Die ServiceNow-Aktie steht weiter massiv unter Druck. Am 5. Februar sackte der Kurs um rund 7,6 Prozent ab – Teil einer brutalen Verkaufswelle, die den gesamten Software-Sektor erfasst hat. Auslöser sind neue KI-Modelle, die das traditionelle Geschäftsmodell vieler Unternehmen infrage stellen.
Dabei hat ServiceNow erst vor wenigen Tagen solide Quartalszahlen vorgelegt. Doch die Angst vor KI-Disruption überlagert derzeit alle fundamentalen Daten.
Neue KI-Modelle schüren Ängste
Die jüngste Verkaufswelle wurde durch neue Modelle von Anthropic und OpenAI ausgelöst. Anthropics Claude Opus 4.6 kann eigenständig Codebasen prüfen und patchen. OpenAIs "Frontier"-Plattform ermöglicht es KI-Agenten, traditionelle CRM- und Ticketing-Systeme zu umgehen.
Das Problem für Software-Anbieter:
- Autonome KI-Agenten könnten sitzbasierte Lizenzmodelle verdrängen
- Traditionelle Enterprise-Software wird durch agentenbasierte Lösungen ersetzt
- Die Erlösmodelle der Branche stehen zur Disposition
Laut CNBC verdienten Hedgefonds Anfang 2026 bereits 24 Milliarden Dollar mit Leerverkäufen von Software-Aktien. Analysten sprechen von einem "Software-mageddon".
Starke Zahlen verpuffen wirkungslos
ServiceNow hatte am 28. Januar durchaus überzeugende Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 präsentiert:
- Subscription-Umsatz: 3,466 Milliarden Dollar (+21 Prozent)
- Gesamtumsatz: 3,568 Milliarden Dollar (+20,5 Prozent)
- Aktuelle Remaining Performance Obligations: 12,85 Milliarden Dollar (+25 Prozent)
- Now Assist Net New ACV: Mehr als verdoppelt
Zudem autorisierte der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden Dollar und kündigte einen beschleunigten Rückkauf über zwei Milliarden an.
Die positive Resonanz hielt allerdings nur wenige Tage. Die Sorge vor strukturellen Veränderungen wiegt schwerer als kurzfristige Wachstumszahlen.
Gegenoffensive mit Partnerschaften
ServiceNow versucht, sich im KI-Ökosystem zu positionieren. Parallel zu den Quartalszahlen verkündete das Unternehmen eine vertiefte Partnerschaft mit Anthropic zur Integration von Claude-Modellen. Auch mit OpenAI wurde eine Kooperation für agentenbasierte KI-Lösungen vereinbart.
Weitere Partnerschaften umfassen Microsoft Agent 365, Figma, NTT DATA und Fiserv.
Zudem plant ServiceNow die Übernahme des Cybersecurity-Anbieters Armis. Laut Unternehmensangaben soll die Transaktion die adressierbare Marktchance im Sicherheitsbereich mehr als verdreifachen.
Bewertung unter Druck
Am 5. Februar notierte die Aktie bei 102,63 Dollar – etwa 50 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 211,48 Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 108 Milliarden Dollar, das KGV bei etwa 61.
Mitte Dezember 2025 hatte ServiceNow einen 5-für-1-Aktiensplit durchgeführt.
Die nächsten Quartalszahlen werden voraussichtlich am 22. April erwartet. Bis dahin dürfte die Diskussion über KI-Disruption die Bewertung weiter bestimmen.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 98,89 $ | 96,66 $ | 2,23 $ | +2,31% | 20.04./18:14 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| US81762P1021 | A1JX4P | 211,28 $ | 81,25 $ | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
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83,68 € | +1,87% | 18:25 |
| Düsseldorf | 85,24 € | +3,12% | 16:00 |
| Stuttgart | 84,34 € | +2,55% | 18:02 |
| AMEX | 98,98 $ | +2,42% | 17:41 |
| Hannover | 84,54 € | +2,35% | 15:51 |
| NYSE | 98,89 $ | +2,31% | 18:13 |
| Frankfurt | 84,18 € | +2,28% | 18:00 |
| Nasdaq | 98,85 $ | +2,26% | 18:13 |
| Xetra | 83,96 € | +1,72% | 17:35 |
| München | 81,65 € | -0,32% | 09:38 |
| Hamburg | 80,92 € | -1,77% | 08:16 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 87 | ServiceNow | 10.04.26 |









