Morgen früh legt ASML seine Quartalszahlen vor — und diesmal fehlt der wichtigste Anhaltspunkt für Investoren. Erstmals verzichtet der niederländische Chipausrüster auf die Veröffentlichung konkreter Auftragsdaten. Was bleibt, sind Umsatzzahlen, Margenprognosen und das, was das Management sagt.
Das Ende der Auftragstransparenz
Seit Jahren galt der Auftragseingang als der entscheidende Frühindikator für ASMLs Geschäftsentwicklung. Dieser Wert fällt ab sofort weg. Stattdessen rücken qualitative Aussagen von CEO Christophe Fouquet und CFO Roger Dassen in den Vordergrund. Der Investorencall beginnt um 15:00 Uhr MEZ.
Für das erste Quartal erwartet ASML einen Umsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen 34 bis 39 Milliarden Euro an — der Mittelpunkt liegt über dem Analystenkonsens von 35,1 Milliarden Euro.
Die Aktie notiert aktuell bei 1.285 Euro, nur 0,76 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.
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Samsung, SK Hynix und das KI-Signal
Mehrere Institutionen beobachten den Fortschritt von Samsungs Bestellung für sein P5-Werk in Pyeongtaek besonders genau. Samsung hat rund 20 EUV-Systeme geordert. SK Hynix plant Ausgaben von etwa 8 Milliarden Dollar für EUV-Ausrüstung. Beide Aufträge gelten als Gradmesser für die Nachfrage aus dem KI-Segment.
Das Orderbuch zum Jahresende 2025 umfasste 38,8 Milliarden Euro. Im vierten Quartal 2025 lagen die Nettobestellungen bei 13,2 Milliarden Euro — davon entfielen 7,4 Milliarden Euro auf EUV-Systeme.
Geopolitik als neues Risiko
Kurz vor den Zahlen hat ein neues Gesetzgebungsvorhaben in Washington für Unruhe gesorgt. Der sogenannte MATCH Act soll den Verkauf und die Wartung von ASMLs DUV-Maschinen an chinesische Chipfertiger wie SMIC oder Huawei untersagen. Die Ankündigung schickte die Aktie vorübergehend um 2,6 Prozent nach unten.
China soll 2026 rund 20 Prozent des ASML-Umsatzes ausmachen — nach 33 Prozent im Vorjahr. Der Rückgang spiegelt bereits bestehende Exportbeschränkungen wider. Ein weiteres strukturelles Risiko: ASMLs Komponenten überqueren den Atlantik mehrfach während der Fertigung. Das macht das Unternehmen anfälliger für Zollkonflikte zwischen Europa und den USA als viele Wettbewerber.
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Das Aktienrückkaufprogramm läuft währenddessen weiter. Allein zwischen dem 7. und 10. April kaufte ASML knapp 82.000 eigene Aktien für rund 97,7 Millionen Euro zurück. Das laufende Programm umfasst bis Ende 2028 insgesamt bis zu 12 Milliarden Euro.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 42 auf Basis der Gewinnschätzungen ist viel Zuversicht eingepreist. Ob Fouquet morgen die Jahresziele bestätigt oder anhebt, wird die Richtung vorgeben — die Zahlen allein reichen diesmal nicht.
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| 1.245 € | 1.251,6 € | -6,60 € | -0,53% | 21.04./21:58 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| NL0010273215 | A1J4U4 | 1.327 € | 548,90 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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1.245 € | -0,53% | 21.04.26 |
| München | 1.246,2 € | +1,04% | 21.04.26 |
| Düsseldorf | 1.252,6 € | +0,97% | 21.04.26 |
| Hamburg | 1.246 € | +0,21% | 21.04.26 |
| Hannover | 1.240,4 € | -0,18% | 21.04.26 |
| Xetra | 1.238,4 € | -0,50% | 21.04.26 |
| Frankfurt | 1.244,8 € | -0,73% | 21.04.26 |
| Stuttgart | 1.239,6 € | -0,74% | 21.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 1.453,65 $ | -3,13% | 21.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 415 | ASML Holding | 20.04.26 |
| 9 | VanEck Vectors Semiconductor. | 25.04.21 |








