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Netflix: Radford Studio für $330 Millionen




24.04.26 22:25
Börse Global

Netflix: Radford Studio für $330 Millionen

An der Börse steht Netflix unter Druck. Der Aktienkurs fällt, der Co-Gründer geht. Parallel dazu nutzt der Streaming-Gigant die Gunst der Stunde für einen Immobilien-Coup in Hollywood.


Schnäppchenjagd in Kalifornien

Netflix verhandelt über den Kauf des historischen Radford Studio Centers in Los Angeles. Der Preis liegt laut Insidern bei rund 330 Millionen US-Dollar. Das wäre nur ein Bruchteil des letzten Verkaufspreises. Im Jahr 2021 zahlte der Vorbesitzer noch fast zwei Milliarden Dollar für das Gelände.


Die Zinswende brachte den bisherigen Eigentümer in Bedrängnis. Er konnte seinen Kredit nicht bedienen. Daraufhin übernahm der Hauptgläubiger Goldman Sachs das Areal. Nun steht der Verkauf an Netflix offenbar kurz vor dem Abschluss.


Eigene Studios statt teurer Mieten

Der Zeitpunkt passt. Bald endet der langjährige Mietvertrag von Netflix für die Sunset Bronson Studios. Mit dem Radford-Kauf sichert sich der Konzern eigene Produktionsstätten. Das macht das Unternehmen deutlich unabhängiger von externen Vermietern.

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Der Schritt unterstreicht die neue Strategie. Netflix investiert lieber in eigene Infrastruktur. In New Jersey baut der Konzern bereits ein milliardenschweres Studio auf einem ehemaligen Militärstützpunkt. Dafür winken hohe staatliche Subventionen.


Milliarden-Rückkauf stützt die Aktie

An der Börse herrscht indes Katerstimmung. Seit Mitte April verlor die Aktie mehr als 13 Prozent an Wert. Enttäuschende Finanznachrichten und der Rückzug von Co-Gründer Reed Hastings verunsichern Investoren. Aktuell notiert das Papier bei knapp 93 US-Dollar.


Das Management steuert nun gegen. Der Vorstand hat ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Milliarden US-Dollar genehmigt. Hinzu kommen restliche Mittel aus einem älteren Programm. Ein Enddatum für die Käufe gibt es nicht.


Werbung treibt das Wachstum

Operativ liefert das Werbegeschäft die stärksten Impulse. Das günstigere Abo-Modell macht in den entsprechenden Märkten über 60 Prozent der Neuanmeldungen aus. Die Zahl der Werbekunden stieg im Jahresvergleich um 70 Prozent.

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Analysten werten den jüngsten Kursrutsch daher oft als Einstiegschance. Die Experten von Morgan Stanley, JPMorgan und Bank of America raten weiterhin zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 114 US-Dollar.


David Joyce von Seaport Research hob sein Ziel sogar auf 119 US-Dollar an. Er verweist auf das boomende Werbesegment. Erreicht Netflix in diesem Jahr das anvisierte Werbeumsatzziel von drei Milliarden US-Dollar, dürfte das den Druck vom Aktienkurs nehmen.


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