Marktkommentar von Frank Walbaum, Marktanalyst bei Naga
Der Euro blieb am Montag gegenüber dem Dollar nahezu unverändert, da die Anleger vor der morgigen Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, und der Veröffentlichung wichtiger ZEW-Stimmungsumfragen für Deutschland und den Euroraum eine vorsichtige Haltung einnahmen. Die Berichte dürften eine leichte Verbesserung zeigen, wobei der Index für die Eurozone von 22,7 auf 23,5 und der für Deutschland von 39,3 auf 40 steigen dürfte. Stärkere Werte könnten das Vertrauen in die wirtschaftlichen Aussichten der Region stärken und den Euro stützen.
Die Renditen in der Eurozone waren relativ stabil, wobei die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen bei 2,67 % lag, was die unveränderten Erwartungen widerspiegelt, dass die EZB die Zinsen vorerst unverändert lassen wird. Kürzlich erklärte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos, dass das aktuelle Zinsniveau angemessen sei, die Politik jedoch angepasst werden könnte, sollten sich die Inflations- oder Wachstumsprognosen wesentlich ändern.
Die Anleger verfolgen weiterhin aufmerksam die Äußerungen von Lagarde, die den Euro und die europäischen Anleihemärkte beeinflussen könnten. Auf der anderen Seite des Atlantiks könnte der Optimismus, dass die Stilllegung der US-Regierung bald beendet sein könnte, dem Dollar gegenüber dem Euro zugutekommen.










