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Kolumnist: EUWAX Trends

Getrübte Stimmung im DAX




20.01.24 15:08
EUWAX Trends


Für den DAX deutet sich immer mehr ein schwieriger Jahresauftakt an. Nachdem mehrere Konjunkturdaten mau ausfielen und zudem die Inflation in den USA mit 3,4 % kräftiger anstieg als erwartet, will sich bei den Anlegern noch keine richtige Kauflaune einstellen. Am Mittwoch tauchte der deutsche Leitindex kurz unter 16.400 Punkte, am Donnerstag kann er sich dagegen stabilisieren und notiert mit 16.530 Punkten rund ein Prozent tiefer als in der Vorwoche. Geopolitische Krisen sowie eine schwindende Hoffnung auf deutliche Zinssenkungen tragen zur getrübten Stimmung bei. Einen Lichtblick gibt der ZEW-Index, der die Stimmung unter den Volkswirten misst. Dieser stieg auf 15,2 Punkte, erwartet wurden 12 Punkte. Im Kalender für nächste Woche stechen vor allem Einkaufmanagerdaten sowie neue Inflationsdaten für Deutschland und die EU heraus.


Interessante Entwicklungen bei Einzelwerten:

Rheinmetall


Die Rheinmetall-Aktie war diese Woche die meistgehandelte Inlandsaktie an der Euwax. Insgesamt 761 Orders wurden ausgeführt. Die anhaltenden Konflikte und Krisen lassen Rüstungsaktien weiter im Anleger-Fokus stehen. Zudem gehen Finanz-Analysten davon aus, dass die Verteidigungsausgaben in Europa und den USA vor dem Hintergrund der geopolitischen Krisenlage weiter ansteigen werden. Gute Vorzeichen also für Rüstungskonzerne wie Rheinmetall. Die Papiere der Düsseldorfer setzen ihre Rekordjagd fort und erreichen am Donnerstag ein neues Allzeit-Hoch von 336,50 Euro. Weiteren Schub verliehen unter anderem mehrere Analysehäuser, die Kursziele oberhalb von 400 Euro angeben.


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Bayer


In der Bayer-Aktie wurden diese Woche 563 Preise festgestellt und somit die zweitmeisten im Inlandshandel. Der seit Sommer amtierende neue Bayer-CEO Bill Anderson kündigte einen massiven Stellenabbau beim Chemie- und Pharmakonzern an. Vor allem die aufgeblähte Führungsstruktur soll deutlich verschlankt werden und Entscheidungsprozesse somit effizienter werden. So soll es im Konzern derzeit 17.000 Führungskräfte auf 12 Hierarchiestufen geben. Das möchte Bill Anderson nun ändern. Zukünftig sollen die Teams selbst entscheiden, woran sie arbeiten. Welche Größenordnung der Stellenabbau haben wird, wurde noch nicht bekannt gegeben, es soll jedoch auf Sozialverträglichkeit geachtet werden. Die Bayer-Aktie reagiert mit einem weiteren Kursrutsch und kostet aktuell mit 32,30 Euro 8,5 % weniger als in der Vorwoche. Im Jahresvergleich weitet sich das Minus auf rund 43 % aus.


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