Der Nasdaq 100 gerät zum Wochenstart massiv unter Druck und verliert vorbörslich rund 1,0 Prozent. Auslöser ist eine beispiellose Nachricht aus Washington: Das US-Justizministerium hat strafrechtliche Ermittlungen gegen Notenbankchef Jerome Powell eingeleitet. Während Anleger Sicherheit suchen und Tech-Werte abstoßen, stellt sich die Frage: Wie stark gefährdet dieser Konflikt die Unabhängigkeit der Geldpolitik?
Angriff auf die Fed-Spitze
Die Futures-Märkte reagierten am Morgen mit deutlichen Abschlägen auf ein Video-Statement von Jerome Powell. Darin bestätigte er den Erhalt von Vorladungen einer Grand Jury, die sich offiziell auf Renovierungsarbeiten an Gebäuden der Federal Reserve beziehen. Powell wertete dies jedoch als Vorwand der Trump-Administration, um politischen Druck für niedrigere Zinsen auszuüben.
Diese Unsicherheit über die Führung der Zentralbank löste umgehend Fluchtbewegungen aus dem sogenannten "Sell-America"-Trade aus:
* Anleihen: Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen kletterte auf 4,20 Prozent, was die Bewertungen von Wachstumsaktien belastet.
* Gold: Als klassischer sicherer Hafen erreichte das Edelmetall ein neues Rekordhoch von über 4.600 US-Dollar pro Feinunze.
Walmart trotzt dem Trend
Während der breite Tech-Sektor leidet, verzeichnet Walmart deutliche Gewinne. Die Aktie des Einzelhandelsriesen klettert vorbörslich um über 2 Prozent auf rund 117 US-Dollar. Hintergrund ist die offizielle Ankündigung, dass Walmart am 20. Januar in den Nasdaq 100 aufsteigen und dort AstraZeneca ersetzen wird. Analysten von Jefferies rechnen dadurch mit Zuflüssen durch passive Fonds in Höhe von rund 19 Milliarden US-Dollar. AstraZeneca hingegen notiert schwächer, da Fondsmanager die Positionen vor dem Index-Ausschluss abbauen.
Andere Sektoren zeigen sich weniger widerstandsfähig. Coinbase steht nach einer Kurszielsenkung durch Bernstein auf 440 US-Dollar und anhaltenden Abflüssen aus Bitcoin-ETFs unter Druck. Auch der Halbleitersektor kämpft mit der Risikoaversion, wobei Nvidia trotz positiver Kommentare leicht im Minus notiert.
Wichtige Marken im Fokus
Technisch hat der Nasdaq 100 den Ausbruch über den Widerstand bei 25.830 Punkten nicht geschafft und korrigiert nun deutlich. Händler blicken jetzt auf die Unterstützungszone bei 25.600 Punkten. Sollte diese Marke nicht halten, droht ein Test des 50-Tage-Durchschnitts. Das kurzfristige Momentum hat sich laut RSI-Indikator klar eingetrübt.
Die Volatilität dürfte im heutigen Handelsverlauf hoch bleiben. Neben den politischen Schlagzeilen richten sich die Blicke bereits auf die morgigen US-Verbraucherpreisdaten (CPI). Sollte die Inflation höher als die erwarteten 2,8 Prozent ausfallen, könnte dies in Kombination mit der juristischen Bedrohung der Fed-Spitze für weitere Turbulenzen sorgen.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 26.673,82 | 26.323,99 | 349,83 | +1,33% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| US6311011026 | A0AE1X | 26.719 | 17.684 | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
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26.670,75 | +1,32% | 17.04.26 |
| Indizes Nasdaq | 26.672,43 $ | +1,29% | 17.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
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