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Dow Jones bricht ein!




03.11.25 21:25
Börse Global

Dow Jones Aktie

Miese Stimmung in der US-Wirtschaft und wachsende Zinsunsicherheit drücken den amerikanischen Leitindex in die Verlustzone. Die jüngsten Konjunkturdaten zeichnen ein düsteres Bild der Industrieaktivität.


Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe rutschte im Oktober unerwartet auf 48,7 Punkte ab - deutlich schlechter als die erwarteten 49,3 Zähler. Bereits der Vormonatswert von 49,1 lag unter der kritischen 50er-Marke, die Wachstum von Schrumpfung trennt. Die US-Industrie steckt damit tiefer in der Rezession als befürchtet.


Produktion bricht regelrecht ein


Besonders alarmierend: Der Produktionsindex stürzte von 51,0 auf 48,2 Punkte ab. Das ist ein deutliches Warnsignal für die weitere Wirtschaftsentwicklung. Einzig die Neuaufträge zeigten eine minimale Erholung auf 49,4 Punkte - doch auch diese bleiben im Schrumpfungsbereich.


Die Beschäftigungskomponente verharrt bei schwachen 46,0 Punkten. Das deutet darauf hin, dass Unternehmen weiter Personal abbauen und Investitionen zurückfahren. Immerhin gaben die Preise nach - der entsprechende Index fiel von 61,9 auf 58,0 Punkte.


EZB-Wende belastet zusätzlich


Parallel verschärft sich die Zinsunsicherheit. Die von der Europäischen Zentralbank befragten Analysten rechnen nicht mehr mit weiteren Leitzinssenkungen in der Eurozone. Noch im September prognostizierten sie eine Reduzierung auf 1,75 Prozent bis März 2026 - diese Erwartung ist nun komplett gestrichen.


Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hält sich alle Optionen offen: "Im Dezember werden wir neue Projektionen bekommen und dann auf Basis dieser Daten eine Entscheidung treffen." Die hohe Unsicherheit macht eine klare geldpolitische Linie unmöglich.


Für 2028 rechnen die Experten sogar mit Zinserhöhungen auf 2,25 Prozent. Das würde zusätzlichen Druck auf die Aktienmärkte bedeuten, da höhere Zinsen die Attraktivität von Anleihen gegenüber Aktien steigern.


Die Kombination aus schwächelnder US-Industrie und restriktiverer Geldpolitik dürfte den Dow Jones weiter unter Druck setzen. Anleger sollten sich auf weitere Turbulenzen einstellen.


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