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Nach einem doch recht deutlichen Abschlag zum Handelsstart erholte sich der DAX gestern im Handelsverlauf zusehends und tendierte am Ende nur wenig verändert. Unterstützung erhielt das Börsenbarometer dabei aus den USA, wo die Wall Street fester in den Handel ging. Am Ende verlor der deutsche Leitindex nur leicht um 0,11 Prozent auf 5.666,41 Punkte (LDAX: 5.682,58 Punkte; +0,62 Prozent), während der MDAX um 0,37 Prozent auf 8.060,61 Zähler absackte.
Mit an die DAX-Spitze kletterten gestern Aktien der Deutschen Telekom, die 2 Prozent hinzugewannen. Der Titel profitierte wie der gesamte europäische Telekomsektor von der aufflammenden Übernahmephantasie, nachdem der portugiesische Mischkonzern Sonae am Vortag eine Übernahmeofferte für die Portugal Telecom auf den Tisch legte. Papiere der Deutschen Lufthansa profitierten von dem rückläufigen Ölpreis und gewannen in der Folge 2,5 Prozent hinzu. Daneben lagen Infineon-Aktien mit an der Spitze, nachdem Cisco Systems starke Zahlen präsentierte.
Dagegen knüpften Papiere der Hypo Real Estate gestern an die schwache Vortagesentwicklung an und verloren 0,7 Prozent. An das Indexende fielen aber Linde-Aktien mit einem Abschlag von 2,3 Prozent, zudem standen adidas-Salomon deutlicher unter Druck. Der Automobilsektor litt unter den schwachen Geschäftszahlen des französischen Automobilbauers Peugeot. Sowohl Volkswagen wie auch DaimlerChrysler und BMW gaben - teils deutlicher - ab. Im MDAX verloren Salzgitter-Aktien nach einer Gewinnwarnung des australischen Mitbewerbers BlueScope Steel 4,6 Prozent. Nach der Präsentation von Geschäftszahlen schossen indes ProSiebenSat.1-Aktien um 4,5 Prozent nach oben.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit einem Plus in den Handel starten. Die Citigroup rechnet zu Handelsbeginn mit 5.712 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 5.711 Zählern.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Deutschland steht heute das DIW Konjunkturbarometer zur Veröffentlichung an. Ferner wird in Großbritannien die Handelsbilanz sowie die BoE-Zinsentscheidung und in der Eurozone der EZB-Monatsbericht bekannt gegeben. Aus den USA werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Großhandelsdaten gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei Allied Waste Industries Inc., Atari Inc., AutoNation Inc., BT Group plc, Coca-Cola Enterprises Inc., Dassault Systèmes S.A., EarthLink Inc., Marriott International Inc., MetLife Inc., Micronas Semiconductor Holding AG, Renault S.A., Rofin-Sinar Technologies Inc., Rolls-Royce Group plc, Smith & Nephew plc, Syngenta AG, Thomson Corp., Timberland Co. und Unilever N.V. an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Mittwoch im Plus. Während der Dow Jones mit 10.858 Punkten um 1,02 Prozent zunahm, zog die NASDAQ um 0,99 Prozent auf 2.266 Zähler an. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.674 Punkten (-0,0 Prozent) und der S&P Future bei 1.267 Zählern (-0,1 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 60,52 Dollar; Euro: 1,1985 Dollar; Gold: 548,75 Dollar
Wichtige Meldungen:
Die News Corp. (ISIN US65248E1047/ WKN A0DLJU) veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Fiskalquartal 2005/06. Demnach konnte der Medienkonzern seinen Gewinn deutlich verbessern und die Erwartungen leicht übertreffen. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 694 Mio. Dollar bzw. 21 Cents je Aktie, nach 386 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von durchschnittlich 20 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen von 6,56 Mrd. Dollar auf nun 6,67 Mrd. Dollar. Die Analysten hatten zuvor Umsätze von 6,90 Mrd. Dollar erwartet. Für das derzeit laufende zweite Fiskalquartal erwarten die Analysten ein EPS von 19 Cents, bei Umsätzen von 6,29 Mrd. Dollar.
Die Electronic Data Systems Corp. (EDS) (ISIN US2856611049/ WKN 901244) veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das Schlussquartal 2005. Demnach konnte der IT-Konzern seinen Gewinn mehr als verdoppeln. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 112 Mio. Dollar bzw. 21 Cents je Aktie, nach 53 Mio. Dollar bzw. 10 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um nicht fortgeführte Geschäfte sank das EPS von 29 Cents auf nun 25 Cents. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von durchschnittlich 23 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen von 5,09 Mrd. Dollar auf nun 5,15 Mrd. Dollar. Die Analysten hatten zuvor Umsätze von 5,09 Mrd. Dollar erwartet. Für das derzeit laufende erste Quartal erwarten die Analysten ein EPS von 20 Cents, bei Umsätzen von 4,99 Mrd. Dollar.
