Kolumnist: EUWAX Trends

Die meistgehandelten strukturierten Wertpapiere vom 22.01.26 (Silber, RWE, Euro Stoxx 50)




22.01.26 15:16
EUWAX Trends

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Die meistgehandelten Hebelprodukte


1. Knock-Out-Call – Silber: Analysten rechnen mit starker Dynamik


Nach einer kurzen Konsolidierung infolge der Trump-Rede in Davos zeigen die Preise der als krisenfest geltenden Edelmetalle, darunter Silber, heute wieder Aufwärtstendenzen. Die Unsicherheit an den Märkten bleibt bestehen. Die Frage, wie nachhaltig die US-amerikanische Kehrtwende in der Grönlandfrage ist, sowie nach wie vor hohe Staatsschulden halten Gold und Silber weiter im Fokus der Anleger.


Die jüngste Umfrage der London Bullion Market Association (LBMA) unter Analysten verdeutlicht die hohen Erwartungen am Silbermarkt: Im aktuellen „Precious Metals Forecast Survey 2026“ prognostizieren die Experten für das kommende Jahr einen durchschnittlichen Silberpreis von 79,57 US-Dollar je Feinunze. Zugleich reicht die von ihnen eingeschätzte Preisspanne von 42 bis 165 US-Dollar und signalisiert damit außergewöhnliche Volatilität. (Quelle: LBMA, 2026 Precious Metals Forecast Survey)
Als wesentliche Treiber der Entwicklung nennen die Befragten sowohl die robuste industrielle Nachfrage – etwa durch Elektrifizierung, Elektronik, KI-Technologien – als auch das Anlegerinteresse an Absicherungsthemen. Analysten zufolge prägen strukturelle Veränderungen und das anhaltende Angebotsdefizit bei Silber die Aussichten zusätzlich.


An der Börse Stuttgart zeigen die heute überwiegend Kaufinteresse an einem Knock-Out-Call auf Silber. Der Schein bietet einen Hebel von 15,68 und einen Abstand zur Knock-Out-Barriere von etwa 6,42 %. Die Knock-Out-Barriere befindet sich bei 88,14 US-Dollar. Das Produkt ist open-end und bietet daher keine feste Laufzeit.


Zum Knock-Out-Call


 


2. Optionsschein – RWE: Klimaklage aus Pakistan beschäftigt Heidelberger Gericht


Vor dem Landgericht Heidelberg läuft seit Ende Dezember 2025 eine Klage von 39 Bäuerinnen und Bauern aus Pakistan gegen RWE und Heidelberg Materials. Die Kläger fordern anteilige Entschädigung für die hohen Schäden durch Überschwemmungen im Jahr 2022, zu denen die Unternehmen nach Ansicht der Kläger durch ihren CO₂-Ausstoß beigetragen haben sollen. Die betroffenen Bauern verweisen auf zerstörte Ernten und weitreichende wirtschaftliche Schäden. Die Unternehmen wurden bereits im Oktober 2025 zu Dialog und Mediation eingeladen, gingen darauf laut Klägerseite aber nicht ein. 


RWE hält die Forderung nach Schadensersatz für unbegründet und sieht die Klage als Versuch, klimapolitische Forderungen in deutsche Gerichtssäle zu verlagern. Das Unternehmen verweist darauf, seine Anlagen stets im Einklang mit geltendem Recht betrieben zu haben und betont, dass eine zivilrechtliche Haftung für weltweite Klimafolgeschäden aus seiner Sicht rechtlich unzulässig sei.


Anleger an der Börse Stuttgart zeigten heute verstärktes Kaufinteresse an einem Discount-Optionsschein (Call) auf RWE. Das Produkt bietet einen Hebel von 22,01. Der Cap liegt bei 55 Euro, der Basispreis bei 50 Euro. Die Rückzahlung des Optionsscheins ist auf maximal 5 Euro begrenzt. Bei Fälligkeit am 26. Juni 2026 hängt die Auszahlung von der Entwicklung der zugrundeliegenden RWE-Aktie ab. Diese notiert aktuell bei 51,94 Euro.


Zum Optionsschein


 


3. Optionsschein – Euro Stoxx 50 im Fokus: Mercosur-Abkommen verzögert


Das Mercosur-Abkommen gerät ins Stocken: Ein knapper Beschluss des EU-Parlaments, den Vertrag vom Europäischen Gerichtshof prüfen zu lassen, bremst die geplante Ratifizierung auf unbestimmte Zeit aus. Während Regierungen und Wirtschaftsverbände auf eine schnelle, vorläufige Umsetzung drängen, liegt das weitere Vorgehen nun in den Händen des Europäischen Gerichtshofs. Das Thema sorgt parteiübergreifend für Spannungen, etwa bei den Grünen, und spaltet politische Lager in wirtschafts- und geopolitischen Fragen. Wann oder ob das Abkommen in Kraft tritt, ist derzeit völlig offen.


An der Börse Stuttgart trennten sich Anleger heute überwiegend von einem Discount-Optionsschein (Put) auf den Euro Stoxx 50. Die Verkaufsaktivitäten deuten darauf hin, dass weniger Marktteilnehmer mit sinkenden Kursen im europäischen Leitindex rechnen oder bestehende Absicherungspositionen abbauen. 


Das Produkt weist einen Hebel von 32,89 sowie ein Aufgeld von 3,04 % p.a. auf. Der Cap liegt bei 5.400 Punkten, der Basispreis bei 5.900 Punkten. Aktuell notiert der Euro Stoxx 50 bei 5.946 Punkten. Die maximale Auszahlung beträgt 5 Euro, sofern der Euro Stoxx 50 am Laufzeitende unter dem Cap liegt. Der letzte Bewertungstag ist der 18. Juni 2027.


Zum Optionsschein


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