Im Vorfeld der Sitzung der US-Notenbank zeigt
sich der Aktienmarkt uneinheitlich. So bereitet den Anleger
Sorgen, dass die US-Notenbank erneut kräftig an der Zinsschraube
drehen könnte. So hatten sich die US-Erzeugerpreise zuletzt
weniger als erwartet abgeschwächt und unterstreichen einmal mehr
das Problem mit der Inflation. Positiv zu erwähnen ist allerdings,
dass sich die US-Erzeugerpreise insgesamt das fünfte Mal in Folge
abgeschwächt haben. Vor diesem Hintergrund zeigen sich die
US-Verbraucher wieder besserer Laune. So stieg das
US-Verbrauchervertrauen im Dezember auf 59,1 Punkte von zuvor 56,8
Zählern. Damit ist die Situation vor der Sitzung der US-Notenbank
so uneinheitlich wie die Aktienkurse selbst!
Zu spät reagiert?
Zwar hat die US-Notenbank die Zinswende deutlich vor dem Reagieren
der Europäischen Zentralbank eingeleitet, Kritiker bemängeln dies
aber dennoch als zu spät. Nun gilt es, die Inflation unter
Kontrolle zu bekommen ohne den Markt dabei in eine Rezession zu
drücken. Zuletzt hat sich der US-Aktienmarkt relativ stabil
gezeigt, allerdings könnte es über den Jahreswechsel durchaus noch
einmal zu einem Rücksetzer kommen. Die Entscheidung der FED könnte
dabei das berühmte „Zünglein an der Waage“ sein!
Vertreter einer restriktiven Geldpolitik, auch als „Falken“ bezeichnet, waren in den vergangenen Monaten in der Mehrheit. Allmählich zeigen sich aber wieder erste „Tauben“, welche eine offensive Geldpolitik verfolgen. So sehen erste Mitglieder der US-Notenbank die Gefahr, dass die US-Wirtschaft im kommenden Jahr in eine Rezession abgleitet. Eine weiterhin restriktive Geldpolitik mit üppigen Zinsschritten nach oben würde eine solche Tendenz begünstigen. Insofern gibt es erste Stimmen, welche zwar weiter steigende Zinsen für sinnvoll halten, allerdings das Ausmaß etwas bremsen möchten. Sollte die US-Notenbank am Mittwoch den Leitzins nur um 50 Basispunkte anheben, könnte dies am Aktienmarkt zu einem kleinen Kaufimpuls führen, welcher die Notierungen zur saisonalen Jahresendrally antreibt. Eine weitere Zinsanhebung um 75 Basispunkte würde hingegen unterstreichen, dass die FED den Kampf gegen die Inflation weiterhin sehr ernst nimmt. Allerdings sorgen weiter steigende Zinsen nicht unbedingt für Kauflaune unter den Anlegern. In diesem Fall könnte die Jahresendrally in diesem Jahr durchaus auch ausfallen!
Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche
Stephan Feuerstein
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