Nach dem Anstieg im März ist der Aktienmarkt zu einer Konsolidierung übergegangen. Die Sorgen der Anleger sind dabei allerdings nicht weniger geworden. Wie jüngste Stimmungsumfragen offenbaren, stehen viele Akteure dem Markt derzeit skeptisch gegenüber. Schließlich bremsen die Notenbanken mit steigenden Zinsen den wirtschaftlichen Aufschwung. Dabei richtet sich der Blick aktuell auf die Wochenmitte. So wird die US-Notenbank am Mittwoch um 20 Uhr ihre Entscheidung über eine Änderung der Zinsen bekanntgeben. Während einerseits die Inflation allmählich beginnt, auf die Maßnahmen der Notenbanken zu reagieren, dürfte FED-Chef Jerome Powell die Zinszügel noch nicht zu schnell lockern.
Ende der steigenden Zinsen noch nicht erreicht?
Anstieg vor der Korrektur?
Zu diesem Szenario passt auch der saisonale Verlauf der Aktienmärkte. So zeigt sich nach einer uneinheitlichen Tendenz im Mai und Juni häufig eine kleine Rally im Juli, die dann von einer Korrektur im August und September abgelöst wird. Eine solche Erholung wäre hinsichtlich der zurückhaltenden Stimmung daher eigentlich nicht überraschend. Allerdings folgt die Mehrheit der Marktteilnehmer prozyklisch den Kursen. Wenn sich die Mehrheit dann auf steigende Notierungen eingestellt hat, dürfte es tatsächlich für einen Rücksetzer an der Zeit sein. Warum handelt dann niemand danach? Weil es eben sehr schwer ist, sich nicht von der allgemeinen Stimmung beeinflussen zu lassen. Diese sieht momentan eher einen Rücksetzer als eine Aufwärtsbewegung. Wenn sich hier die Vorzeichen drehen, dürfte es dann wirklich an der Zeit für eine Korrektur sein!
Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche
Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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