Der Bergbaugigant Rio Tinto zieht einen endgültigen Schlussstrich unter sein Diamantengeschäft. Mit der heutigen Schließung der kanadischen Diavik-Mine beendet der Konzern eine 23-jährige Ära, um massiv in die globale Energiewende zu investieren. Dieser strategische Schwenk hin zu Batteriemetallen geht allerdings mit erheblichen Umbaukosten einher.
Teurer Abschied vom Diamantenmarkt
Nach mehr als 150 Millionen geförderten Karat stellte die Diavik-Mine am Donnerstag die Produktion ein. Die Entscheidung resultiert aus einer anhaltenden Schwäche des Segments. Trotz eines Umsatzanstiegs auf 332 Millionen US-Dollar verbuchte das Diamantengeschäft im Jahr 2025 einen Nettoverlust von 79 Millionen US-Dollar. Ein weltweites Überangebot und die wachsende Konkurrenz durch synthetische Steine machten den Betrieb zunehmend unrentabel.
Der Ausstieg aus diesem Marktsegment erfordert hohe Rückstellungen. Der Konzern rechnet im laufenden Jahr mit Schließungs- und Rekultivierungskosten von rund einer Milliarde US-Dollar für den Standort Diavik. Die verbleibenden Rohdiamanten werden noch bis 2027 geschliffen und über das bestehende Netzwerk verkauft.
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Kupfer und Lithium im Fokus
Parallel zum Ende der Diamantenförderung plant das Unternehmen auch die Trennung von seinen Titan- und Borat-Sparten. Das frei werdende Kapital fließt direkt in Industriemetalle, die für die globale Dekarbonisierung unerlässlich sind. Ein zentraler Baustein ist das Resolution-Kupferprojekt in den USA, für das ein 500 Millionen US-Dollar schweres Bohrprogramm gestartet wurde. Ab Mitte der 2030er Jahre soll diese Anlage mehr als ein Viertel des US-Kupferbedarfs decken.
Zusätzlich treibt der Konzern seine Expansion im Bereich der Batteriemetalle voran. Kürzlich flossen gut 872 Millionen Pfund an Finanzierungsmitteln in das argentinische Rincon-Lithiumprojekt.
An der Börse reagierten Anleger am Donnerstag zunächst verhalten auf die milliardenschweren Umbaupläne und die damit verbundenen kurzfristigen Belastungen. Die Aktie gab um 2,65 Prozent auf 74,12 Euro nach. Langfristig richtet das Management das Unternehmen mit der klaren Konzentration auf Eisenerz, Kupfer, Aluminium und Lithium strikt auf die Rohstoffbedürfnisse der kommenden Jahrzehnte aus.
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
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| Düsseldorf | 84,62 € | -0,09% | 16:31 |
| Nasdaq OTC Other | 98,28 $ | -0,36% | 17:52 |
| Stuttgart | 84,65 € | -0,51% | 20:03 |
| Xetra | 85,03 € | -0,53% | 17:35 |
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