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Globale Aktienmärkte robust




07.03.23 16:22
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Es ist erstaunlich, dass die wichtigen globalen Aktienmärkte trotz beharrlich hoher Inflationsdaten in jüngster Vergangenheit eine solche Robustheit ausstrahlen, so die Analysten der National-Bank AG.

Damit würden sie sich deutlich von den Entwicklungen an den Rentenmärkten unterscheiden, welche merkliche Kursverluste verzeichnen würden. So sei die Rendite 2-jähriger respektive 10-jähriger US-Staatsanleihen in den letzten vier Wochen von 4,1% bzw. 3,4% auf 4,8% bzw. 4,0% gestiegen. Die entsprechende Entwicklung deutscher Bundesanleihen habe einen Anstieg von 2,4% respektive 2,1% auf nunmehr 3,2% bzw. 2,7% gezeigt. Diese spürbaren Renditeanstiege würden momentan keinen Widerhall an den Aktienmärkten verzeichnen. Im Gegenteil: Die von den Analysten beobachteten Indices hätten in der letzten Woche abermals einen Sprung nach oben vollzogen. Belastungsfaktoren würden konsequent ignoriert. An den Aktienmärkten werde ja bekanntlich die Zukunft gehandelt, folglich scheine bei der Mehrheit der Marktteilnehmer für die weitere Entwicklung des Jahres 2023 (vorsichtiger) Optimismus zu herrschen.

Von der konjunkturellen Seite sei ein wesentlicher Stützpfeiler dieses Optimismus die rasche Öffnung der chinesischen Wirtschaft infolge der unerwarteten Umkehr in der chinesischen Corona-Politik. Diese sollte signifikante Wachstumsimpulse, nicht nur für die chinesische Wirtschaft, sondern auch für die Weltwirtschaft mit sich bringen. Zudem würden die jüngsten volkswirtschaftlichen Daten aus den USA die Ansicht der Analysten bestätigen, dass die USA eine Rezession vermeiden würden. Gerade der private Konsum zeige sich weiterhin sehr robust.

Es scheine also momentan an den Aktienmärkten eine Abwägung zwischen dem gegenwärtig zu verzeichnenden negativen Einfluss höherer Zinsen aufgrund beharrlich hoher Inflationsdaten und den im Laufe des Jahres zu erwartenden positiven Wachstumssignalen von der Weltwirtschaft stattzufinden. Aktuell scheine der positive Einfluss des Wirtschaftsoptimismus die Oberhand zu behalten. Zudem würden die Analysten weiterhin davon ausgehen, dass es eine Menge Gründe für einen nachhaltigen Rückgang der Inflationsraten gebe (zunehmend einsetzender Basiseffekt, Normalisierung der Lieferketten, signifikante Preisrückgänge bei den Energieträgern). Diese sollten im Jahresverlauf schlagend werden.

Weiterhin erscheine die technische Verfassung der Aktienmärkte aussichtsreich. Das müsse nicht so bleiben, spreche aber nicht dafür, dass die Aktienmärkte vor einem deutlichen Rücksetzer stünden. Gerade auch die Belastungen aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hätten sich in den letzten Wochen - auch dank eines milden Winters - deutlich zurückgebildet. Insgesamt wäre nach den sehr starken Zuwächsen seit Jahresbeginn ein Ausatmen des Marktes aber - auch für den weiteren Jahresverlauf - eher gesund, um Investoren, die die (für viele unerwartete) signifikante Rally verpasst hätten, einen günstigeren Einstieg zu ermöglichen. (07.03.2023/ac/a/m)







 
 
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