Der kanadische Netzwerkspezialist Nortel Networks Corp. (ISIN CA6565681021/ WKN 929925) gab am Mittwoch bekannt, dass er bei zwei Aktionärs-Sammelklagen hinsichtlich seines Bilanzskandals einen Vergleich erzielt hat, in dessen Rahmen er knapp 2,5 Mrd. Dollar in Form von Bargeld und Aktien zahlen wird. Demnach zahlt Nortel 575 Mio. Dollar in bar und gibt zudem 628,7 Millionen Aktien (14,5 Prozent des Grundkapitals) aus. Darüber hinaus hat sich der Konzern im Rahmen der vorläufigen Einigung verpflichtet, die Hälfte sämtlicher Mittel beizusteuern, die man aus Prozessen gegen ehemalige Senior Manager erstreitet, welche im April 2004 entlassen wurden. Insgesamt wird der Konzern in der Bilanz 2005 eine Sonderbelastung von 2,47 Mrd. Dollar bzw. 57 Cents pro Aktie nach Steuern verbuchen. Dabei soll der Einmaleffekt mit den Zahlen zum vierten Quartal ausgewiesen werden. Die Klagen gegen Nortel waren das Ergebnis von nicht korrekt vorgelegten Bilanzen. Der Konzern musste sowohl 2001 als auch 2003 seine Geschäftszahlen aufgrund von Fehlern in der Buchhaltung revidieren.
Der Mischkonzern GEA Group AG (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) hat neue Aufträge im Wert von insgesamt 300 Mio. Euro erhalten. Dies gab der im MDAX notierte Konzern am Mittwoch bekannt. Demnach wird die Tochtergesellschaft Lentjes GmbH an zwei Standorten in Großbritannien Rauchgasentschwefelungsanlagen für Kohlekraftwerke bauen. Auftraggeber ist die Scottish and Southern Energy plc (SSE). Die Anlagen werden an den Standorten Fiddler?s Ferry in Cheshire und Ferrybridge in West Yorkshire errichtet. Sie sind Teil eines Programms, mit dem die Laufzeiten der vorhandenen Kraftwerke durch Anpassung der Emissionen an neueste EU-Auflagen verlängert werden sollen. Das Abkommen umfasst dabei das Genehmigungsengineering sowie die Planung, Konstruktion, Herstellung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der Anlagen an beiden Standorten einschließlich aller zugehörigen Nebenanlagen sowie den Anschluss an die vorhandenen Kraftwerke. Der Auftrag wird von Lentjes in Zusammenarbeit mit der Schwesterfirma Lurgi UK, London, abgewickelt. Die Inbetriebnahme der Anlagen wird bis Mitte 2008 erfolgen.
Mit an die DAX-Spitze kletterten gestern Aktien der Deutschen Telekom, die 2 Prozent hinzugewannen. Der Titel profitierte wie der gesamte europäische Telekomsektor von der aufflammenden Übernahmephantasie, nachdem der portugiesische Mischkonzern Sonae am Vortag eine Übernahmeofferte für die Portugal Telecom auf den Tisch legte. Papiere der Deutschen Lufthansa profitierten von dem rückläufigen Ölpreis und gewannen in der Folge 2,5 Prozent hinzu. Daneben lagen Infineon-Aktien mit an der Spitze, nachdem Cisco Systems starke Zahlen präsentierte.
