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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In den vergangenen Wochen erlebte der Ölpreis eine Achterbahnfahrt, wobei er den Oktober auf einem ähnlichen Niveau beendete, wie er ihn angefangen hatte, so die Analysten der DekaBank.
In der ersten Oktoberhälfte, nach der Waffenstillstandsvereinbarung im Gaza, sei die eingepreiste Risikoprämie am Ölmarkt zunächst merklich reduziert worden. Dann habe der Ölpreis im Zuge der Annäherung Chinas und der USA im Handelskonflikt zugelegt, da die Erwartungen an die Ölnachfrage infolgedessen angestiegen seien. Anfang November habe dann die OPEC+ eine weitere Anhebung ihrer Förderquoten für Dezember um 137 Tausend Fass pro Tag beschlossen. Im ersten Quartal 2025 wolle das Kartell aber die Fördermengen nicht weiter erhöhen, sondern beibehalten. Zunächst verharre der globale Ölmarkt noch in der Überversorgung, doch diese dürfte im Prognosezeitraum schwinden und den Ölpreis stützen.
Perspektiven: Am Ölmarkt würden sich strukturelle Veränderungen vollziehen. Die Ölnachfrage werde in Zukunft angesichts des globalen Umstiegs auf erneuerbare Energien zurückgehen. Die derzeitige US-Regierung werde diesen weltweiten Trend weg von fossilen Energiequellen nur bremsen, nicht aber vollständig stoppen können. Das globale Ölangebot dürfte in den kommenden Quartalen weltweit die Nachfrage übersteigen, was von dieser Seite Abwärtsdruck auf die Ölnotierungen bedeute. Die OPEC+-Länder hätten in Reaktion auf die neue US-Energiepolitik ihre Strategie geändert: Um ihre Marktanteile zu verteidigen, würden sie ein niedrigeres Ölpreisniveau akzeptieren. Zugleich wollten auch die USA ihre Ölförderung und -exporte ausweiten. Hinsichtlich der Nachfrage dürfte der globale Ölkonsum im Prognosezeitraum nicht zuletzt durch die chinesische Wachstumsschwäche gebremst werden. Perspektivisch spiele für den Rohölmarkt zudem die globale Absichtserklärung eine wichtige Rolle, die Netto-Emissionen von Kohlendioxid bis 2050 auf Null zu senken. Investitionen in fossile Angebotskapazitäten würden - mit Ausnahme der USA - reduziert. Hinsichtlich der Nachhaltigkeit hätten höhere Ölpreise eine wünschenswerte Lenkungswirkung, sofern in der Folge regenerative Energieträger stärker zum Zuge kämen. Langfristig werde Rohöl an Bedeutung verlieren und deshalb tendenziell im Preis nachgeben. (Volkswirtschaft Rohstoffe November 2025) (10.11.2025/ac/a/m)
In der ersten Oktoberhälfte, nach der Waffenstillstandsvereinbarung im Gaza, sei die eingepreiste Risikoprämie am Ölmarkt zunächst merklich reduziert worden. Dann habe der Ölpreis im Zuge der Annäherung Chinas und der USA im Handelskonflikt zugelegt, da die Erwartungen an die Ölnachfrage infolgedessen angestiegen seien. Anfang November habe dann die OPEC+ eine weitere Anhebung ihrer Förderquoten für Dezember um 137 Tausend Fass pro Tag beschlossen. Im ersten Quartal 2025 wolle das Kartell aber die Fördermengen nicht weiter erhöhen, sondern beibehalten. Zunächst verharre der globale Ölmarkt noch in der Überversorgung, doch diese dürfte im Prognosezeitraum schwinden und den Ölpreis stützen.
Perspektiven: Am Ölmarkt würden sich strukturelle Veränderungen vollziehen. Die Ölnachfrage werde in Zukunft angesichts des globalen Umstiegs auf erneuerbare Energien zurückgehen. Die derzeitige US-Regierung werde diesen weltweiten Trend weg von fossilen Energiequellen nur bremsen, nicht aber vollständig stoppen können. Das globale Ölangebot dürfte in den kommenden Quartalen weltweit die Nachfrage übersteigen, was von dieser Seite Abwärtsdruck auf die Ölnotierungen bedeute. Die OPEC+-Länder hätten in Reaktion auf die neue US-Energiepolitik ihre Strategie geändert: Um ihre Marktanteile zu verteidigen, würden sie ein niedrigeres Ölpreisniveau akzeptieren. Zugleich wollten auch die USA ihre Ölförderung und -exporte ausweiten. Hinsichtlich der Nachfrage dürfte der globale Ölkonsum im Prognosezeitraum nicht zuletzt durch die chinesische Wachstumsschwäche gebremst werden. Perspektivisch spiele für den Rohölmarkt zudem die globale Absichtserklärung eine wichtige Rolle, die Netto-Emissionen von Kohlendioxid bis 2050 auf Null zu senken. Investitionen in fossile Angebotskapazitäten würden - mit Ausnahme der USA - reduziert. Hinsichtlich der Nachhaltigkeit hätten höhere Ölpreise eine wünschenswerte Lenkungswirkung, sofern in der Folge regenerative Energieträger stärker zum Zuge kämen. Langfristig werde Rohöl an Bedeutung verlieren und deshalb tendenziell im Preis nachgeben. (Volkswirtschaft Rohstoffe November 2025) (10.11.2025/ac/a/m)
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