aber auch ein Misstrauensvotum sein, weil Investoren den bilanzierten Werten, der Nachhaltigkeit der Gewinne und der Kapitaldisziplin des Managements noch nicht voll trauen. Bei Cannabisaktien ist Letzteres kein theoretisches Problem, sondern historisch gut begründet. (SEC)

Was mir an Aurora gefällt, ist die heute deutlich klarere Struktur. Das Unternehmen hat sich von der alten Fantasie „irgendwann ist weltweit alles legal und wir sind überall groß“ entfernt und konzentriert sich stattdessen auf ein realistisches Modell: regulierte medizinische Märkte, GMP-Produktion, internationale Distribution, Genetik, Marken und hohe Margen. Dazu passt auch die eigene FY26-Guidance: Aurora erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen globalen Medizinalcannabis-Umsatz von 269 bis 281 Mio. CAD und ein bereinigtes EBITDA von 52 bis 57 Mio. CAD. Wenn das erreicht wird, wäre das kein explosionsartiges, aber ein qualitativ gutes Wachstum. (PR Newswire)

Was mir nicht gefällt, ist die fortbestehende Verwässerungsgefahr. Parallel zu den Q3-Zahlen hat Aurora ein neues At-the-Market-Programm über bis zu 100 Mio. US-Dollar aufgelegt. Das Management sagt zwar, man wolle dieses Kapital nur für strategische und wertsteigernde Zwecke wie zusätzliche Kapazität und mögliche Übernahmen nutzen. Trotzdem bleibt die Botschaft eindeutig: Aurora hält sich die Tür für weitere Aktienverkäufe offen. Für bestehende Aktionäre ist das kein Nebensatz, sondern ein zentrales Risiko. In einem Sektor mit so langer Verwässerungsgeschichte darf man das nicht kleinreden. (PR Newswire)

Zu den Kurszielen: Der Markt ist hier nicht einheitlich, aber die Richtung ist interessant. Für die US-Notiz nennt MarketWatch zuletzt ein Analystenspektrum von 3,66 bis 7,31 US-Dollar, mit einem Median von 6,10 und einem Durchschnitt von 5,55 US-Dollar. Für die TSX-Notiz zeigt MarketScreener einen Konsens von 7,62 CAD bei fünf Analysten, mit einer Spanne von 5,00 bis 10,00 CAD. Das heißt: Der Markt sieht Aufwärtspotenzial, aber keine einheitliche Euphorie. (MarketWatch)

Meine eigene Einschätzung ist etwas strenger als die reine Hoffnungslogik, aber positiver als der pauschale Branchenskeptizismus. Auf Sicht von 12 bis 24 Monaten halte ich ein bearishes Kursziel von 3,00 US-Dollar, ein Basisszenario von 5,50 US-Dollar und ein bullishes Szenario von 7,50 US-Dollar für plausibel. Das bearishe Szenario tritt ein, wenn Deutschland regulatorisch bremst, die Integration von Safari stockt, Aurora doch wieder stärker verwässert oder die EBITDA-Verbesserung sich als weniger robust herausstellt. Das Basisszenario passt zu weiterem organischem Wachstum im Medizinalcannabis, stabilen Margen und einer vorsichtigen Neubewertung in Richtung Analystenkonsens. Das bullishe Szenario braucht mehr: anhaltend starkes internationales Wachstum, saubere Integration, dauerhafte Cash-Generierung und eine glaubwürdige Geschichte, dass Aurora dauerhaft einer der wenigen global profitablen Medizinalcannabis-Anbieter werden kann. Das ist möglich, aber nicht selbstverständlich. Die Spannweite ist so groß, weil die Aktie trotz verbessertem Fundament immer noch ein Vertrauenspapier ist.

Für die nächsten fünf Jahre sehe ich die Chancen besser als viele Anleger offenbar noch glauben. Wenn Aurora die derzeitige Strategie durchzieht, kann das Unternehmen bis 2031 ein deutlich größeres, profitableres Medizinalcannabis-Unternehmen sein als heute. Der Hebel liegt in Europa, Australien und weiteren streng regulierten Märkten, in denen GMP-Qualität, Zuverlässigkeit und regulatorische Erfahrung zählen. Aurora hat dort echte Wettbewerbsvorteile. Deshalb halte ich in diesem Zeitraum eine klare operative Verbesserung für wahrscheinlicher als einen Rückfall in das alte Chaos. Der Haken ist: Auch ein operativ gutes Cannabisunternehmen muss nicht automatisch eine hervorragende Aktie sein, wenn Verwässerung, Regulierung oder Kapitalmarktmisstrauen den Bewertungsmultiplikator begrenzen.

Auf Sicht von zehn bis fünfzehn Jahren ist die Sache zwangsläufig spekulativer. Meine Einschätzung: Aurora hat nur dann das Potenzial auf eine wirklich starke Langfristanlage, wenn sich Medizinalcannabis global stärker in Richtung standardisierter, ärztlich begleiteter Therapie entwickelt und Aurora dabei zu den konsolidierenden Gewinnern gehört. In so einem Szenario könnte das Unternehmen erheblich größer werden als heute. Wenn sich die Branche dagegen weiter fragmentiert, Preise unter Druck bleiben und Regulierung eher bremst als öffnet, dann bleibt Aurora auch in zehn Jahren eher ein zyklischer Nischenwert als ein echter Compounder. Der langfristige Hebel ist also da, aber er hängt viel stärker an Regulierung und Marktstruktur als bei normalen Qualitätsunternehmen.

Unterm Strich sehe ich Aurora Cannabis heute als eine der interessanteren Aktien im Cannabis-Sektor, aber nicht als sichere Anlage. Das Unternehmen ist operativ glaubwürdig besser geworden: medizinischer Fokus, internationale Expansion, hohe Margen, positive freie Cashflows, stärkere Bilanz und eine nachvollziehbare M&A-Logik. Die Aktie bleibt trotzdem spekulativ, weil der Sektor unberechenbar ist und Aurora sich seine Börsenhistorie erst noch glaubwürdig abarbeiten muss. Wer hier investiert, kauft keinen defensiven Gesundheitswert, sondern eine Turnaround-Story mit realen Fortschritten und realen Risiken. Meine Gesamteinschätzung ist daher: operativ mittlerweile gut, strategisch sinnvoll, bilanziell ordentlich, aktienseitig interessant, aber nur für Anleger geeignet, die hohe Schwankungen und weitere Kapitalmaßnahmen aushalten. (PR Newswire)

Autor: ChatGPT

 
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