Dagegen knüpften Papiere der Hypo Real Estate gestern an die schwache Vortagesentwicklung an und verloren 0,7 Prozent. An das Indexende fielen aber Linde-Aktien mit einem Abschlag von 2,3 Prozent, zudem standen adidas-Salomon deutlicher unter Druck. Der Automobilsektor litt unter den schwachen Geschäftszahlen des französischen Automobilbauers Peugeot. Sowohl Volkswagen wie auch DaimlerChrysler und BMW gaben - teils deutlicher - ab. Im MDAX verloren Salzgitter-Aktien nach einer Gewinnwarnung des australischen Mitbewerbers BlueScope Steel 4,6 Prozent. Nach der Präsentation von Geschäftszahlen schossen indes ProSiebenSat.1-Aktien um 4,5 Prozent nach oben.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit einem Plus in den Handel starten. Die Citigroup rechnet zu Handelsbeginn mit 5.712 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 5.711 Zählern.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Deutschland steht heute das DIW Konjunkturbarometer zur Veröffentlichung an. Ferner wird in Großbritannien die Handelsbilanz sowie die BoE-Zinsentscheidung und in der Eurozone der EZB-Monatsbericht bekannt gegeben. Aus den USA werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Großhandelsdaten gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Mittwoch im Plus. Während der Dow Jones mit 10.858 Punkten um 1,02 Prozent zunahm, zog die NASDAQ um 0,99 Prozent auf 2.266 Zähler an. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.674 Punkten (-0,0 Prozent) und der S&P Future bei 1.267 Zählern (-0,1 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 60,52 Dollar; Euro: 1,1985 Dollar; Gold: 548,75 Dollar
Wichtige Meldungen:
Die News Corp. (ISIN US65248E1047/ WKN A0DLJU) veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Fiskalquartal 2005/06. Demnach konnte der Medienkonzern seinen Gewinn deutlich verbessern und die Erwartungen leicht übertreffen. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 694 Mio. Dollar bzw. 21 Cents je Aktie, nach 386 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von durchschnittlich 20 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen von 6,56 Mrd. Dollar auf nun 6,67 Mrd. Dollar. Die Analysten hatten zuvor Umsätze von 6,90 Mrd. Dollar erwartet. Für das derzeit laufende zweite Fiskalquartal erwarten die Analysten ein EPS von 19 Cents, bei Umsätzen von 6,29 Mrd. Dollar.
Die Electronic Data Systems Corp. (EDS) (ISIN US2856611049/ WKN 901244) veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das Schlussquartal 2005. Demnach konnte der IT-Konzern seinen Gewinn mehr als verdoppeln. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 112 Mio. Dollar bzw. 21 Cents je Aktie, nach 53 Mio. Dollar bzw. 10 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um nicht fortgeführte Geschäfte sank das EPS von 29 Cents auf nun 25 Cents. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von durchschnittlich 23 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen von 5,09 Mrd. Dollar auf nun 5,15 Mrd. Dollar. Die Analysten hatten zuvor Umsätze von 5,09 Mrd. Dollar erwartet. Für das derzeit laufende erste Quartal erwarten die Analysten ein EPS von 20 Cents, bei Umsätzen von 4,99 Mrd. Dollar.
Der kanadische Netzwerkspezialist Nortel Networks Corp. (ISIN CA6565681021/ WKN 929925) gab am Mittwoch bekannt, dass er bei zwei Aktionärs-Sammelklagen hinsichtlich seines Bilanzskandals einen Vergleich erzielt hat, in dessen Rahmen er knapp 2,5 Mrd. Dollar in Form von Bargeld und Aktien zahlen wird. Demnach zahlt Nortel 575 Mio. Dollar in bar und gibt zudem 628,7 Millionen Aktien (14,5 Prozent des Grundkapitals) aus. Darüber hinaus hat sich der Konzern im Rahmen der vorläufigen Einigung verpflichtet, die Hälfte sämtlicher Mittel beizusteuern, die man aus Prozessen gegen ehemalige Senior Manager erstreitet, welche im April 2004 entlassen wurden. Insgesamt wird der Konzern in der Bilanz 2005 eine Sonderbelastung von 2,47 Mrd. Dollar bzw. 57 Cents pro Aktie nach Steuern verbuchen. Dabei soll der Einmaleffekt mit den Zahlen zum vierten Quartal ausgewiesen werden. Die Klagen gegen Nortel waren das Ergebnis von nicht korrekt vorgelegten Bilanzen. Der Konzern musste sowohl 2001 als auch 2003 seine Geschäftszahlen aufgrund von Fehlern in der Buchhaltung revidieren.
Der Mischkonzern GEA Group AG (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) hat neue Aufträge im Wert von insgesamt 300 Mio. Euro erhalten. Dies gab der im MDAX notierte Konzern am Mittwoch bekannt. Demnach wird die Tochtergesellschaft Lentjes GmbH an zwei Standorten in Großbritannien Rauchgasentschwefelungsanlagen für Kohlekraftwerke bauen. Auftraggeber ist die Scottish and Southern Energy plc (SSE). Die Anlagen werden an den Standorten Fiddler?s Ferry in Cheshire und Ferrybridge in West Yorkshire errichtet. Sie sind Teil eines Programms, mit dem die Laufzeiten der vorhandenen Kraftwerke durch Anpassung der Emissionen an neueste EU-Auflagen verlängert werden sollen. Das Abkommen umfasst dabei das Genehmigungsengineering sowie die Planung, Konstruktion, Herstellung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der Anlagen an beiden Standorten einschließlich aller zugehörigen Nebenanlagen sowie den Anschluss an die vorhandenen Kraftwerke. Der Auftrag wird von Lentjes in Zusammenarbeit mit der Schwesterfirma Lurgi UK, London, abgewickelt. Die Inbetriebnahme der Anlagen wird bis Mitte 2008 erfolgen.










