Fast die Hälfte der Explorationsausgaben fließt in diesem Jahr in den Goldsektor, bei rückläufiger Tendenz. In die Exploration von Kupfer, Nickel und Lithium fließt in einem schwierigen Finanzierungsumfeld mehr Geld.
Einer aktuellen Studie von S&P Global Market Intelligence zufolge entfällt der Großteil der Explorationsausgaben von Bergbauunternehmen auf den Goldsektor. Im laufenden Jahr werden Unternehmen demnach 6 Milliarden USD für die Exploration von Goldlagerstätten ausgeben. Dies entspricht 46 % der gesamten Ausgaben in Höhe von 12,8 Milliarden USD.
Weniger Investitionen in Exploration
Insgesamt sind die Ausgaben der Bergbauexplorer in diesem Jahr rückläufig – erstmals seit 2020. Der Rückgang beträgt der Studie zufolge in diesem Jahr 3 %. Die Studie bezieht sich auf 2235 Unternehmen, die Kapital für die Suche oder Ausweitung von Lagerstätten aufgenommen haben.
Rückläufige Investitionen lassen sich dabei fast weltweit beobachten. Lediglich in der Asien-Pazifik-Region kam es – ausgehend von niedrigem Niveau – zu einem moderaten Anstieg. In Kanada sanken die Ausgaben um 400 Millionen USD.
Der Anteil des Goldsektors ist damit leicht gesunken. Im vergangenen Jahr wurden noch 54 % der gesamten Ausgaben in diesen Bereich investiert. Ein wichtiger Grund dafür: Höhere Ausgaben für die Exploration von Lithium, Nickel und anderen Batteriemetallen sowie mehr Aktivität in den Bereichen Uran, Seltene Erden und Kupfer.
38 % der diesjährigen Explorationsausgaben im Goldsektor entfallen S&P Global zufolge auf Junior Explorer, die Projekte in einem sehr frühen Stadium untersuchen. Vor allem bei diesen Unternehmen ist derzeit eine rückläufige Investitionstätigkeit zu sehen. Dies wird auf das schwierige Finanzierungsumfeld zurückgeführt.
Im vergangenen Jahr investierten Junior Explorer im Goldsektor noch mehr als die Majors. Die Schwierigkeiten bei der Finanzierung sind mit den Händen zu greifen. Im dritten Quartal lag das Finanzierungsvolumen von Junior Minern und mittelgroßen Unternehmen so niedrig wie zuletzt im dritten Quartal 2018.
36 % weniger Goldbohrlöcher
Die rückläufigen Investitionen im Bereich der Junior Explorer schlagen direkt auf das operative Geschäft durch. So wurden von Januar bis Mitte Oktober der Studie zufolge 41.086 Bohrlöcher auf der Suche nach Nichteisenmetallen und Mineralien gebohrt. Dies entspricht einem Rückgang um 23 % im Vergleich zum Vorjahr.
Noch stärker traf es Gold Explorer: Hier ging die Zahl der Bohrlöcher um 36 % zurück. Dies könnte sich in einem Umfeld hoher Goldpreise, nicht mehr weiter steigenden Zinsen, geopolitischer Unsicherheiten und schwacher Basis- und Batteriemetalle allerdings rasch ändern.
Mehr investiert wurde in Kupfer- und Nickelprojekte. Insgesamt 33 % Explorationsausgaben entfallen auf Basismetalle. In Kupferprojekte wurden 327 Millionen USD mehr investiert, bei Nickel stiegen die Budgets um 117 Millionen USD.
Könnte bald mehr Geld in Basismetalle investiert werden als in die Goldexploration? Kevin Murphy, Research Director Metals And Mining bei S&P Global Commodity Insights, hält dies für unwahrscheinlich. Dies sei zuletzt in den Jahren 2006/2007 der Fall gewesen.
Nicht ganz überraschend stiegen die Budgets für die Exploration von Lithium deutlich an. 830 Millionen USD werden im laufenden Jahr dafür ausgegeben – eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Lithium ist damit das am meisten explorierte Nichteisenmetall.
Junior Explorer sind hier mit einem Anteil von 82 % besonders dominant. Das ist laut Murphy normal: Wo großes Interesse an einem Rohstoff bestehe, folgen die Juniors zügig.
Auch staatliche Unterstützung trägt zum Lithiumboom bei. 4 % der Ausgaben bzw. mehr als 30 Millionen USD kommen aus öffentlichen Kassen. Ein Anstieg der Ausgaben für Lithium lässt sich S&P zufolge weltweit beobachten – angeführt von Lateinamerika und hier insbesondere Argentinien, das auf großen Reserven sitzt.
In absoluten Zahlen liegen aber Kanada und Australien bei den Explorationsausgaben noch vorn. Speziell im Bereich Lithium könnte aber eine Abkühlung bevorstehen, da die Lithium Preise um rund 70 % gefallen sind.
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