Ein neuer Gesetzesentwurf aus den USA sorgt bei ASML-Investoren für Unruhe. Washington plant, den Export wichtiger Chip-Maschinen nach China weiter einzuschränken. Das Vorhaben bedroht die langfristige Umsatzstabilität in einem der wichtigsten Absatzmärkte des niederländischen Anlagenbauers.
Einschränkungen für DUV-Anlagen
Verantwortlich für den heutigen Kursrückgang von rund 2,6 Prozent ist der sogenannte „MATCH Act". Dieser überparteiliche Gesetzesentwurf sieht vor, den Verkauf von DUV-Lithografiesystemen an chinesische Unternehmen komplett zu verbieten. Besonders weitreichend ist ein weiteres Detail: Auch die Wartung und Reparatur bereits installierter Anlagen bei großen Herstellern wie SMIC, Huawei oder CXMT soll untersagt werden.
Mögliche Umsatzeinbußen
Die finanziellen Folgen für ASML könnten spürbar ausfallen. Im Jahr 2025 erwirtschaftete das Unternehmen noch rund 33 Prozent seines Gesamtumsatzes in China. Für das laufende Jahr 2026 rechnete das Management bisher mit einem Rückgang dieses Anteils auf 20 Prozent. Ein vollständiger Bann würde diese Prognose durchkreuzen. Analysten von ODDO BHF und Quilter Cheviot schätzen, dass eine Umsetzung des Gesetzes den Umsatz um 5 bis 10 Prozent drücken könnte.
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Die Bank of America rät dennoch weiterhin zum Kauf der Aktie. Die Experten verweisen darauf, dass der Entwurf vor einer Verabschiedung noch erhebliche Hürden im Kongress nehmen oder stark modifiziert werden könnte.
Gegenwind von mehreren Seiten
Die Schwäche der Aktie fällt in ein ohnehin schwieriges Marktumfeld. Globale Indizes stehen heute aufgrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten generell unter Druck. Während ASML bei den hochmodernen EUV-Anlagen für KI-Chips weiterhin eine Monopolstellung genießt, rückt die ältere DUV-Technologie zunehmend in den regulatorischen Fokus. Gleichzeitig formiert sich neue technologische Konkurrenz. Das norwegische Unternehmen Lace Lithography entwickelt Berichten zufolge aktuell alternative Lösungen für die Halbleiterindustrie.
Die weitere Kursentwicklung hängt nun stark von der diplomatischen Ebene ab. Marktbeobachter achten genau darauf, ob sich die niederländische Regierung den geplanten US-Restriktionen anschließt. In der Vergangenheit erforderten weitreichende Exportkontrollen in diesem Sektor stets formelle Abkommen zwischen den USA, den Niederlanden und Japan.
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1.242,8 € | 1.243,6 € | -0,80 € | -0,06% | 22.04./15:41 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| NL0010273215 | A1J4U4 | 1.327 € | 548,90 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
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1.243 € | -0,05% | 15:40 |
| Xetra | 1.257,8 € | +1,57% | 15:24 |
| Stuttgart | 1.254 € | +1,16% | 15:18 |
| Frankfurt | 1.258,4 € | +1,09% | 14:14 |
| Hannover | 1.250,2 € | +0,79% | 08:03 |
| München | 1.254 € | +0,63% | 08:13 |
| Düsseldorf | 1.257,2 € | +0,37% | 14:03 |
| Hamburg | 1.250,2 € | +0,34% | 08:03 |
| Nasdaq OTC Other | 1.453,65 $ | -3,13% | 21.04.26 |
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| Antw. | Thema | Zeit |
| 415 | ASML Holding | 20.04.26 |
| 9 | VanEck Vectors Semiconductor. | 25.04.21 |








