Kolumnist: Walter Kozubek

Shell punktet bei hohem Ölpreis




14.04.26 15:46
Walter Kozubek

Der britische Energiekonzern Shell (GB00BP6MXD84) steuert auf ein deutlich stärkeres 1. Quartal 2026 zu, angetrieben von der jüngsten Eskalation im Nahen Osten. Wie das Unternehmen mitteilt, dürften insbesondere die Handelsgewinne im Ölgeschäft kräftig steigen. Hintergrund ist der massive Preissprung bei Rohöl infolge des Irankriegs, der zeitweise Notierungen von über 100 Dollar je Barrel auslöste. Analysten haben ihre Gewinnschätzungen entsprechend angehoben und rechnen mit einem Quartalsüberschuss von rund 6,8 bis 6,9 Mrd. Dollar. Die Kehrseite: Produktionsausfälle im Gasgeschäft belasten das operative Geschäft. So dürfte die Fördermenge im ersten Quartal sinken, unter anderem wegen Schäden an Anlagen im Nahen Osten.

Discount-Strategie mit 9,4 Prozent Puffer (September) 

Das Discount-Zertifikat der BNP Paribas mit dem Cap bei 38 Euro (ISIN DE000PK77GZ4) bietet bei einem Preis von 35,80 Euro einen maximalen Gewinn von 2,20 Euro oder 17,5 Prozent p.a., sofern die Aktie am Bewertungstag 18.9.26 auf oder über dem Cap schließt, ansonsten gibt’s eine Aktie. 

Bonus-Strategie mit 23,2 Prozent Puffer (September) 

Das Capped-Bonus-Zertifikat der SG mit der ISIN DE000FE0T8T7 bietet mit einer Barriere von 30 Euro einen Puffer von 23,2 Prozent. Sofern diese Barriere bis zum 18.9.26 nie berührt oder unterschritten wird, zahlt das Produkt den Bonusbetrag von 42 Euro. Bei einem Kaufpreis von 39,55 Euro realisieren Anleger dann die maximale Rendite von 2,45 Euro oder 13,5 Prozent p.a. Auch im negativen Szenario erfolgt ein Barausgleich. 

Einkommensstrategie mit 13,3 Prozent Kupon p.a. (Dezember) 

Die Aktienanleihe der DZ Bank mit der ISIN DE000DU885D0 zahlt unabhängig von der Kursentwicklung einen Kupon von 13,3 Prozent p.a. Durch den Einstiegspreis leicht über pari beträgt die effektive Rendite 12,1 Prozent p.a., wenn die Aktie am 18.12.26 oberhalb des Basispreises von 37,50 Euro schließt. Andernfalls werden 26 Aktien geliefert (= 1.000 / 37,50 Euro, Bruchteile im Barausgleich). 

ZertifikateReport-Fazit: Mit der Waffenruhe fiel der Ölpreis zwar wieder deutlich, dennoch bleibt der Ausblick positiv: Die volatile Marktlage hat Shells Handelsgeschäft gestärkt und dürfte die Gewinne kurzfristig weiter stützen. Die Zertifikate-Strategien bieten konservativen Anlegern neben einem Sicherheitspuffer die Möglichkeit zur Erzielung von attraktiven Renditen bereits bei einer Seitwärtsbewegung der Aktie. 

Autor: Thorsten Welgen

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Shell Aktien oder von Anlageprodukten auf Shell Aktien dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.


Quelle: zertifikatereport.de


Veröffentlicht am 14.04.2026 um 09:37 Uhr.








 

 
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