Der April bringt für die Erste Group gleich mehrere Bewährungsproben auf einmal. Hauptversammlung, stark reduzierte Dividende und die erste Konsolidierung der polnischen Akquisition — alles innerhalb weniger Wochen. Der Markt hat das bereits eingepreist: Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund acht Prozent und notiert mit 96 Euro spürbar unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 101 Euro.
Dividende bricht ein — trotz Rekordgewinn
Am 17. April trifft sich die Erste Group zur 33. ordentlichen Hauptversammlung in Wien. Auf der Tagesordnung steht eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie — verglichen mit 3,00 Euro im Vorjahr ein drastischer Rückschnitt. Die Ausschüttungsquote fällt damit von 50 bis 55 Prozent auf rund 10 Prozent, obwohl das Unternehmen für 2025 einen Rekordnettogewinn von 3,51 Milliarden Euro ausgewiesen hat.
Der Grund liegt auf der Hand: Die Kapitalressourcen werden für die Integration der polnischen Santander Bank Polska gebunden. Integrationskosten von rund 180 Millionen Euro und eine einmalige Kreditrisikovorsorge von 300 Millionen Euro brutto belasten die Bilanz. Hinzu kommen regulatorische Abgaben und Bankensteuern von etwa 450 Millionen Euro, vorwiegend aus Ungarn und Rumänien.
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Q1-Zahlen zeigen das wahre Ausmaß
Der eigentliche Belastungstest folgt am 30. April: Mit den Erstquartalszahlen konsolidiert die Erste Group die polnische Akquisition erstmals vollständig. Das Management erwartet dabei einen CET1-Rückgang von rund 460 Basispunkten — ausgehend von einer Ausgangsbasis von 19,3 Prozent zum Jahresende 2025. Das ist ein erheblicher Kapitalabfluss, der die Kernkapitalquote merklich unter Druck setzt.
Parallel läuft das Rebranding der 485 polnischen Filialen und 1.400 Bankomaten an, das insgesamt etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen soll. Strategisch ergänzt eine neue Allianz mit der Santander Group im Firmenkundengeschäft das Bild: Die Spanier bringen ihr globales Netzwerk ein, die Erste Group ihre Osteuropa-Expertise. Auch die Brokerage-Einheiten beider Häuser in Polen sollen fusionieren.
Ambitionen für 2026 bleiben hoch
Trotz der Einmalbelastungen hält das Management an seinen Jahreszielen fest. Für 2026 wird eine Eigenkapitalrendite von rund 19 Prozent angepeilt, der Gewinn je Aktie soll um mehr als 20 Prozent steigen. Organisches Kreditwachstum von über 5 Prozent sowie ein Zinsüberschuss von mehr als 11 Milliarden Euro runden die Prognose ab.
Gelingt es, die Kapitalquote nach der Erstkonsolidierung planmäßig wieder aufzubauen, öffnet sich perspektivisch Spielraum für höhere Kapitalrückführungen. Die Q1-Zahlen Ende April liefern dafür die erste konkrete Grundlage — und entscheiden darüber, ob das Vertrauen des Marktes in die Polen-Strategie zurückkehrt.
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