Die Talfahrt an der Wall Street setzte sich zu Wochenbeginn fort. Der Dow Jones beendete die Sitzung am Montag 2,60 % tiefer bei 38.703 Punkten. Der US Tech 100 schloss sogar 3,43 % schwächer bei 16.200 Punkten, belastet vor allem von schwächelnden Tech-Werten. Besonders dramatisch war der Wochenstart an der Börse in Tokio. Der Nikkei-Index fiel zweistellig und schloss mit 12,4 Prozent im Minus bei 31.458 Punkten, dem größten Tagesverlust seit rund 37 Jahren. Schuld daran sind die Sorgen vor steigenden Zinsen, nachdem die Bank of Japan weitere Erhöhungen angekündigt hat, sowie ein starker Yen, der ausländische Anleger abschreckt. Im Wochenverlauf kann sich der japanische Leitindex jedoch stabilisieren und seine Verluste teilweise wieder aufholen. Die gestiegenen Rezessionssorgen, ein schwächerer US-Arbeitsmarkt und die anhaltenden geopolitischen Spannungen sorgen aber weiterhin für Nervosität auf dem Börsenparkett. Der Dow Jones schloss nach seinem schwachen Wochenauftakt am Donnerstag wieder etwas freundlicher bei 39.446 Punkten, im Wochenbergleich bedeutet dies einen Abschlag von 3,8 %. Für den US Tech 100 steht bei 18.413 Punkten ein Wochenminus von 4,2 % auf der Kurstafel. Anleger richten den Blick nun auf frische US-Preisdaten und Konjunkturzahlen in der kommenden Woche. Interessante Entwicklungen bei Einzelwerten: Nvidia Nvidia führt mit 1.584 festgestellten Preisen die Liste der meistgehandelten Auslandsaktien in Stuttgart an. Trotz des KI-Hypes und der beherrschenden Marktstellung von Nvidia im Bereich KI-Hochleistungsprozessoren erlitt die Aktie einen Rückschlag. Gerüchte um Designfehler und Produktionsverzögerungen bei der neu eingeführten Blackwell-Reihe sollen zu verspäteten Auslieferungen führen. Die Berichte belasteten den Aktienkurs zusätzlich, innerhalb eines Monats fiel er um 24,71 % auf 98,91 US-Dollar. Trotz dieser Verluste steht seit Jahresbeginn immer noch ein Wertzuwachs von knapp 100% zu Buche. Analysten von Piper Sandler sehen in den aktuellen Abschlägen eine günstige Einstiegsmöglichkeit in die Papiere des Chip-Konzerns. Das Analysehaus Bernstein Research belässt unterdessen die Einstufung trotz der Gerüchte auf "Outperform" mit einem Kursziel von 130 US-Dollar. Amazon Mit 865 ausgeführten Orders fand sich auch Amazon in der Liste der meistgehandelten Auslandsaktien wieder. Das zweite Geschäftsquartal endete für Amazon mit einem Gewinnsprung und einem Umsatzanstieg. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,26 US-Dollar, der Umsatz stieg auf 147,98 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf der Online-Riese die Gewinnprognosen der Analysten um 0,23 US-Dollar. Trotz starker Ergebnisse in der Cloud-Sparte AWS zeigten sich Investoren enttäuscht angesichts der vorsichtigen Prognosen und der Fokussierung auf Investitionen in Künstliche Intelligenz, die Gewinnsteigerungen vorerst hinten anstellen. Zudem spüre Amazon eine zunehmende Preissensibiltät seiner Kunden, die sich häufiger für günstigere Artikel anstelle von Markenprodukten entschieden. Der Aktienkurs fiel im Handel an der NASDAQ um knapp 11,5 % auf 164,20 US-Dollar. Jefferies und UBS haben in Reaktion darauf ihre Kursziele gesenkt, behalten aber die Einstufung "Buy" bei.
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