Nach der Veröffentlichung der jüngsten Inflationszahlen in der Euro-Zone spürt Bundesbankpräsident Joachim Nagel wieder Zuversicht. „Die große Welle der Inflation ist überstanden und wenn es keinen weiteren unerwarteten großen Schock gibt, wie es beispielsweise im Februar 2022 der Angriff Russlands auf die Ukraine war, dann sollte sich die Inflation im Trend weiter auf 2 Prozent zubewegen“, erklärte Nagel. Weitere Leitzinssenkungen der EZB in diesem Jahr erscheinen vor dieser Einschätzung möglich zu sein. Die Inflationsberuhigung hat sich auch positiv auf den Immobilienmarkt und die Baufinanzierungen ausgewirkt. Verbraucher in Deutschland haben im Juli so viele Immobilienkredite nachgefragt wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die deutsche Industrie befindet sich dagegen weiter in einer Schwächephase. Der Einkaufsmanagerindex für den Wirtschaftszweig sank im August im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Punkte auf 42,4 Zähler – der niedrigste Stand seit fünf Monaten. Insbesondere das Neugeschäft leidet. In dieser Woche springt der DAX nach einer kurzen Kursrally auf ein neues Rekordhoch bei knapp 18.991 Punkten, konsolidiert allerdings im Anschluss an den neuen Rekord. Interessante Entwicklungen bei Einzelwerten: Rheinmetall Mit 675 festgestellten Preisen war Rheinmetall die meistgehandelte Inlandsaktie an der Euwax. Die Auftragssituation im Rüstungsgeschäft bleibt für Rheinmetall aussichtsreich. Zuletzt rief die Bundeswehr zahlreiche Güter ab, in dieser Woche wurde es mit der Lieferung einer zweiten Charge des Sprechsatzes mit Gehörschutzfunktion - kurz SMG - beauftragt. Der Auftrag hat einen Wert von rund 55 Millionen Euro netto. Die Liefercharge wird aus dem Sondervermögen finanziert. Die Aktie verliert allerdings auf Wochensicht knapp 7 Prozent, bleibt aber mit einem Jahresplus von 83 Prozent die zweitbeste DAX-Aktie 2024. Nur Siemens Energy schneidet in diesem Jahr besser ab. Allianz Mit 551 Orderausführungen landete die Allianz auf Platz zwei der meistgehandelten Inlandsaktien in Stuttgart. Der Versicherungskonzern hat ein starkes erstes Halbjahr vorgelegt und einen Rekordgewinn erzielt. Die Allianz sieht sich auf einem guten Weg, das Gesamtjahresziel zu erreichen. Die Geschäftszahlen seien durch die Bank besser als erwartet ausgefallen. Zudem wird der Aktienrückkauf auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro erhöht. In den vergangenen vier Wochen gehörten Versicherungsunternehmen zu den besten Titeln im DAX: Die Allianz liegt hinter Hannover Rück und Münchener Rück mit 14,5 Prozent auf Platz drei für diesen Zeitraum. |
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