Die Hoffnung auf eine baldige Zinswende hat dem Aktienmarkt seit Ende Oktober eine beachtliche Rally beschert. Die Kraft dieser Bewegung offenbart, dass viele Anleger von der Dynamik überrascht waren oder immer noch sind. Der Trend nach oben ist mittlerweile erkennbar überhitzt, die Stimmung entsprechend optimistisch. Daraus lässt sich schließen, dass immer mehr Anleger auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind oder aufspringen mussten, da Ihnen die Kurse davonlaufen. Gerade der zuletzt genannte Grund ist alles andere als eine sinnvolle Strategie. Sollte die Übertreibung korrigiert werden, dürfte voraussichtlich auch das aktuelle Kursniveau unterschritten werden. Zu diesem Zeitpunkt dürften dann viele Anleger ihre Positionen prozyklisch abstoßen, oftmals mit Verlusten, während die professionellen Akteure dann antizyklisch investieren.
Augen auf die Notenbanken gerichtet!
Kann China wieder unterstützen?
Neben dem chinesischen Immobilienmarkt kommen nun auch die Schattenbanken ins Wanken. Viele chinesische Anleger dürften dabei viel Geld verloren haben. Entsprechend halten sich die chinesischen Verbraucher zurück und sorgen dabei für das Gegenteil, das Europa und die USA in den letzten Monaten bewegt hat. Bei einer Deflation fallen die Kurse, weil die Konsumenten noch günstigere Preise erwarten. Dies ist aktuell der Fall und es ist nicht absehbar, ob China im kommenden Jahr zur alten Stärke zurückfinden wird. Dies dürfte eines der zentralen Themen sein, welches uns auch im kommenden Jahr begleiten wird. So wirkt sich eine schwache Wirtschaftsentwicklung in China auch auf deutsche Unternehmen aus, deren Absatzzahlen darunter leiden werden. Es muss sich daher zeigen, ob sich die chinesische Wirtschaft erholen kann um damit auch die globale Wirtschaftsentwicklung zu unterstützen.
Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche
Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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