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Stimmen fürs Klima




02.08.22 12:20
NN Investment Partners

Den Haag (www.aktiencheck.de) - Weltweit wurden diesen Sommer viele Länder von Hitzewellen und Bränden heimgesucht, so die Experten von NN Investment Partners.

Obwohl dies für einige der betroffenen Gebiete kein besonders neues Phänomen sei, seien die wiederkehrenden und extremen Naturkatastrophen sowie die rekordverdächtige Hitze global gesehen ein Hinweis darauf, dass die Erderwärmung weitreichende Veränderungen verursache. Was könnten Asset Manager tun, um die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken zu reduzieren, die irreversible Folgen für die menschliche Gesundheit, Ökosysteme, Landwirtschaft, Wasserressourcen und Sicherheit haben könnten? Eine Möglichkeit, wie NN IP diese Probleme angehen wolle, sei das Engagement und die Wahrnehmung von Stimmrechten: "Wir nutzen unseren Einfluss als Aktien- und Anleiheinhaber, um Unternehmen, in die wir investieren, zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen."

Die Stimmrechtssaison 2022 sei sehr aktiv gewesen, mit einem enormen Anstieg der Aktionärsanträge, der den Rekordwert von 2021 noch übertroffen habe. Dies sei wahrscheinlich zum Teil auf die jüngsten Überarbeitungen der Börsenaufsichtsbehörde SEC zurückzuführen, die mehr Anträge zur Abstimmung zugelassen hätten. Das Thema Klima bleibe auf dem Radar der Stimmberechtigten, und die Erwartungen im sozialen Bereich seien 2022 gestiegen. Generell liege der Fokus zunehmend auf den Auswirkungen der Unternehmen auf umfassendere Aspekte, wie Scope-3-Emissionen, globale Lieferketten und geopolitische Faktoren. Es scheine, dass ein größeres Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen ESG-Themen bestehe.

NN IP habe die Vorstände weiterhin für versäumte Umwelt- und Sozialüberwachung, fehlende Offenlegungen und Untätigkeit bei wesentlichen Umwelt- und Sozialfragen verantwortlich gemacht. Die Experten hätten einen kritischen Ansatz bei der Bewertung der Klimapläne von Unternehmen verfolgt, da sie würden sicherstellen wollen, dass sie mit den Netto-Null-Verpflichtungen der Unternehmen übereinstimmen würden. Infolgedessen hätten sie bei den diesjährigen Hauptversammlungen keinen Klimaplan von Öl- und Gasunternehmen unterstützt. Sie hätten auch damit begonnen, die Vergütungspläne von Führungskräften ins Visier zu nehmen, falls Klimaziele verfehlt würden, und hätten weiterhin für Aktionärsanträge gestimmt, die auf einen schnelleren Übergang zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Welt abzielen würden.

Florentine van den Eerenbeemt, Responsible Investment Specialist bei NN IP, habe gesagt: "Glücklicherweise haben wir in dieser Stimmrechtssaison eine Reihe positiver Trends und vielversprechender Ergebnisse gesehen. Das Thema Klima wurde von den Vorständen der großen Emissionsverursacher erneut auf die Tagesordnung gesetzt, was es den Anlegern ermöglichte, ihre Unterstützung oder Ablehnung der Klimastrategien der Unternehmen zum Ausdruck zu bringen. Solche Klimaabstimmungen sind jedoch nur dann sinnvoll, wenn die Anleger ihr Engagement bei den Unternehmen verstärken."

"Wir müssen den Unternehmen ein detailliertes Feedback zu unseren Überlegungen geben, das über ein "Dafür" oder "Dagegen" hinausgeht. So haben beispielsweise einige Öl- und Gasunternehmen ihre Investitionen in kohlenstoffarme Technologien erhöht, gleichzeitig aber weiterhin den Großteil ihres Kapitals in die Erschließung (neuer) fossiler Brennstoffe investiert. Die Investoren müssen daher gemeinsam mit den Unternehmen, in die sie investieren, daran arbeiten, wie sie sich weiterentwickeln und verbessern können." (02.08.2022/ac/a/m)








 
 
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