Für Aktionäre der Erste Group endet heute Nacht eine wichtige Frist. Wer bei der kommenden Hauptversammlung am 17. April über die drastisch gekürzte Dividende mitbestimmen will, muss bis Mitternacht seinen Depotnachweis sichern. Der massive Einschnitt bei der Ausschüttung hat einen konkreten, milliardenschweren Grund im benachbarten Ausland.
Historischer Gewinn, schmale Ausschüttung
Auf dem Papier glänzt die Bank mit einem historischen Nettogewinn von 3,51 Milliarden Euro für das abgelaufene Jahr 2025. Die vorgeschlagene Dividende von lediglich 0,75 Euro je Aktie fällt im direkten Vergleich zum Vorjahr mit 3,00 Euro allerdings mager aus. Die Ausschüttungsquote schrumpft damit auf rund zehn Prozent. Aktionäre, die sich diese Zahlung sichern wollen, sollten den Ex-Tag am 22. April im Blick behalten.
Verantwortlich für das zurückhaltende Vorgehen bei der Gewinnbeteiligung ist der sieben Milliarden Euro schwere Markteintritt in Polen. Noch im laufenden Quartal startet das zweijährige Rebranding der übernommenen Santander Bank Polska zur „Erste Bank Polska“. Die Umstellung von knapp 500 Filialen und 1.400 Bankomaten ist eine klare Kampfansage an die lokalen Platzhirsche. Gleichzeitig fusionieren die Brokerage-Einheiten zum neuen Marktführer im polnischen Wertpapiergeschäft.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Erste Bank?
Milliardenprojekt drückt auf die Kapitaldecke
Dieser Kraftakt hinterlässt kurzfristig tiefe Spuren in der Bilanz. Die Erstkonsolidierung der polnischen Tochter drückt die harte Kernkapitalquote im ersten Quartal 2026 um rund 460 Basispunkte. Zuvor lag diese zum Jahresende bei einem Höchststand von 19,3 Prozent. Hinzu kommen Integrationskosten von 180 Millionen Euro sowie eine bilanzielle Einmalbelastung von 300 Millionen Euro aus der Bewertung des Kreditportfolios.
Trotz der enormen Belastungen durch den Ausbau der Kundenbasis auf 23 Millionen hält das Management an den Jahreszielen fest. Die Zielvorgaben umfassen einen bereinigten Gewinn von über vier Milliarden Euro sowie einen Zinsüberschuss jenseits der elf Milliarden Euro. Die angestrebte Kernkapitalquote für 2026 taxiert die Führungsebene auf 14,25 Prozent.
Härtetest Ende April
Die wahre Belastungsprobe für die neue Konzernstruktur folgt am 30. April. An diesem Tag präsentiert die Bank ihre Quartalszahlen, die erstmals die vollständige polnische Tochter abbilden. Diese Daten werden den konkreten finanziellen Startpunkt des Integrationsprozesses markieren und belegen, wie robust die Kapitaldecke das Milliardenprojekt im operativen Alltag tatsächlich abfedert.
Erste Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Erste Bank-Analyse vom 7. April liefert die Antwort:
Die neusten Erste Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Erste Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Erste Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 101,30 € | 103,10 € | -1,80 € | -1,75% | 22.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| AT0000652011 | 909943 | 112,60 € | 58,50 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
100,60 € | -1,85% | 21:00 |
| Stuttgart | 100,90 € | -1,46% | 21:56 |
| Düsseldorf | 100,50 € | -1,57% | 19:30 |
| Xetra | 101,30 € | -1,75% | 17:35 |
| Hamburg | 100,50 € | -2,24% | 17:25 |
| Hannover | 100,50 € | -2,33% | 17:25 |
| München | 102,30 € | -2,66% | 08:00 |
| Frankfurt | 100,70 € | -4,00% | 12:32 |
| Nasdaq OTC Other | 120,29 $ | -5,13% | 15:54 |
|
| Antw. | Thema | Zeit |
| 62 | Erste Bank macht's klug | 02.12.25 |
| 1 | Totalausfall von George | 14.07.23 |
| 18 | Helkon-Kurssprung | 25.04.21 |
| 49 | ERSTE BANK | 09.02.15 |
| 5 | ERSTE BANK Q1 2005 mit s. | 06.01.14 |








