Der Kursrückgang hat nichts mit schlechten Zahlen zu tun. ServiceNow und Salesforce verlieren heute jeweils rund 5% — nicht weil die Geschäfte schwächeln, sondern weil Anleger eine grundsätzlichere Frage umtreibt: Was passiert mit Softwarelizenzen, wenn KI-Agenten die Arbeit übernehmen?
Die eigentliche Sorge
Das Bärenargument ist simpel und dennoch wuchtig. Wenn KI-Agenten Workflows eigenständig abwickeln können, wozu braucht es dann noch Lizenzgebühren pro Nutzer oder Modul? Genau auf diesen Strukturen basiert das Geschäftsmodell von ServiceNow. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 31% verloren — Salesforce kommt auf ähnliche 30% Minus — obwohl beide Unternehmen zuletzt starke Quartalsergebnisse vorgelegt haben.
Das zeigt, wie tief die Skepsis sitzt. Marktbewertungen spiegeln heute nicht mehr die Gegenwart, sondern eine mögliche Zukunft wider, in der das klassische SaaS-Modell unter Druck gerät.
Was die Zahlen sagen
Die Fundamentaldaten erzählen eine andere Geschichte. Im vierten Quartal 2025 wuchsen die Abonnementerlöse um 21% auf 3,47 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow stieg um 34% auf 4,6 Milliarden Dollar. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen — ein wichtiger Indikator für künftige Umsätze — kletterten um 25% auf 12,85 Milliarden Dollar.
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Für 2026 peilt ServiceNow 15,5 Milliarden Dollar Abonnementumsatz und eine operative Marge von 32% an. Das KI-Produkt Now Assist trieb das Wachstum bei Großabschlüssen um 40% nach oben. Bis Jahresende soll Now Assist allein eine Milliarde Dollar Jahresvertragswert erreichen.
CEO kauft mit eigenem Geld
Während die Aktie fällt, hat CEO William McDermott am 27. Februar 28.682 Aktien zu Preisen zwischen 104,60 und 105,96 Dollar gekauft — aus eigenen Mitteln, ohne vorab arrangierten Handelsplan. Sein direkter Anteil stieg damit auf 158.234 Aktien.
Gleichzeitig beendeten mehrere Führungskräfte ihre bestehenden Verkaufspläne und strichen alle künftigen geplanten Aktienverkäufe. Neben McDermott gehören dazu CFO Gina Mastantuono, Vizevorsitzender Nicholas Tzitzon sowie zwei weitere Vorstandsmitglieder. Dass Führungskräfte, die typischerweise Aktien als Vergütung erhalten, stattdessen mit versteuertem Privatvermögen zukaufen, ist ungewöhnlich.
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Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Am 21. April legt ServiceNow die nächsten Quartalsergebnisse vor. Mit einer Aktie nahe Mehrjahrestiefs und einer ungeklärten Debatte über KI-Disruption wird dieser Bericht zeigen, ob die agentenbasierte KI-Strategie des Unternehmens bereits konkrete Umsatzwirkung entfaltet — oder ob die strukturellen Bedenken des Marktes weiter Bestand haben.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 103,32 $ | 100,14 $ | 3,18 $ | +3,18% | 22.04./21:27 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| US81762P1021 | A1JX4P | 211,28 $ | 81,25 $ | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
88,18 € | +3,28% | 21:42 |
| NYSE | 103,32 $ | +3,18% | 21:26 |
| Nasdaq | 103,33 $ | +3,16% | 21:26 |
| Frankfurt | 88,02 € | +3,09% | 21:00 |
| Hamburg | 88,20 € | +2,89% | 20:54 |
| AMEX | 102,94 $ | +2,81% | 20:59 |
| Stuttgart | 87,76 € | +2,79% | 21:17 |
| München | 87,34 € | +2,58% | 19:45 |
| Hannover | 86,86 € | +1,66% | 08:03 |
| Xetra | 87,84 € | +0,90% | 17:35 |
| Düsseldorf | 87,66 € | -0,90% | 17:01 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 87 | ServiceNow | 10.04.26 |








