von Harald Zwick - 03.06.2022, 08:30 Uhr
Der Aktienkurs der Gruppe Deutsche Börse befindet sich in einem langjährigen Aufwärtstrend. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass der Kurs nach größeren Einschnitten sehr schnell wieder in ruhigeres Fahrwasser gelangt, nachdem in Krisen das Handelsvolumen in die Höhe schnellt und so die Erlöse steigert.
Die Gruppe Deutsche Börse öffnete am 25. April ihre Bücher zum
ersten Quartal 2022. Der Konzern fährt wegen des regen Handels
infolge des Ukrainekriegs und der Zinswende so viel Gewinn ein
wie nie zuvor in einem Quartal. Das Betriebsergebnis (Ebitda)
kletterte im ersten Quartal um 32 Prozent auf 687 Millionen Euro
- ein Rekordwert. Gleiches gilt für die Nettoerlöse, die auf
1,06 Milliarden Euro stiegen und damit sogar das erste Quartal
2020 übertrafen, als es an den Märkten nach dem Ausbruch der
Coronakrise hoch hergegangen war. Der den Anteilseignern der
Deutsche Börse AG zuzurechnende Periodenüberschuss lag bei 420,8
Millionen Euro und damit 33 Prozent über dem Vorjahresquartal.
Das Ergebnis je Aktie vor Kaufpreisallokationseffekten belief
sich auf 2,40 Euro, was einem Anstieg von 33 Prozent entspricht.
Laut CEO Theodor Weimer könnte die Jahresprognose übertroffen
werden.
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Zum Chart
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Der Aktienkurs der Deutschen Börse befindet sich seit Mitte 2012
in einem stetigen Aufwärtstrend, der nur im Corona-Sell-Off
Mitte März 2020 kurz durchbrochen wurde und in den Monaten
danach eine Übertreibung nach oben durchlief. Auch der Abverkauf
am Markt aufgrund des Einmarsches russischer Truppen in die
Ukraine am 24. Februar 2022 verursachte einen "V"-förmigen
Einschnitt. Dieser hatte ein Ausmaß von 12 Prozent und drückte
den Kurs auf das partielle Tief bei 133,15 am 8. März. Im
kleineren Maßstab folgten auf den "Ukraine-Rebound" eine
Seitwärtskonsolidierung und die Bildung einer Support-Zone am
Level von 156,05 Euro. Aufgrund der leichteren Kursentwicklung
in den letzten fünf Handelstagen, wird diese Support Zone
aktuell getestet. Damit ist der Kurs in der Mitte des
Aufwärtstrends lokalisiert und könnte noch bis zur Unterstützung
bei 146,10 Euro nachgeben, ohne den Trend zu brechen. Bis in das
Jahr 2024 ist ein jährlicher Zuwachs beim Gewinn je Aktie von 10
Prozent geplant und sollte das erwartete KGV 2024 auf 18 senken.
Aufgrund der faktischen Monopolstellung am deutschen Markt
erscheint dies nicht abgehoben.
| Deutsche Börse AG (Tageschart in Euro) | Tendenz: ![]() |
|---|---|
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|
| Wichtige Chartmarken | |
|---|---|
| Widerstände: | 156,05 // 165,50 Euro |
| Unterstützungen: | 146,10 // 136,45 Euro |
Risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Aktie der Deutschen Börse AG bis auf 170,01 Euro ausgehen, könnten mit einem Call-Optionsschein (WKN SD4SJK) überproportional mit einem Omega von 7,41 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 27 % und dem Ziel bei 170,01 Euro (1,80 Euro beim Optionsschein) ist bis zum 05.07.2022 eine Rendite von rund 82 % zu erzielen. Fällt der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 149,01 Euro, resultiert daraus ein Verlust von rund 31 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt somit 2,61 zu 1, wenn bei 149,01 Euro (0,68 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order vorgesehen wird.
| Strategie für steigende Kurse | ![]() |
|||
|---|---|---|---|---|
| WKN: | SD4SJK | Typ: | Call-Optionsschein | |
| akt. Kurs: | 0,97 - 0,99 Euro | Emittent: | Société Générale | |
| Basispreis: | 160,00 Euro | Basiswert: | Deutsche Börse AG | |
| akt. Kurs Basiswert: | 155,50 Euro | |||
| Laufzeit: | 16.12.2022 | Kursziel: | 1,80 Euro | |
| Omega: | 7,41 | Kurschance: | + 82 Prozent | |
| Quelle: Société Générale | ||||
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