von Harald Zwick - 13.04.2022, 08:30 Uhr
Die Leitzinserhöhungen und das Ende der Anleihekäufe seitens der Notenbanken in Kombination mit den wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Feldzuges sorgen für ein schwaches Marktumfeld, das auch den MDax-Neuling Sixt belastet hat. Je nach Blickwinkel scheint aber vieles der Faktoren eingepreist und der Autoverleiher könnte einen Boden ausbilden. Vielleicht könnte der Kurs auch zum nächsten Widerstand hochlaufen.
Am 29. März veröffentlichte Sixt die Zahlen für das Jahr 2021.
Im vergangenen Jahr erzielte Sixt unter anderem dank gestiegener
Mietwagenpreise und eines stark gestiegenen Geschäfts im Ausland
einen rekordhohen Vorsteuergewinn von 442 Millionen Euro. Für
das laufende Jahr stellt das Unternehmen 380 bis 480 Millionen
Euro in Aussicht. Analysten wie Dirk Schlamp von der DZ Bank
betonen, dass die Risiken für den für Sixt wichtigen Reisesektor
angesichts des Kriegs in Osteuropa gestiegen sind. Den direkten
Beitrag Russlands zum Vorsteuergeschäft von Sixt schätzt er
indes nur auf zwei Prozent. Für die guten Zahlen vor der
Ukrainekrise wurde Sixt mit dem Aufstieg in den MDax belohnt.
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Zum Chart
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Der Kriegsausbruch am 24. Februar verschonte auch den Aktienkurs
von Sixt nicht. So wurde die schon angeschlagene Aktie aufgrund
der von Putin im Vorfeld aufgebauten Drohkulisse im schwachen
Marktumfeld verstärkt ab verkauft. Am 7. März wurde im Lichte
der Kriegshandlungen ein erster Boden bei 113,30 Euro markiert.
Auch die formelle Aufnahme in den MDax am 21. März änderte wenig
am schwachen Auftritt der Aktie. Am gestrigen Handelstag wurde
eine charttechnisch wichtige Zone erreicht, wo sich die untere
Begrenzung des noch intakten Aufwärtstrends mit dem
Unterstützungsbereich auf Höhe von 121,00 Euro überlagert. Unter
dem traditionellen Börsenumfeld könnte sich auf diesem Niveau
ein Boden ausbilden, doch der geplante Stopp der Anleihenkäufe
(Quantitative Easing) seitens der Notenbanken in Kombination mit
den ausstehenden Zinsschritten sollte mittelfristig auch auf den
europäischen Kursen lasten. Dennoch wird bei Sixt bis in das
Jahr 2024 mit einem durchschnittlichen Gewinnwachstum je Aktie
von 5 Prozent pro Jahr gerechnet. Dies führt zu einem erwarteten
KGV 2024 von aktuell knapp 16. Kann Sixt dieses Wachstum auch in
den Folgejahren aufrecht erhalten, erscheint die Aktie gut
bewertet.
| Sixt SE (Tageschart in Euro) | Tendenz: ![]() |
|---|---|
|
|
| Wichtige Chartmarken | |
|---|---|
| Widerstände: | 137,30 // 163,60 Euro |
| Unterstützungen: | 121,00 // 112,10 Euro |
Die Leitzinserhöhungen und das Ende der Anleihekäufe seitens
der Notenbanken in Kombination mit den wirtschaftlichen
Auswirkungen des Ukraine-Feldzuges sorgen für ein schwaches
Marktumfeld, das auch den MDax-Neuling Sixt belastet hat. Je
nach Blickwinkel scheint aber vieles der Faktoren eingepreist
und der Autoverleiher könnte einen Boden ausbilden. Vielleicht
könnte der Kurs auch zum nächsten Widerstand hochlaufen.
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Mit einem Mini Future Long auf Sixt (WKN MA3SHH)
könnten risikofreudige Anleger, die einen steigenden Kurs des
Papiers erwarten, überproportional durch einen Hebel von 3,78
profitieren. Das Ziel sei bei 137,30 Euro angenommen (4,81 Euro
beim Mini Future). Der Abstand zur Knock Out-Barriere beträgt
22,8 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet
sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden
Stoppkurses an.
Dieser könnte beim Basiswert bei 112,10 Euro platziert werden.
Im Derivat ergibt sich daraus ein Stoppkurs bei 2,29 Euro. Für
diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann
1,5 zu 1.
| Strategie für steigende Kurse | ![]() |
|||
|---|---|---|---|---|
| WKN: | MA3SHH | Typ: | Mini-Future Long | |
| akt. Kurs: | 3,17 - 3,20 Euro | Emittent: | Morgan Stanley | |
| Basispreis: | 89,17 Euro | Basiswert: | Sixt SE | |
| KO-Schwelle: | 94,32 Euro | akt. Kurs Basiswert: | 121,45 Euro | |
| Laufzeit: | Open End | Kursziel: | 4,81 Euro | |
| Hebel: | 3,78 | Kurschance: | + 46 Prozent | |
| Quelle: Morgan Stanley | ||||
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