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New York (www.aktiencheck.de) - Im Vergleich zu den letzten zwei oder drei Jahrzehnten stellen unsere jüngsten Einschätzungen eine tiefgreifende Neubewertung dar, so Erik Knutzen, CIO Multi-Asset Class bei Neuberger Berman.
Seiner Ansicht nach könnten Sachwerte im kommenden Zyklus grundsätzlich besser abschneiden und bessere Diversifizierungsmöglichkeiten bieten, während Finanzanlagen wie Aktien und Anleihen stärker miteinander korrelieren würden.
Regime-Wechsel: Risiko für Rezession bestehe
Auch wenn es nicht das Basisszenario sei, räume das Asset Allocation Committee (AAC) ein, dass die derzeitige Situation das Risiko einer kurzfristigen Rezession erhöhe. Entweder dadurch, dass die Zentralbanken die Kontrolle über die steigenden Preise verlieren würden oder dadurch, dass sie bei dem Versuch, die Preisanstiege zu bremsen, zu aggressiv eingreifen würden. Auch ohne Rezession sei man der Meinung, dass der ungünstige Wachstums-Inflations-Mix den Anlegern ein neues Regime beschere, das sich stark von dem System der vergangenen zwei Jahrzehnte unterscheide. Die Wirksamkeit von Staatsanleihen mit langer Laufzeit und Investment-Grade-Rating dürfte als "natürliche" Absicherung für risikoreichere Anlagen nachlassen, da sich die Korrelationen zwischen Aktien und Anleihen positiv entwickele. Daraus folge, dass möglicherweise eine längere Phase bevorstehe, in der Realwerte, die vom inflationären Gegenwind profitieren würden, im Allgemeinen besser abschneiden könnten als Finanzwerte. Dies werfe wichtige langfristige Überlegungen zur Vermögensallokation auf.
Rohstoffe: Wann, wenn nicht jetzt
Da Rohstoffe eine sehr volatile Anlageklasse sein könnten, würden die meisten Anlagestrategien sie auf ein verhältnismäßig moderates Niveau begrenzen. Nach Auffassung des AAC seien die Argumente, die Rohstoffallokation auf das maximal vertretbare Niveau zu erhöhen, unter den gegenwärtigen Bedingungen so stark wie nie zuvor.
Ukraine-Krieg: Treiber der Inflation
Der Krieg verschärfe den Druck, der sich in der Wirtschaft bereits aufgebaut habe - die gestiegene Inflation. Während die Geopolitik zur größten Sorge des AAC geworden sei, stünden Inflation und Zentralbankpolitik klar an zweiter Stelle.
Einige Folgen seien unmittelbar spürbar. Getreide- und Düngemittelengpässe könnten später in diesem Jahr zu einem Problem werden. Die Energiepreise würden schon jetzt Schwierigkeiten bereiten, vor allem in Europa. Die Internationale Energieagentur (IEA) warne vor "der größten Versorgungskrise seit Jahrzehnten". Die Versorgungsengpässe entstünden durch offizielle Sanktionen, durch die "Selbstsanktionierung" großer Ölgesellschaften, Handelshäuser, Reedereien und Banken sowie durch Kriegsschäden an der Infrastruktur.
Im Zusammenhang mit den Bemühungen der Länder der Europäischen Union, unabhängig von fossilen Brennstoffen aus Russland zu werden, werde es zu wahrscheinlich zu einem längerfristigen inflationären Effekt kommen. (14.04.2022/ac/a/m)
Seiner Ansicht nach könnten Sachwerte im kommenden Zyklus grundsätzlich besser abschneiden und bessere Diversifizierungsmöglichkeiten bieten, während Finanzanlagen wie Aktien und Anleihen stärker miteinander korrelieren würden.
Regime-Wechsel: Risiko für Rezession bestehe
Auch wenn es nicht das Basisszenario sei, räume das Asset Allocation Committee (AAC) ein, dass die derzeitige Situation das Risiko einer kurzfristigen Rezession erhöhe. Entweder dadurch, dass die Zentralbanken die Kontrolle über die steigenden Preise verlieren würden oder dadurch, dass sie bei dem Versuch, die Preisanstiege zu bremsen, zu aggressiv eingreifen würden. Auch ohne Rezession sei man der Meinung, dass der ungünstige Wachstums-Inflations-Mix den Anlegern ein neues Regime beschere, das sich stark von dem System der vergangenen zwei Jahrzehnte unterscheide. Die Wirksamkeit von Staatsanleihen mit langer Laufzeit und Investment-Grade-Rating dürfte als "natürliche" Absicherung für risikoreichere Anlagen nachlassen, da sich die Korrelationen zwischen Aktien und Anleihen positiv entwickele. Daraus folge, dass möglicherweise eine längere Phase bevorstehe, in der Realwerte, die vom inflationären Gegenwind profitieren würden, im Allgemeinen besser abschneiden könnten als Finanzwerte. Dies werfe wichtige langfristige Überlegungen zur Vermögensallokation auf.
Da Rohstoffe eine sehr volatile Anlageklasse sein könnten, würden die meisten Anlagestrategien sie auf ein verhältnismäßig moderates Niveau begrenzen. Nach Auffassung des AAC seien die Argumente, die Rohstoffallokation auf das maximal vertretbare Niveau zu erhöhen, unter den gegenwärtigen Bedingungen so stark wie nie zuvor.
Ukraine-Krieg: Treiber der Inflation
Der Krieg verschärfe den Druck, der sich in der Wirtschaft bereits aufgebaut habe - die gestiegene Inflation. Während die Geopolitik zur größten Sorge des AAC geworden sei, stünden Inflation und Zentralbankpolitik klar an zweiter Stelle.
Einige Folgen seien unmittelbar spürbar. Getreide- und Düngemittelengpässe könnten später in diesem Jahr zu einem Problem werden. Die Energiepreise würden schon jetzt Schwierigkeiten bereiten, vor allem in Europa. Die Internationale Energieagentur (IEA) warne vor "der größten Versorgungskrise seit Jahrzehnten". Die Versorgungsengpässe entstünden durch offizielle Sanktionen, durch die "Selbstsanktionierung" großer Ölgesellschaften, Handelshäuser, Reedereien und Banken sowie durch Kriegsschäden an der Infrastruktur.
Im Zusammenhang mit den Bemühungen der Länder der Europäischen Union, unabhängig von fossilen Brennstoffen aus Russland zu werden, werde es zu wahrscheinlich zu einem längerfristigen inflationären Effekt kommen. (14.04.2022/ac/a/m)
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