Aventis Liaison geglückt




29.07.03 13:56
BoersenMan.de

Nicht alle Börsen-Ehen sind so fruchtbar wie Aventis, berichten die Experten von "BoersenMan.de".

Daimler Benz habe bald erhebliche Schönheitsfehler an seiner Braut gefunden, kaum hätten sie sich vermählt: Chrysler mache ja nur Verluste, würden die Stuttgarter mäkeln, und seither erfolglos an dem USA-Partner herumschrauben. Und auch beim Versicherer Allianz hänge seit der Fusion mit der Dresdner Bank der Haussegen schief. Scheidungen aber seien teuer.

Ein besseres Händchen bei der Partnerwahl hätten die Pharmakonzerne Hoechst aus Deutschland und Rhone-Poulenc aus Frankreich bewiesen: Unter dem neuen Namen "Aventis" seien beide seit vier Jahren unzertrennlich. Der Gewinn steige: Um 18 Prozent im letzten Quartal. Und die Ehe sei fruchtbar: 15 Präparate und Impfstoffe seien aus ihr hervorgegangen - mit allesamt klangvollen Namen: "Allegra" oder "Lovenox" hießen sie. Und sie würden schnell wachsen: Allegra, ein Heuschnupfenmittel, um 8,6 Prozent, der Umsatz des Krebsmittels Taxoterre sogar um 25 Prozent weltweit.

Doch Aventis' ganzer Stolz heiße "Lantus". Das Diabetesmittel habe das Zeug zum Verkaufsschlager, hoffe das Management. Eine Milliarde Umsatz könnte der Stoff gegen "Zucker" einspielen: Das würden nur ganz wenige schaffen. Das wäre nicht nur schön - es sei auch dringend nötig. Denn weitere viel versprechende Medikamentenkinder ließen auf sich warten. Und die Rahmenbedingungen würden härter: Die Pharmaindustrie werde weltweit zunehmend als Kostenfaktor für das Gesundheitssystem kritisiert; die Konkurrenz billiger Nachahmerprodukte wachse. Lantus müsse schnell laufen lernen - sonst gebe es am Ende doch noch Ehestreit im Hause Aventis.






 
 
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